„Politbarometer“ SPD und Steinbrück verlieren an Boden

Es sieht nicht gut aus für Peer Steinbrück und die SPD: die neuen Zahlen des Politbarometers verraten, dass Angela Merkel und die CDU in allen wichtigen Fragen, wie der sozialen Gerechtigkeit, vor den Genossen liegen.
7 Kommentare
Für Peer Steinbrück und die SPD sieht es nicht gut aus. Quelle: dpa

Für Peer Steinbrück und die SPD sieht es nicht gut aus.

(Foto: dpa)

BerlinSPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück und seine Partei verlieren laut einer aktuellen Umfrage weiter an Boden. Kurz vor dem Programmparteitag am Sonntag in Augsburg kommt die SPD im neuen ZDF-„Politbarometer“ auf 27 Prozent - zwei Punkte weniger als im März. Die Union legt danach um zwei Punkte auf 42 Prozent zu, die Grünen verharren bei 14 Prozent. Die Linke kommt auf 6 Prozent (minus 1), die FDP liegt unverändert bei 4 Prozent und würde damit den Einzug in den Bundestag verpassen. Damit wäre nur eine Große Koalition oder eine schwarz-grüne Koalition möglich - eine rot-rot-grüne Koalition hat die SPD definitiv ausgeschlossen.

Im direkten Vergleich bekommt Kanzlerin Angela Merkel (CDU) bei den persönlichen Eigenschaften „glaubwürdig“ und „sympathisch“ weit bessere Bewertungen (44 Prozent und 50 Prozent) als Steinbrück: Ihn halten nur 11 Prozent für glaubwürdiger und 17 Prozent für sympathischer.

Mit Blick auf das SPD-Wahlprogramm finden 81 Prozent die Forderung nach einem allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro richtig.

Bei der Lösung der Euro-Krise trauen 46 Prozent Merkel mehr zu als Steinbrück (10 Prozent). Selbst beim Thema soziale Gerechtigkeit, Kernpunkt des SPD-Wahlprogramms, erwarten die Befragten eher von Merkel (26 Prozent) Fortschritte als von Steinbrück (24 Prozent).

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
  • dpa
Startseite

7 Kommentare zu "„Politbarometer“: SPD und Steinbrück verlieren an Boden"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • wofür die SPD steht?
    Dann holt man auf dem Parteitag den Genossen der Bosse aus der politischen Mottenkiste und feiert ihn als großen Kanzler. Das Signal hat dem Großteil der SPD Wähler einen Stich ins Herz gegeben. Die größte Spalter der Sozis und Grund für 10% Verlust wird hochgejubelt. Eine Sache stimmt überhaupt nicht, denn ich schätze Wähler wissen sehr genau, wofür die SPD steht: Für links blinken und rechts abbiegen.
    Das eigentliche Problem der SPD ist doch, dass das einzige Soziale an dieser Partei der Name noch ist! Die SPD hat ihre Wählerinnen und Wähler mit Hartz4, Leiharbeit, Minijobs, Lohndummping, Rente mit 67 und vieles mehr meiner Meinung nach belogen und Betrogen! Damit meine ich besonders die Mittelschicht aber auch die Sozial schwächeren diese Landes! An statt aber sich zu ändern (Komplette Generalüberholung) und die Führung Steinbrück, Steinmayer, Gabriel, Heil, Nahles usw auszutauschen bleibt die SPD an der gleichen Stelle stehen!
    SPD und sozialen Gerechtigkeit?
    Das war einmal und kommt nicht mehr, denn die jetzige Riege kommt aus der Schule Schröder und ihrer Agenda 2010. Ja selbst die neue Grünen Cheffin steht voll dahinter! Erst reißen sie die in Jahrzehnten mühsam erkämpften sozialen Errungenschaften ein, um dann vor der Wahl deren Wiederherstellung zu verkünden. Ein ganz mieses, politisches Spiel.
    Klarmachen, wofür die SPD steht?
    Nichts leichter als das: Leute wie Gerhard Schröder und Thilo Sarrazin rausschmeißen, Leute wie Steinbrück und Steinmeier in die zweite, besser dritte Reihe schieben, Hartz IV in die Tonne treten, sich für elf Jahre massiven Sozialabbau unter wesentlicher "sozial"-demokratischer Beteiligung entschuldigen und Besserung geloben.

  • Sie werden doch nicht verlangen dass die regierungsgesteuerten Medien ARD und ZDF darüber berichten.

  • Morgen ist in Berlin der Gründungsparteitag der "Alternative für Deutschland".
    Ich bin gespannt, ob danach die AfD in den Umfragen auch mit aufgeführt wird.
    Es wäre ein akt der Fairness!

  • Habe irgendwo gehört, dass der Peer im vertrauten Kreis gesagt haben soll, das beste was die Wähler/innen machen können ist mich nicht zu wählen.

  • Mazi
    ich glaube, da haben Sie Recht
    Wer schon gelich zu Beginn seines Antritts als Kandidat Steuererhöhugnen verkündet wo auch der mittlere Verdiener von betroffen wäre, nach dem Doppelpaß für Türken schreit usw., der darf sich nicht wundern

  • Man sollte den Abstand der beiden Koalitionen nicht überbewerten. Es ist gewiss nicht die Leistung von Frau Merkel, sondern eher die fehlende Glaubwürdigkeit und die Missleistung von Steinbrück, die den Unterschied begründet.

  • "eine rotrotgrüne koalition hat die spd ausgeschlossen"

    natürlich!

    sonst hätte der mindestlohn, die eingrenzung von leiharbeit, die vermögenssteuer usw. ja plötzlich eine mehrheit und das will die spd ja nun nicht wirklich, auch wenn sie damit wahlkampf macht.

    eigentlich zum lachen, wenn es nicht so traurig wäre.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%