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Präsidenten-Poker Union muss Karten auf den Tisch legen

Formal machtlos, aber durchaus einflussreich: Das Amt des Bundespräsidenten ist das höchste im Staat, und die Erwartungen der Bürger sind hoch. Deshalb ist die Suche nach einem geeigneten Kandidaten auch so schwierig.
04.11.2016 - 16:41 Uhr
Nachdem er seinen Verzicht auf eine zweite Amtszeit bekannt gegeben hat, stellt sich nun die Frage, wer sein Nachfolger wird. Quelle: dpa
Bundespräsident Joachim Gauck

Nachdem er seinen Verzicht auf eine zweite Amtszeit bekannt gegeben hat, stellt sich nun die Frage, wer sein Nachfolger wird.

(Foto: dpa)

Berlin Noch sind es drei Monate bis zur Wahl des nächsten Bundespräsidenten, und von Zeitdruck zu sprechen wäre übertrieben. Aber es sind auch schon fünf Monate vergangen, seit Joachim Gauck seinen Verzicht auf eine zweite Amtszeit im Schloss Bellevue erklärt hat. Seitdem sind viele Namen durchgespielt und einige verbrannt worden. Am Sonntag wollen Union und SPD einen neuen Versuch unternehmen, doch noch einen gemeinsamen Kandidaten zu finden. Erfolgsaussichten höchst ungewiss.

Nachdem SPD-Chef Sigmar Gabriel seinen populären Parteikollegen und Außenminister Frank-Walter Steinmeier als besten denkbaren Bewerber präsentiert hat, sind Kanzlerin Angela Merkel und die Union unter Druck. Bei der SPD können sie dem Präsidenten-Poker im Kanzleramt entsprechend gelassen entgegensehen.

Gabriel hat es der Union mit seinem öffentlichen Vorpreschen für Steinmeier nicht leicht gemacht. Um ihn als gemeinsamen Vorschlag mitzutragen, hätten CDU und CSU ihn wohl auch mitverkünden müssen. Nun sind jene Unionspolitiker intern in Stellung gegangen, die auf einen eigenen Kandidaten pochen. Nach dem Motto: Jetzt erst recht.

In Teilen von CDU und CSU wird eindringlich davor gewarnt, bei der Bundespräsidentenwahl am 12. Februar ein schwarz-rotes Signal für die Bundestagswahl zu geben. Viele Bürger hätten genug von der großen Koalition. Die Union müsse einen eigenständigen Kurs fahren.

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