Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Reaktionen auf Trump „Haltung bewahren, selbstbewusst agieren“

Seite 2 von 4:
BMW trotzt Trump-Drohungen
Das Trump-Interview in Zitaten
Trump über Deutschland und die Flüchtlingskrise
1 von 10

„Ich will es nicht so machen wie Deutschland. Dabei habe ich große Achtung vor Merkel, das muss ich sagen. Ich habe große Achtung vor ihr. Aber ich finde, es war sehr unglücklich, was passiert ist. Sie wissen, dass ich Deutschland liebe, weil mein Vater aus Deutschland stammt, und ich will mich nicht in einer ähnlichen Situation wiederfinden. Wie ich das sehe, haben wir genug Probleme.“

(Foto: AP)
Trump über Angela Merkel
2 von 10

„Wie schon gesagt, ich hatte großen Respekt für sie. Ich hatte das Gefühl, sie ist großartig, eine großartige Anführerin. Aber ich finde, sie hat einen äußerst katastrophalen Fehler gemacht, und zwar, all diese Illegalen ins Land zu lassen.“

(Foto: Reuters)
Trump über seine Lösung für die Flüchtlingskrise
3 von 10

„Ich finde, wir hätten Sicherheitszonen in Syrien einrichten sollen, das wäre wesentlich billiger gewesen. Und die Golfstaaten hätten dafür zahlen sollen, die haben doch schließlich Geld wie kaum ein anderer. Das Ganze wäre wesentlich billiger gewesen als das Trauma, das Deutschland jetzt durchmacht.“

(Foto: AP)
Trump über die Ursachen der Flüchtlingskrise
4 von 10

„Schauen Sie, diese ganze Geschichte hätte nie passieren dürfen. Der Irak hätte gar nicht erst angegriffen werden dürfen, stimmt's? Das war eine der schlechtesten Entscheidungen, möglicherweise die schlechteste Entscheidung, die in der Geschichte unseres Landes je getroffen wurde. Wir haben da etwas entfesselt - das war, wie Steine in ein Bienennest zu schmeißen. Und nun ist es einer der größten Schlamassel aller Zeiten. Ich habe mir gerade etwas angesehen ... oh, das darf ich Ihnen gar nicht zeigen, weil es geheim ist ... Aber ich habe mir gerade Afghanistan angesehen. Wenn man sich da die Taliban anschaut - das sind verschiedene Farben -, dann ist das jedes, jedes Jahr mehr, mehr, mehr. Und da sagt man sich: Was ist da los?“

(Foto: dpa)
Trump über die Nato
5 von 10

„Die Nato hat Probleme. Sie ist obsolet, weil sie erstens, wie Sie wissen, vor vielen, vielen Jahren entworfen wurde. Zweitens zahlen die Länder nicht das, was sie zahlen müssten. [...] Sie ist aber obsolet, weil sie sich nicht um den Terrorismus gekümmert hat. Abgesehen davon ist mir die Nato aber sehr sicher.“

(Foto: dpa)
Trump über die Europäische Union
6 von 10

„Ich glaube nicht, dass das für die USA eine große Rolle spielt. Ich habe nie geglaubt, dass das von Bedeutung ist. Schauen Sie, zum Teil wurde die Union gegründet, um die Vereinigten Staaten im Handel zu schlagen, nicht wahr? Also ist es mir ziemlich egal, ob sie getrennt oder vereint ist, für mich spielt es keine Rolle.“

(Foto: AFP)
Trump über den Atom-Deal mit dem Iran
7 von 10

„Ich bin über das Iran-Abkommen nicht glücklich, ich finde, es ist eines der schlechtesten Abkommen, die je getroffen worden sind. Es ist eines der dümmsten Abkommen, die ich je gesehen habe, eines der dümmsten im Sinne eines Geschäfts.“

(Foto: AP)

BMW trotzt derweil Trumps Drohung und stellte klar, an seinen Plänen für ein Werk in Mexiko festzuhalten. „Die BMW Group ist in den USA zuhause“, erklärte das Unternehmen am Montag in München. In dem Werk in San Luis Potosí in Mexiko werde von 2019 an die BMW 3er Limousine gebaut. „Die Produktion ist für den Weltmarkt bestimmt. Somit wird das Werk in Mexiko die bisherigen 3er-Prouktionsstätten in Deutschland und China ergänzen“, so das Unternehmen.

Bei den Präsidenten der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute lösten die Trump-Drohungen große Besorgnis vor einem Handelskrieg aus. „Donald Trump hat Deutschland wegen seiner großen Exportüberschüsse nun nach China und Mexiko zum dritten Kontrahenten im Handelskonflikt gemacht“, sagte Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung in Berlin dem Handelsblatt und warnte: „Mit einem Handelskonflikt wird ein Präsident Trump den USA Schaden zufügen.“

Denn viele Teile in deutschen Produkten, auch in Autos, würden in den USA produziert. Allerdings habe Deutschland in einem Handelskonflikt mit den USA noch viel mehr zu verlieren. „In Deutschland hängen sehr viel mehr der Jobs von den Exporten ab, als in den USA“, sagte Fratzscher. Der Institutschef empfiehlt: „Deutschlands Botschaft an Donald Trump sollte sein: Sie schaden den USA mit einem Handelskonflikt. Und: wenn Sie wollen, dass mehr Chevrolets in Deutschland fahren, müssen die US-Amerikaner bessere Autos bauen.“
Der Präsident des Ifo Instituts für Wirtschaftsforschung, Clemens Fuest, setzt dagegen auf Deeskalation. Trump sei offenbar daran gelegen, sich in der Öffentlichkeit als Beschützer von US-Industriearbeitsplätzen darzustellen. Diese öffentliche Darstellung sei noch nicht das Gleiche wie deren Umsetzung, sagte er dem Handelsblatt. Er empfiehlt: „Man sollte in der öffentlichen Debatte auf Deeskalation setzen und im nichtöffentlichen Dialog klarmachen, dass Sanktionen gegen deutsche oder sonstige europäische Hersteller Gegenmaßnahmen nach sich ziehen werden.“

Top-Ökonomen warnen vor Handelskrieg
Seite 1234Alles auf einer Seite anzeigen

0 Kommentare zu "Reaktionen auf Trump: „Haltung bewahren, selbstbewusst agieren“"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote