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„Privat vor Staat“ FDP kritisiert Mautpläne des Verkehrsministeriums scharf

Verkehrsmister Scheuer behält Toll Collect in staatlicher Hand und erntet deshalb massive Kritik von der FDP. Die wirft ihm Tricksereien vor.
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Zunächst sollte das Maut-System Toll Collect privatisiert werden, Verkehrsminister Scheuer machte allerdings einen Rückzieher. Quelle: dpa
Maut

Zunächst sollte das Maut-System Toll Collect privatisiert werden, Verkehrsminister Scheuer machte allerdings einen Rückzieher.

(Foto: dpa)

BerlinDer FDP-Verkehrspolitiker Oliver Luksic hat Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) Tricksereien bei der Pkw- sowie Lkw-Maut vorgeworfen. Luksic sagte der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch: „Es stellt sich heraus, dass das Lieblingsprojekt Pkw-Maut des Verkehrsministers vor dem Scheitern war und man deswegen Toll Collect verstaatlichen will, um den vorgegeben Haushaltsrahmen für die Pkw-Maut nicht zu sprengen.“ Deswegen wolle Scheuer „Synergien“ nutzen.

Scheuer hatte am Dienstag angekündigt, dass die Lkw-Maut auf Autobahnen und Bundesstraßen in staatlicher Regie bleibt und nicht wieder an einen privaten Anbieter vergeben wird. Der direkte Betrieb durch den Bund sei unter den aktuellen Rahmenbedingungen wirtschaftlicher.

Der Bund setze auch auf günstige Effekte im Verbund mit der geplanten Pkw-Maut – bestehende Kontrollbrücken und Einbuchungsterminals für die Lkw-Maut könnten teilweise für die Pkw-Maut mitgenutzt werden, die im Oktober 2020 auf Autobahnen und Bundesstraßen starten soll. Die 2016 gestartete Suche nach einem neuen Anbieter wurde deswegen gestoppt, die Betreibergesellschaft Toll Collect soll nun dauerhaft in Bundesbesitz bleiben.

Luksic sagte: „Das Betreiben von Maut-Systemen ist keine hoheitliche Aufgabe, hier sollte Privat vor Staat gelten.“ Scheinbar wolle Scheuer durch die Verstaatlichung von Toll Collect die Pkw-Maut retten. „Dann muss er aber auch für die damit einhergehenden wirtschaftlichen Risiken gerade stehen.“

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