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Politologe zu Ausländerfeindlichkeit Experte rechnet mit steigendem Fremdenhass

In Brandenburg und Baden-Württemberg brennen geplante Flüchtlingsunterkünfte, im sächsischen Heidenau randaliert der braune Mob. Und der Fremdenhass in Deutschland könnte noch zunehmen, sagt Politologe Werner Patzelt.
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Der Politikwissenschaftler Werner Patzelt, hier als Beobachter einer Pegida-Demonstration in Dresden im Februar dieses Jahres. Quelle: dpa
Werner Patzelt

Der Politikwissenschaftler Werner Patzelt, hier als Beobachter einer Pegida-Demonstration in Dresden im Februar dieses Jahres.

(Foto: dpa)

Dresden Der Politologe Werner Patzelt rechnet angesichts hoher Flüchtlingszahlen mit steigender Ausländerfeindlichkeit in Deutschland. Mit Blick auf die Ereignisse in Heidenau müsse man Schlimmes befürchten, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Patzelt sieht dabei nicht nur Sachsen im Fokus und gibt auch der Politik eine Mitschuld. Die für die „rechte politische Spielfeldhälfte zuständige CDU“ bemühe sich zu wenig darum, die Gewinnbaren vom rechten Rand an eine vernünftige Partei zu binden. „Zunächst hat sie der NPD freien Raum gelassen, später der AfD. Und so kam es, dass viele den Rechtsradikalen überlassen wurden, die zwischen der CDU und dem rechten Rand auf der Kippe standen.“

Patzelt sieht nicht, dass die islamkritische Pegida-Bewegung den Nährboden für rechtsradikale Einstellungen und Gewalt liefert: „Soeben wurde auch im weitgehend Pegida-freien Baden-Württemberg eine Flüchtlingsunterkunft abgefackelt.“

Pegida sei nicht die Ursache der grassierenden Ausländerfurcht, sondern zunächst einmal Ausdruck von Verunsicherung in einer sich tiefgreifend wandelnden Gesellschaft: „An Pegida wurde bloß offensichtlich, was da um die Einwanderungsthematik herum an Sorgen und Empörungsbereitschaft in der Gesellschaft schlummert.“

„Die meisten Sachsen identifizieren sich stark mit ihrem Land und wollen es wieder so schön haben wie vor der DDR- und Nazizeit. Dem kommt aber, wie es ihnen scheint, die Zuwanderung in die Quere, wobei sehr viele ganz besonders muslimische Migranten fürchten“, erklärte Patzelt. Derlei „Behinderung des sächsischen Wiederaufstiegs zu einem prosperierenden Land“ akzeptierten viele Menschen nicht und versuchten, bereits den Anfängen zu wehren.

Laut Patzelt empfinden viele Menschen in Sachsen Begleiterscheinungen der Einwanderung als „Entheimatung“. „Das heißt: Man bleibt zwar im eigenen Land, erkennt aber in ihm so große Veränderungen, dass man sich zunehmend heimatlos fühlt. Das empört, zumal die Leute ja nie in einer Wahl oder Volksabstimmung gefragt wurden, ob sie diesen Wandel auch wollen.

Und so richtet sich der Zorn sowohl gegen jene, die zu uns kommen, als auch gegen die, welche so gewaltige Veränderungen unserer Gesellschaft einfach zulassen“, sagte Patzelt mit Blick auf Politiker und die Befürworter einer Einwanderungsgesellschaft.

  • dpa
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16 Kommentare zu "Politologe zu Ausländerfeindlichkeit: Experte rechnet mit steigendem Fremdenhass"

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  • Der Experte meinmt. Sehe ich Experten, nur Totalversager, die Deutschland schädigen. Unsere Politiker wollen den Fremdenhass und verhalten sich so gegenüber den Deutschen. Deutsche = Pack so die SPD. Oder Hr Schröder in seiner Amtszeit: Deutsche Arbeitslose raus aus Deutschland! Wieso weighern sich unsere Politiker die Politiekr der herkunftsländer zu erpressen, wie die Flüchtlinge es mit uns machen? Wieso fordert Deutschland von den Herkunftsländer keien Entschädigung??? Lieber Deutschland vernichten, so Ihr Ziel???

  • Patzelt steht politisch eindeutig links, nicht radikal links, das merkt man sofort, obwohl er CDU-Mitglied ist (wikipedia). Was er aber sagt, ist größtenteils richtig. Vor allem, daß die Untätigkeit der Politik in Sachen Asylirrsinn für die wachsende Abneigung gegenüber Flüchtlingen, insbes. Muslimen verantwortlich ist. Daß er die AfD aber in die Nähe der NPD rückt, paßt zu seiner eher linken Denkweise.

  • ......wie man sie für den rechten Flügel der CDU erwarten würde....

    Positionen, die vor 30 Jahren von der CDU vertreten wurden. Heute müssen sie die Partei verlassen oder werden beschimpft.

  • Patzelt hat in einigen Dingen Recht. Dass aber Pegida und AfD in einen Topf mit der NPD wirft, ist völlig falsch
    Schuld an all den Zuständen derzeit hat unsere Politik, seit 10 Jahren regiert diese Merkel nach SED-Art a Volk vorbei und holt diese Leute ja geradzu hierher.
    Sie tut nichts fürs eigene Land
    Und dann die hetzerischen Grünen, die alles Deutsche hassen.
    Man kann so etwas eben nur eine kleine Weile tun, irgedwann spring dann der Deckel vom Topf.

