Reaktionen Wagenknecht preist Chávez' Arbeit

Washington reagiert verhalten, Moskau spricht von einer Tragödie. Und die deutschen Linken preisen das Wirtschaftsmodell des verstorbenen venezolanischen Staatschefs Chávez als wegweisend.
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Die Linke Sahra Wagenknecht genießt in Geld-Angelegenheiten das Vertrauen des Hauptgeschäftsführers des deutschen Bankenverbands. Quelle: dpa

Die Linke Sahra Wagenknecht genießt in Geld-Angelegenheiten das Vertrauen des Hauptgeschäftsführers des deutschen Bankenverbands.

(Foto: dpa)

BerlinStaatstrauer in Kuba, Argentinien und Iran – Hoffnung auf ein neues Kapitel in den USA: Der Tod von Hugo Chávez hat eine große Bandbreite von Reaktionen gefunden. Der venezolanische Präsident erweist sich auch darin als eine der schillerndsten politischen Persönlichkeiten der jüngsten Vergangenheit.

US-Präsident Barack Obama bekräftigte das Interesse Washingtons an „der Entwicklung konstruktiver Beziehungen mit der venezolanischen Regierung“. Der kanadische Ministerpräsident Stephen Harper wurde deutlicher: Er hoffe, dass die Venezolaner sich nun eine „bessere, glänzendere Zukunft gründend auf den Prinzipien Freiheit, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Respektierung der Menschenrechte“ bauen könnten.

Der russische Uno-Botschafter Witali Tschurkin bezeichnete Chávez' Tod als eine Tragödie: „Er war ein großer Politiker für sein Land, Lateinamerika und die Welt.“ Chávez habe eine sehr wichtige Rolle bei der Entwicklung der venezolanisch-russischen Beziehungen gespielt. Venezuela ist einer der wichtigsten lateinamerikanischen Handelspartner Russlands, unter Chávez waren Waffenlieferungen aus Russland erhöht und die militärische Kooperation zwischen beiden Ländern intensiviert worden.

Ähnlich euphorisch reagierten die Linken in Deutschland. Sie werten den Tod von Chávez als Verlust. Mit ihm sei ein „großer Präsident gestorben, der mit seinem ganzen Leben für den Kampf um Gerechtigkeit und Würde stand und der die lateinamerikanische Integration wegweisend vorangetrieben hat“, erklärten die Vizevorsitzende der Linksfraktion, Sahra Wagenknecht, und die Außenexpertin  der Linken, Sevim Dagdelen, in einer gemeinsamen Erklärung.

Initiativen wie ALBA oder Petrosur zeigten, dass ein anderes Wirtschaftsmodell möglich sei. „Seine Wiederwahlen gegen massive Widerstände und Einflussnahme beweisen, wie populär eine solche Politik sein kann“, betonten die beiden Linkspartei-Politikerinnen. Mit seiner Politik habe Chávez nicht nur Venezuela, sondern Lateinamerika verändert. „ALBA und das bolivarische Projekt sind das Vermächtnis von Hugo Chávez, das es über seinen Tod hinaus zu erhalten und weiterzuentwickeln gilt. Die bolivarische Revolution ist zu verteidigen.“

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16 Kommentare zu "Reaktionen: Wagenknecht preist Wirtschaftsmodell von Chávez"

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  • Asylantrag von Sahra Wagenknecht an Chile …. Zitat ….

    …....auf Einladung Margot Honeckers gedenke ich übrigens die nächsten Monate in ihrer Datscha zu wohnen, und zwar mit meinem Gatten Ralph Thomas Niemeyer, der mir, sollten Sie meinem Asylantrag stattgeben, in naher Zukunft hierhin nachreisen wird.
    Momentan hält er sich noch in Pjöngjang auf, wo ihm unlängst ein Fund von gewaltiger weltgeschichtlicher Tragweite gelungen ist. Er hat nämlich die geheimen Tagebücher des unvergesslichen Arbeiterführers Josef Stalin entdeckt.
    Dieses phantastische Material sorgfältig auswertend , werden Margot Honecker und ich den Kapitalismus vom Antlitz der Erde tilgen !

