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Porträt Bärbel Höhn: Viel Feind, viel Ehr

Viel Feind, viel Ehr: Wenn dieser Satz auf einen Politiker in NRW zutrifft, dann sicher auf Bärbel Höhn. Die grüne Umweltministerin amtiert seit zehn Jahren und trotzte Angriffen von Opposition und Koalitionspartner SPD.
Bärbel Höhn. Bild: dpa

Bärbel Höhn. Bild: dpa

HB DÜSSELDORF. Bärbel Höhn (Grüne) verkörpert das Auf und Ab der rot-grünen Regierung in Nordrhein-Westfalen. Den einen gilt die Umweltministerin als Garant des Bündnisses, den anderen als Ursache vieler Koalitionsquerelen. CDU und FDP sehen in ihr das personalisierte Investitionshindernis in NRW.

Ein klares Profil hat sich Höhn auf jeden Fall erarbeitet. Selbst Konflikten mit Außenminister Joschka Fischer, wie beim Kosovo-Krieg, oder mit ihrer Berliner Amts- und Parteikollegin Renate Künast, mit der sie einst über die richtige Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche stritt, geht sie nicht aus dem Weg.

Die 52-Jährige ist seit Bildung der rot-grünen Koalition vor zehn Jahren Umweltministerin - und damit gemeinsam mit Bauminister Michael Vesper das am längsten ununterbrochen amtierende grüne Kabinettsmitglied in Deutschland. Mehrfach stand Höhn im Mittelpunkt schwerer Koalitionskonflikte, etwa beim Braunkohlentagebau Garzweiler II. Jedes Mal gelang es ihr aber, die Parteibasis vom Bruch der Koalition abzuhalten.

Versuche der SPD, Höhn loszuwerden, sind immer wieder gescheitert. Vor fünf Jahren musste sie zwar die Landesplanung - unter anderem für die Genehmigung des umstrittenen Braunkohlenabbaus - abgeben. Dafür erhielt die die Zuständigkeit für den Verbraucherschutz, den sie seitdem mit feinem Gespür für öffentlichkeitswirksame Themen nutzt. Ihr konsequenter Einsatz bei Themen wie BSE oder Dioxin brachten ihr zusätzliche Popularität ein.

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