Politbarometer Große Koalition bei den Wählern wieder beliebter

Sowohl die Union als auch die SPD legen in der Wählergunst zu. Das geht aus dem neuen „ZDF“-Politbarometer hervor. Wäre am Sonntag Bundestagswahl, würde es für FDP und AfD hingegen eng werden.
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Horst Seehofer (CSU rechts), Angela Merkel (CDU) und Sigmar Gabriel (SPD) haben Grund zur Freude – die große Koalition legt in der Gunst der Wähler zu. Quelle: dpa
Politbarometer

Horst Seehofer (CSU rechts), Angela Merkel (CDU) und Sigmar Gabriel (SPD) haben Grund zur Freude – die große Koalition legt in der Gunst der Wähler zu.

(Foto: dpa)

BerlinDie große Koalition hat dem neuen „ZDF“-Politbarometer zufolge in der Wählergunst erneut zugelegt: Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, könnte sich die CDU/CSU gegenüber Ende Juli um einen Punkt auf 42 Prozent verbessern, wie aus der am Freitag vom ZDF veröffentlichten Umfrage hervorgeht.

Auch die SPD könnte um sich um einen Punkt auf 26 Prozent verbessern. Die Linke läge weiterhin bei neun Prozent. Die Grünen verschlechterten sich auf zehn Prozent (minus eins). FDP und AfD würden mit vier Prozent beziehungsweise drei Prozent (minus eins) an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern.

Neben einer großen Koalition hätte damit auch eine schwarz-grüne Regierung oder ein Dreierbündnis aus SPD, Linken und Grünen eine Mehrheit.

In der Liste der zehn wichtigsten Politiker nimm Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) weiterhin Platz eins ein. Auf der Skala von plus fünf bis minus fünf kommt sie auf einen Durchschnittswert von 2,3 (zuvor: 2,4) erhält. Ganz knapp dahinter, ebenfalls mit einer Bewertung von 2,3 (2,2) und Unterschieden nur im Hundertstellbereich liegt Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), auf Platz drei Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) mit 1,8 (2,1).

Das sind die Top-Ten-Verdiener
10. Platz: Heinz Riesenhuber (CDU)
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Alterspräsident Riesenhuber 2013 bei der konstituierenden Sitzung des Bundestags im Reichstagsgebäude in Berlin: Der CDU-Mann verdiente im vergangenen Jahr mindestens 222.000 Euro neben seinem Abgeordnetenjob. Die Nichtregierungsorganisation „Abgeordnetenwatch“ hat nun eine Petition gegen allzu üppige Nebeneinkünfte von Politikern gestartet.

9. Platz: Rudolf Henke (CDU)
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Der Vorsitzende des Marburger Bundes, Rudolf Henke, auf einer Pressekonferenz: Er verdiente mindestens 252.000 Euro nebenher. „Jeden Monat, so geht es aus Henkes Angaben auf der Bundestagshomepage hervor, kassiert er als Ärztefunktionär 7.000 Euro – mindestens“, schreibt „abgeordnetenwatch.de“.

8. Platz: Josef Rief (CDU)
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2009 gewann Rief bei der Bundestagswahl das Direktmandat im Bundestagswahlkreis Biberach. Seither ist er Mitglied des Deutschen Bundestages. Im vergangenen Jahr soll er 255.000 Euro eingenommen haben. Die Top Ten der Spitzenverdiener unter den Abgeordneten stammen allesamt aus der Union. Die höchsten Nebeneinkünfte in den Reihen der SPD erhielt der frühere Finanzminister Peer Steinbrück.

7. Platz: Dagmar Wöhrl (CSU)
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Sie war bereits parlamentarische Staatssekretärin und koordinierte die Luft- und Raumfahrt: Dagmar Wöhrl aus der CSU. Nach abgeordnetenwatch.de-Recherchen haben 156 der 631 Bundestagsabgeordneten Zusatzeinkünfte bei denen nicht klar ist, wie hoch diese sind. Bei Wöhrl stehen in den Büchern offiziell Einkünfte aus Nebenjobs in Höhe von 432.000 Euro.

6. Platz: Hans Michelbach (CSU)
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Der CSU-Bundestagsabgeordnete Michelbach aus München: Als Mitglied der Geschäftsführung der KIZ-MIBEG-Unternehmensgruppe kassiert er nach eigenen Angaben einen jährlichen Gewinn von mindestens 250.000 Euro. Die Gesamtnebeneinkünfte des Bayer betragen in dieser Legislaturperiode indes mindestens 500.000 Euro.

5. Platz: Hans-Georg von der Marwitz (CDU)
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Der Bundestagsabgeordnete Landwirt (l.) unterhält sich mit einem Angestellten am Traktor im brandenburgischen Friedersdorf: Seit dem 17. Jahrhundert sind die von der Marwitzs Landwirte in dem Ort am Rande des Oderbruchs. Im vergangenen Jahr strich er dadurch mindestens 587.500 Euro ein.

