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Reaktion auf harsche Kritik aus der Union Merkel jetzt doch für große Steuerreform

CDU-Parteichefin Angela Merkel hält entgegen früherer Äußerungen jetzt offenbar doch eine große Steuerreform noch in diesem Jahr für möglich.

HB BERLIN. Es liege jetzt an Bundeskanzler Gerhard Schröder und Finanzminister Hans Eichel (beide SPD), ob es in diesem Jahr noch zu einer großen Reform komme, sagte Merkel der "Bild"-Zeitung. "Jetzt ist die Regierung am Zug", betonte die CDU-Chefin: "Wir wollen einen großen Entwurf und keine Flickschusterei im bisherigen System."

Am Wochenende hatte Merkel noch gesagt, sie erwarte für das laufende Jahr keine umfassende Steuerreform mehr, da der Bundeskanzler nicht genügend Kraft und Kreativität habe, um ein solches Vorhaben durchzusetzen.

Diese Äußerung war auf scharfe Kritik aus den eigenen Reihen gestoßen. Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) sagte der Tageszeitung "Die Welt", die Chance für eine Reform des maroden Steuersystems sei nie größer als jetzt gewesen. CSU-Chef Edmund Stoiber betonte, er sehe noch alle Chancen, den Reformstart in diesem Jahr doch zu schaffen. Auch Merkels Stellvertreter in der CDU, Jürgen Rüttgers, und der stellvertretende Unionsfraktionsvorsitzende Friedrich Merz hatten die Haltung der CDU-Chefin kritisiert. Merkel schade damit dem sich anbahnenden konjunkturellen Aufschwung.

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