    Ich finde es auch nicht gut, wenn Heime brennen.
    Die Leute sollten alle nach Berlin und dort zu Millionen demonstrieren, das wäre sinnvoller.
    Hirübe solle Patzelt sich mal Gedanken machen

  • @Christan Thalert

    "Ich halte es für ziemlich dreist, wenn Politologe Patzelt im Zusammenhang mit dem Problem der Ausländerfeindlichkeit die konservative AfD in einem Atemzug mit der rechtsextremen NPD nennt..."

    Ich bin schon gespannt, wann die "Koalition der Anständigen" ein Verbot der AFD aufs Tableau bringt, damit ihr bloß keine Wählerstimmen durch die Lappen gehen.

  • Ich halte es für ziemlich dreist, wenn Politologe Patzelt im Zusammenhang mit dem Problem der Ausländerfeindlichkeit die konservative AfD in einem Atemzug mit der rechtsextremen NPD nennt, und beide Parteien unter dem Label "Rechtsradikalismus" in einen Topf wirft. Die AfD ist sicherlich nicht rechtsradikal, sondern vertritt Positionen, wie man sie für den rechten Flügel der CDU erwarten würde, den es aber unter Merkel nicht mehr gibt.

  • Natürlich wollen wir nicht fremde werden im eigenen Land, noch 5 bis 10 Jahre und wir werden unsere Heimat nicht mehr wiedererkennen und nur noch geduldet sein.
    In 6 Monaten ist Landtagswahl in BW, ich werde AfD wählen, da alle anderen Parteien beschlossen haben das es egal ist was mit uns passiert.

  • Es ist nicht dr Fremdenhass. Es geht nur darum, kriminelle, faule Sozialschmarotzer intensiv zu bekämpfen. Warum weigern sich unsere Politiker diese sofort aus zu weisen, sondern fördern und unterstützen diese Leute noch mit Millionen? Warum wollen unsere Politiker den Deutschen unbedingt, gewissenlos ein schlechtes Gewissen einreden? Wieso sollen Deutsche grundsätzlich büßen für die vorsätzlichen Fehler unserer Politiker? Warum weigern sich unsere Politiker, voran die Christin Merkel , die Ursachen zu bekämpfen, die in den Herkunftsländer liegen? Wo ist die Anklage gegen die Herkunftsländer?. Warum lässt die Christin Merkel zu, daß immer mehr Islamgläubige ins Land kommen bzw. geholt werden um den Mordauftrag: Tötet Andersgläubige aus zu führen? Kann Frau Merkel nicht anders Selbstmord begehen???

  • Alle große Zeitung schreien auf, weil eine Unterkunft abfackelt. Doch kener fragt warum das passiert. Keiner schreibt, wie sich Anwohner in der Nähe von so einer Unterkunft sich fühlen. Immer werden die armen Flüchtlinge in den Vordergrund gestellt. Hier mal die Realität in Ellwangen Erstaufnahmestelle (Ba-Wü): Die Einrichtung ist für 500 ausgelegt. Momentan sind dort 2000 Flüchtlinge. Hat einer auch nur einen Reporter da gesehen? Nein... Warum? Deswegen: Morgens pilgern diese Flüchtlinge ins die Stadt. Auf dem Parkplatz vom Edeka: Eine Frau brachte ihren Einkaufswagen nach getätigten Einkauf zurück, vergaß aber ihr Auto abzuschließen. Ruck zuck saßen 3 Flüchtlinge drinnen und wollten zur Unterkunft zurück. Erst die Polizei schaffte für Ordnung! Mittlerweile ist der Edeka geschlossen. Die Deutschen blieben weg, und es wurde im Laden zu viel geklaut.
    Am Bucher See nicht weit weg, kann man als Deutscher nicht mehr hin, denn dieser wird von Flüchtlingen belagert. Eine dt. Frau ging mit ihrer Tochter dort spazieren. Sie fühlte sich dermaßen unwohl, weil die Männer ihr und ihrer Tochter intim nachgafften.
    Und wenn man das alles so mitbekommt.... Plus dass so ein Flüchtling mit Familie 1400€ pro Monat erhalten. Fürs nix tun. bzw klauen, angrabschen, spät Abend laut sein... Ja, wer will da so eine Unterkunft in seiner Nähe haben?
    Und jedes Land um uns macht dicht, bzw lässt nach Deutschland durchreisen. Unsere Politiker machen nix, eher die Tore noch weiter auf.

  • Leider leben unsere Politiker in einer Parallelgesellschaft, die Diskussion um die Flüchtlinge interessiert die Menschen brennend. Wir leben jedoch weit entfrent von Meinungsfreiheit, zur Meinungsfreiheit gehört fundamental auch der Respekt vor der Meinung andersdenkender, und ich sehe nirgendwo auch nur den Ansatzpunkt eines Respekts vor dem was andere die nicht politisch Korrekt denken, sagen und veröffentlichen und das fehlt uns dringend.
    Die Menschen merken das und ich sage voraus, es werden immer mehr. Die Leute lassen sich nicht länger für dumm verkaufen und sie lassen sich nicht länger zum schweigen bringen
    Die Menschen sind nicht mehr bereit sich von der politischen Klasse und besonders Arroganten neuen Jacobinern in den Medien den Mund verbieten zu lassen. Ich befürchte, das man die Flüchtlinge als eine Art Ventil für den angestauten Volkszorn missbraucht.

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