4. Platz: Stephan Harbarth (CDU)
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Als Vorstandsmitglied der Wirtschaftskanzlei SZA Schilling, Zutt & Anschütz erhielt er in den Vorjahren jeweils über 250.000 Euro. „In diesem Jahr hat Harbarth mit seinem Vorstandsjob schon zwischen 100.000 und 150.000 Euro verdient“, schreibt „Abgeordnetenwatch.de“. Seine Gesamteinkünfte in dieser Legislaturperiode: mindestens 650.000 Euro.

Mit deutlichem Abstand folgen Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) mit 1,0 (0,7), SPD-Chef Sigmar Gabriel mit 1,0 (1,3), Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) mit 0,9 (0,7) und Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) mit unverändert 0,7.

Linken-Fraktionschef Gregor Gysi wird mit weiterhin 0,4 bewertet, der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer mit 0,2 (minus 0,1). Schlusslicht ist die designierte Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht, die mit minus 0,6 als Einzige im Negativbereich liegt.

Für das „Politbarometer“ befragte die Forschungsgruppe Wahlen zwischen Dienstag und Donnerstag dieser Woche 1251 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte.

  • afp
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10 Kommentare zu "Politbarometer: Große Koalition bei den Wählern wieder beliebter"

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  • Jens Großer
    der dumme deutsche MIchl wir erst wieder wach, wenn hier die Hütte brennt.
    War ja 1933 ebenso

  • Und wer wurde befragt und wie viele?
    Vor kurzem las ich noch, dass die CDU Punkte verloren hat und die SPD weiter gesunken ist.
    Aber klar, das ZDF muß solche Prognosen bringen, das ist Befehl vom Politbüro
    Bei de Aktuellen Kamera was das auch so.
    Die DDR läßt immer mehr grüßen

  • Ich weiß ja nicht wer da befragt wird, aber die Realität sieht total anders aus. Ich kenne keinen mehr aus meinem Bekanntenkreis der eine der heutigen im Bundestag sitzenden Parteien nochmal seine Stimme geben würde. Bei uns in der Gemeinde wurde dem Bürgermeister ganz klar gesagt entweder gehst Du zur nächsten Wahl oder die Ausländer sind weg, sein Nachfolger steht schon jetzt fest und ich glaube nicht das nur wir so verfahren mit den Verantwortlichen. Sein Nachfolger bringt die sogar persönlich nach München, schmunzel und wir machen es Demokratisch so wie es sein soll.

  • Das klingt nicht wie DDR, das IST DDR!

  • "Wie wahr können derartige Befragungen sein?"

    Liest man in den diversen Foren (sofern die Kommentarfunktion zugelassen) kommt man leicht zu dem Schluß, daß hier mehr der Wunsch der Vater des Gedankens ist als die Realität.

    Auffällig finde ich, daß immer bei brisanten Themen, die bei der Bevölkerung saueres Aufstoßen verursachen, plötzlich Umfragen auftauchen, die der derzeitigen Regierung nahezu 100-prozentigen Rückhalt bescheinigen.

  • Wie wahr können derartige Befragungen sein?

  • Da muß ich schon schmunzeln wenn die ZDF Behörde über Festnetz eine Rentnerumfrage macht,
    klingt wirklich ein wenig wie DDR, im übrigen die Moderatoren auch immer mehr,
    Geben kann niemand was darauf und wetten das sich was ändert auch nicht, Alternativen sind ja eher unerwünscht, wie Abweichler in den Parteien ebenso,
    und ehrlich, Sahra W. als Kanzlerin mit Ihrem Älteren Lebensgefährten als Kanzlerin und Berater würde uns sicherlich auch nicht vorwärts bringen.
    Vielleicht erfinden wir ja mal eine Neue Partei die Probleme nicht aufschiebt sondern löst!

  • Wenn der GEZ-Zwangsgebührensender eine Umfrage macht, wie bei Honecker und seiner Aktuellen Kamera hört sich das an, glaubt hier noch jemand an die Propaganda?.
    Was sollten die den anderes berichten als solche Umfragewerte, diese Damen und Herren haben nichts richtiges gelernt und wollen ihren Job behalten.

  • Wenn ich schon „ZDF“-Politbarometer lese ...

    Der derzeitige Regierungssprecher Steffen Seibert wurde doch aus dem ZDF in sein derzeitiges Amt geholt!

    Also ich halte dieses ZDF-Politbarometer nicht für neutral sondern für Regierungskonform.

  • Die Krisen und Probleme werden immer mehr aber der deutsche Michel hält treu und brav zu seiner "Mutti" und den Genossen! Irgendwie will ich das einfach nicht glauben aber trotzdem traue ich dies dem einfach gestrickten Michel leider zu.

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