Putin und der Biker-Club Der russische Bär und seine Wölfe

Angeblich sind sie nicht politisch. Und doch zeigen sie sich an der Seite von Kremlchef Putin: der russische Biker-Club „Die Nachtwölfe“. Jetzt planen die Biker eine Tour auf den Spuren der Sowjetarmee – bis nach Berlin.
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Kremlchef Putin hat es ausprobiert: Motorradfahren mit dem Biker-Club „Die Nachtwölfe“. Quelle: AFP

Kremlchef Putin hat es ausprobiert: Motorradfahren mit dem Biker-Club „Die Nachtwölfe“.

(Foto: AFP)

MoskauDer russische Biker-Club „Die Nachtwölfe“ will auf einer Motorradtour von Moskau quer durch Ost- und Mitteleuropa bis nach Berlin den Weg der Sowjetarmee am Ende des Zweiten Weltkriegs nachfahren. „Ziel ist es, das Andenken an diejenigen zu ehren, die beim Kampf gegen den Faschismus gefallen sind“, sagte Organisator Andrej Bobrowski am Montag der Nachrichtenagentur AFP.

Durch die Motorradtour, die am 25. April beginnen und am 9. Mai, dem in Russland begangenen Jahrestags des Kriegsendes, in der deutschen Hauptstadt enden soll, wollen die Biker demnach die „guten Beziehungen“ zwischen Russland und den durchquerten Ländern stärken. Besucht werden sollen dabei außer Deutschland noch Weißrussland, Polen, Tschechien, die Slowakei und Österreich.

Putin spielt, Putin trifft, alle jubeln
Tradition verpflichtet
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Bei der alljährlichen Gala der „Night Ice Hockey League“ wagte sich der russische Präsident auch 2017 wieder auf das Eis in Sotschi. Dabei machte er eine durchaus athletische Figur.

Erfolgreiches Team
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Zusammen mit anderen russischen Politikern und Sportlern spielte Putin in einem Team – und das recht erfolgreich.

Höchste Konzentration
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Sieben Mal beförderte der Präsident den Puck in das Tor der Gegner. In diesem Moment steht er noch senkrecht auf dem Eis...

Auf dem Boden der Tatsachen
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... doch Sekunden später liegt der Präsident am Boden. Ernsthaft verletzt hat sich Putin dabei aber nicht.

Auf Erfolgskurs
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Schon kurze Zeit später trifft Putin erneut ins Tor der Gegner. Traditionell läuft der Präsident bei den Eishockey-Spielen mit Trikotnummer 11 auf.

Lieblingssport
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Bereits 2014 stand der mittlerweile 64-jährige Staatschef für die „Night Ice Hockey Liga“ auf dem Platz. Eishockey zählt zu den Lieblingssportarten des Präsidenten.

Das Allstar-Team
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Auch dem Show-Spiel, das parallel zur Eishockey-Weltmeisterschaft stattfand, landete Putin einige Treffer für sein Team.

Die Nachtwölfe zeigen sich zwar regelmäßig an der Seite von Russlands Präsident Wladimir Putin, streiten aber jedes politische Engagement ab. „Wir sind keine Historiker, aber wir wollen die hunderttausenden von Zivilisten nicht in Vergessenheit geraten lassen, die im Krieg gestorben sind“, sagte Bobrowski. Er erwarte deshalb von allen, ihnen bei ihrer Aktion zu helfen, selbst von jenen, die diese nicht respektierten.

Der kurz vor Zusammenbruch der Sowjetunion 1989 gegründete Club zählt in deren Nachfolgestaaten heute rund 5000 Mitglieder. Die Biker waren bisher unter anderem kurz nach der Annexion durch Russland auf der Schwarzmeer-Halbinsel Krim unterwegs und tauchten auch schon in der Separatistenhochburg Lugansk in der umkämpften Ostukraine auf. Einige der Rocker entschieden sich dabei, gleich vor Ort zu bleiben und die Separatisten bei ihrem Kampf gegen Kiew zu unterstützen.

„Mit wehenden russischen Flaggen“
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5 Kommentare zu "Putin und der Biker-Club: Der russische Bär und seine Wölfe"

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  • Nachtrag
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    Die "Nachtwölfe" positionieren sich als eine Art Leibgarde von Präsident Wladimir Putin. Sie haben nicht nur die Annexion der Krim gefeiert, Mitglieder des Klubs kämpfen auch aufseiten der prorussischen "Volksrepubliken" in der Ostukraine gegen Kiews Truppen.

    Gegen den Anführer der 5000-Mann-starken "Nachtwölfe", Alexander Saldostanow, sind deshalb Sanktionen verhängt worden. Allerdings nur vonseiten der USA. In die EU und damit auch nach Berlin aber könnte Saldostanow ohne Probleme einreisen.

  • Putins Rudel
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    Russische Biker wollen am 9. Mai in Berlin den "Tag des Sieges" über Hitlerdeutschland feiern. Die "Nachtwölfe" sind mehr als ein Motorradklub: Ihr Anführer preist Stalingrad als "heilig wie Jerusalem" und schüchtert in Moskau die Opposition ein.

    In Polen formiert sich breiter Widerstand, "Keine Durchfahrt für die Banditen" fordern auf Facebook bereits mehr als 10.000 Polen, und in Deutschland warnen die Medien vor dem Ansturm der "rechten Rocker" aus Russland.

  • Interessanter Artikel.
    Da läßt sich ja das Kopf-kino gar nicht mehr stoppen.
    Ich stelle mir gerade Frau Merkel und Hr. Gauck in Lederklamotten Richtung Griechenland fahrend vor. Im Schlepptau sozusagen im Beiwagen unseren Finanzminister den Weg des Deutschen Geldes abfahrend. Hierbei darf man nicht vergessen den Umweg über die Banken zu nehmen.
    Wo ist eigentlich Flinten-Uschi. Die hat ja seitdem sie die Landesoberverteidigerin ist zumindest das richtige Outfit…..
    Dieser Artikel müßte prämiert werden als Vorlage für eine Satire.


    Sehr gut HB
    Sehr lobenswert und gekonnt.

  • Putin ist eben eine Taube und kein Falke.

  • Dass Putin auf einem Trike, also Dreirad sitzt, ist das Gegenteil einer Macht-Geste. Sowas fahren nur Möchtegern-Biker, die Angst haben umzufallen.

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