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Pressebriefing RKI-Chef Wieler: Delta-Mutante wird spätestens im Herbst in Deutschland dominierende Variante sein

Warnung vom RKI: Es ist nicht die Frage, ob Delta die führende Corona-Variante wird, sondern wann. Wie dramatisch die Folgen werden, hänge vom Verhalten der Bevölkerung ab.
18.06.2021 - 11:10 Uhr Kommentieren
Der Forscher appelliert an die Bevölkerung, die Schutzmaßnahmen weiterhin einzuhalten. Quelle: Reuters
RKI-Chef Lothar Wieler

Der Forscher appelliert an die Bevölkerung, die Schutzmaßnahmen weiterhin einzuhalten.

(Foto: Reuters)

Berlin, Düsseldorf Die Corona-Lage in Deutschland hat sich deutlich entspannt: Trotz Lockerung der Maßnahmen sinken die Fallzahlen kontinuierlich. An diesem Freitag meldete das Robert Koch-Institut (RKI) mit 1076 Neuinfektionen gut 1300 Fälle weniger als in der Vorwoche, die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist mittlerweile auf 10,3 gesunken.

Die als besonders ansteckend geltende Delta-Variante macht in der Bundesrepublik derzeit dem RKI zufolge nur einen Anteil von sechs Prozent aus. Doch das wird sich laut RKI-Chef Lothar Wieler in ein paar Wochen ändern.

Spätestens im Herbst wird die Mutante des Coronavirus, die zuerst in Indien festgestellt wurde, in Deutschland die vorherrschende Variante sein, sagte der Forscher an diesem Freitag in der Bundespressekonferenz. Wieler informierte dort mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) über die Corona-Lage und den Stand der Impfkampagne.

Wann sie Überhand nehme, hänge davon ab, inwieweit die Corona-Schutzmaßnahmen eingehalten würden. „Wichtig ist daher, dass wir die Ansteckungen jetzt unten halten“, sagte er.

Und dass die Impfkampagne voranschreitet – und ein möglichst großer Teil der Bevölkerung über den vollständigen Schutz verfügt. Bei einer vollständigen Impfung werden laut Wieler schwere Krankheitsverläufe abgewendet, bei einer unvollständigen Impfung werde die Virusvariante weiterhin übertragen.

Impfangebot bis Ende Juli

Bei der Impfkampagne hat Deutschland einen weiteren Meilenstein erreicht: Jeder zweite Bürger (50,1 Prozent) hat laut Spahn bisher mindestens eine erste Dosis erhalten. Vollständig geimpft sind 24,66 Millionen Menschen, also 29,6 Prozent der Bevölkerung.

Der CDU-Politiker bekräftigte, dass alle Impfwilligen bis Ende Juli ein Angebot allein mit den Impfstoffen der Hersteller Biontech/Pfizer und Moderna bekommen sollen – der Rückschlag bei den Wirksamkeitsdaten des Herstellers Curevac habe keinen Einfluss auf die Kampagne. Weitere erwartete Lieferungen von Astra-Zeneca und Johnson & Johnson kämen als eine Art Sicherheitspuffer hinzu.

Wieler und Spahn besorgt über Ausbreitung der Delta-Variante

Ralf Franke, Leiter des Gesundheitsmanagements bei Siemens, berichtete in der Bundespresskonferenz über den Start der Impfungen im Konzern. Die Bereitschaft der Belegschaft sei sehr groß, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Vor allem durch die Gruppendynamik habe man mehr Impfbereitschaft unter den Mitarbeitern erreichen können, berichtete Franke. In der vergangenen Woche habe das Unternehmen 6000 Impfdosen erhalten.

Bundesweit impfen derzeit 5000 bis 6000 Betriebsärzte gegen Sars-Cov-2. Derzeit würden in den deutschen Betrieben wöchentlich etwa 700.000 Dosen gespritzt.

Der digitale Impfpass ist in Deutschland sehr gefragt: Laut Spahn sind bislang 18,3 Millionen digitale Impfzertifikate erstellt worden. Der EU-weite digitale Impfpass habe weltweit eine Vorbildfunktion, so der Minister. Einen einheitlichen Pass hätten noch nicht einmal die USA. Er zeigte jedoch Verständnis für die Kritik, dass es bislang noch nicht gelungen ist, EU-weit einheitliche Kriterien aufzustellen, für wen der Impfpass gelte. „Und das ist ein Problem.“

Mit Agenturmaterial

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