Protestzug in Heidelberg Streiks an Unikliniken in Baden-Württemberg

HB HEIDELBERG. Mit einem Protestzug in Heidelberg haben Krankenschwestern, Techniker und Laborassistenten am Mittwoch einen unbefristeten Streik an den vier Universitätkliniken in Baden-Württemberg begonnen. Nahezu 1000 Beschäftigte zogen nach Angaben eines Sprechers der Gewerkschaft Verdi über das Klinikgelände und forderten für die laufenden Tarifverhandlungen ein besseres Arbeitgeberangebot für die 25 000 nicht-ärztlichen Angestellten.

An den Häusern in Heidelberg, Ulm, Freiburg und Tübingen wird mit mehreren tausend Streikenden gerechnet. Nach Gewerkschaftsangaben sollen unter anderem OP-Bereiche lahm gelegt werden. Während des Ausstandes soll nach Angaben von Verdi eine Notversorgung eingerichtet werden. Die Ärzte nehmen nicht an dem Ausstand teil.

Vergangene Woche hatten 92,5 % der Gewerkschaftsmitglieder für einen Arbeitskampf gestimmt. Die Gewerkschaft fordert den Erhalt der 38,5-Stunden-Woche und tabellenwirksam 50 € mehr im Monat für ein Jahr. Die Arbeitgeber, die Verhandlungsgemeinschaft der Krankenhäuser, wollen die 40- Stunden-Woche durchsetzen und bieten Einmalzahlungen von jeweils 300 € für die Jahre 2005 bis 2007 an. Nach Berechnungen von Verdi bedeutet das Angebot der Arbeitgeber einen Einkommensverlust von sieben bis neun Prozent. Die Arbeitgeber bestreiten dies.

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