Reaktionen auf Pegida bei Jauch „Die Anbiederung an Pegida hat begonnen“

Kathrin Oertels erster TV-Auftritt ist erst wenige Stunden her, schon reißen die sozialen Netzwerke ihn auseinander. Bei Twitter überwiegt die Kritik – auch an Moderator Günther Jauch.
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Kathrin Oertel hat geredet. Die Reaktionen im Internet dürften der Pegida-Chefin nicht gefallen.

Kathrin Oertel hat geredet. Die Reaktionen im Internet dürften der Pegida-Chefin nicht gefallen.

Düsseldorf/BerlinNicht nur Pegida bekommt am Sonntagabend sein Fett weg. Bereits während der Sendung von Günther Jauch, in dem Pegida-Sprecherin Kathrin Oertel sich zum ersten Mal einer Talkrunde gestellt hat, kritisieren Twitter-Nutzer ihr Auftreten – und das von Jauch. Er habe ihr nicht genug die Stirn geboten, sei zu weich gewesen, zu lieb, zu „kuschelig“.

Unter den Hashtags „#Jauch“ oder „#Jauch Pegida“ haben Nutzer ihre Meinung zu der Talk-Show getwittert. Aufgefallen ist: Hier gibt es – im Gegensatz zu Facebook – wenige Pro-Pegida-Stimmen. Kritik und Häme überwiegen.

So erklärte der Grünen-Fraktionsvize Konstantin von Notz via Twitter, es sei „zum Erbrechen“, dass nun der Rechtspopulismus Einzug in die Debatten hierzulande finde. Bernd Riexinger, Chef der Linkspartei ,äußerte seine Zweifel, ob „es richtig ist, mit Gebührengeldern rechte Hetze und Fremdenhass salonfähig zu machen“. Er schlug vor, in der nächsten Jauch-Sendung „über die berechtigten Sorgen von Flüchtlingen zu sprechen, vom Mob ermordet zu werden“.

Weitere kritische Tweets, unter anderem von Jürgen Trittin:

Facebook: „Pegida“ versus „Pegida#watch“
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45 Kommentare zu "Reaktionen auf Pegida bei Jauch: „Die Anbiederung an Pegida hat begonnen“"

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  • Die Sendung war von Herrn Jauch sehr gut moderiert. Herr Spahn hat auf mich sehr aufdringlich mit seiner "Überzeugungsarbeit" gewirkt. Wie ein junger Karrierist, der etwas in seiner Partei erreichen will. Frau Oertel hat sich sehr zurückgehalten.
    Dennoch würde ich der Mehrheit von PEGIDA Märschen raten, sich unter einen anderen Namen zu versammel oder die Buchstaben mit einer anderen Bedeutung zu versehen . Dieser Name der Bewegung sollte die große Anzahl Menschen mit Ihrer zum Teil sehr berechtigten Gesellschaftskritik ohne den Anstrich der Ausländerfeindlichkeit unter einem Dach versammeln. Von dem "Verbot" von Demonstrationen halte ich nichts und finde dies einer Demokratie nicht würdig. Ich hoffe es gibt eindeutige Beweisgründe von einem Anschlag auf Pegida in Dresden, ansonsten wäre das ein unglaublicher Angriff auf die demokratischen Grundrechte der Bürger.
    Mir hat der Satz gefallen "man muss sich wieder besser zuhören". Übrigens würde ich das Herrn Spahn raten. Er hätte, was das betrifft, etwas von Herrn Thierse lernen können. Eine Verteufelung von Pegida und AFD hilft nicht und führt zu einer starken Gegenreaktion und Polarisierung. Demokratie muss gelebt werden, da hilft auf der einen Seite keine Machtbesessenheit und auf der anderen Seite kein Trotz-verhalten.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Es ehrt das Handelsblatt, ohne Zensur auch Medienkritische Stellungnahmen zu veröffentlichen, das Unwort wäre wohl nie entstanden, wenn es der Großteil der wettbewerber ähnlich halten würde. danke für die meinungfreihet.

  • Herr Lafontaine hat sich einmal mit der Presse angelegt, hierbei sicherlich unpassend, nur es wurde ihm nie verziehen. Ähnliches scheint sich bei Pegida aufzutun. Verständlich dass das Wort "Lügenpresse" harter Tobak ist, auch Herr Ulfkotte ist hier nicht angenehm. Dennoch wäre etwas mehr Demut von der Riege der Journalisten zu erwarten, als dies zur Zeit erkennbar ist. Zuviele treten nicht als objektive (soweit möglich) Berichterstatter, sondern als Volksbelehrer und Erzieher auf. Abgesehen von der gnadenlosen Selbstüberschätzung leidet ganz offensichtlich die Qualität durch das gezielte (?) Vermischen von Bericht und Kommentar. Auch das Wort Objektivität erscheint in vielen Medien ein Fremdwort zu sein, wenn man etwa bei Energie und Klimathemen seit Jahren nur mehr "Experten" der grünen Fraktion hört, andere Meinungen scheint es nicht zu geben. In den USA ist dies etwa im privaten Fernsehen deutlich anders als inbesondere in den "Qualitätsmedien" des öffentlichen Rundfunks. Dass die deutsche Medienlandschaft im Gegensatz zu den Angelsachsen Bettgeschichten der Politiker ignoriert ist wohl zu akzeptieren, aber müss "Political Correctness" von zu vielen "anständigen" Journalsten hochgejubelt werden, auch dann wenn es dem gesunden Menschenverstand offensichtlich widerspricht. Es wäre also angezeigt weniger über den Begriff "Lügenpresse" zu maulen als durch gute Berichterstattung diesen Begriff für die geneigten Leser ad absurdum zu führen.

  • "...Rentner vor Altersarmut und Mittelständler mit Abstiegssorgen...."
    Da sehe ich mich sicher nicht (o:) , sondern eher als jemand, der sich wirklich Gedanken um die Zukunft dieses Landes macht und der eine nochmalige starke Steigerung der migrationsbedingten Kriminalität beobachtet...

  • GENAU! Aber das geht nicht mehr. Leider wurde sie noch gedrängt, sich von den eingespielten Kommentaren des echten "Volkes" zu distanzieren. Obwohl alles einfache Tatsachenbeschreibungen waren.

  • Hinter Pegida verstecken sich doch in erster Linie Menschen mit Existenzängsten wie Rentner vor Altersarmut und Mittelständler mit Abstiegssorgen. Die Politik sollte endlich die Sorgen dieser Leute ernst nehmen. Aber mit fetten Pensionen im Rückhalt ist es diesen Kreisen wichtiger, ihre Privilegien und Besitzstände zu verteidigen.

  • Wo ist eigentlich die Claudia, irgendwie vermisse ich die Betroffenheitsbeauftragte der Grünen, hockt wahrscheinlich in der Türkei rum, die möge ja hässliche Weiber.

  • Twitter=Kotzbrocken
    Kaum lesbar und ohne Sinn!

  • Wer in "Twitter" das Maß aller Dinge sieht, muß schon sehr weit links von der Demokratie und dem Berufschaotentum sehr nahe stehen...

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