    Es lebe die Weltrevolution ! Venceremos !

    Sahra Wagenknecht ….. Santiago de Chile 01.04.2002

  • WAS WESTERWELLE und Co. unter "Demokratie und Freiheit" verstehen

    Hat uns ihre Politik angefangen von der Propagierung von weiterer Zuwanderung, über Hilfspakete an Banker, und die Bekämpfung von allen nicht-etablierten Parteien, bishin zum Beschneidungsgesetz gezeigt.

    Was Westerwelle "Freiheit und Demokratie" nennen, heißt für die Bevölkerung in der Praxis Unterdrückung, Ausbeutung und Willkürherrschaft.

  • Fast überall auf der Erde wo Erdöl gefördert wird, können
    sich Diktatoren halten. Warum? Weil das Geld nur so sprudelt.
    Ohne Öl sieht es aus wie in Kuba, wo die Bevölkerung den alten Tattergreisen der Revolution ausgeliefert sind. Nun
    kann man Chavez betiteln wie man will, immerhin hat er der armen Bevölkerung Hoffnung und Hilfe geboten. Das eine
    Wagenknecht das Modell für Deutschland auch gut finden würde,zeigt wie Weltfremd die Linke ist. Deutschlands Öl
    ist die Jugend die leider bei uns nicht genug gefördert wird. Man lässt es sogar zu , dass die Quelle fast zum versiegen kommt. Die Jugend ist das Fundament Deutschland,
    Parteien wie die Linke und Grünen starten ständig den Versuch ohne auszukommen. Wer aber auf Sand baut, der wird
    am Ende auch keinen Armen mehr helfen können, da das Geld fehlt. Eine Leistungsgesellschaft wie die unsere, ist ein
    gutes Modell, nur muss es möglich sein eine zweite Chance zu bekommen und nicht in Hartz IV zu landen. Eine zweite Chance bekommen hier,Politiker,Banken,Staaten,Manager und
    das ist die Ungerechtigkeit bei uns die Politiker ohne Blindenhunde wohl nie erkennen werden.


  • Dekadenz gibt es überall. Bei den Linken und bei Chavezstrukturen.
    Mehr oder weniger ihr Kläffer. Schaut eure EU-Mafiascheisse euch an und haltet tunlichst die Klappe, liebe Turnschuhdemokraten Großs-Europas.
    Wichtig ist nur, was weite Teile seine Volkes über ihn denken. Ihr seid unwichtig wie ein Opferstock. Grottenmolche vor dem Herrn.

  • In der Mitte findet sich dann ohnehin nur Mittelmäßigkeit, da geht aber erst richtig die Post ab oder verstehe ich da etwas falsch? Man könnte meinen, die Republik hat fertig, nur finden sich immer noch nicht die AUFrechten es auch zu verkündigen.

    Frei dem Motte, hier stehe ich, ich kann nicht anders. Eher geht der ganze Laden mit fliegenden Fahnen den Bach runter. Und was hat die Allgemeinheit von Politikclowns bis Politikfans, auch nichts. Einfach leben, das beste Mittel gegen Intoleranz.

  • Genau dieses Krakelige darf, Nein, muß man auf dieser Seite einfach erwarten. Klingeling. Schlimmer als Pavlows Hunde.
    Wagenknechts Buch findet sogar in der FAZ Zuspruch.

    Und welches Wirtschaftsmodell preist das Handelsblatt? Außer sich die eigenen Taschen zu füllen, Tag und Nacht auf den Bildschirm zu glotzen und andere für sich arbeiten zu lassen, für Millionen-Bonis in die Bresche zu springen und nach Belieben Staaten und Unternehmen per Mausklick zu zerstören? Keines! Merkel, Draghi, Barroso - das sind Handelsblatts Heilsprediger und die des Milliardärs hinter diesem Blatt.
    Steuermichels Dummheit findet genau hier statt. So haben das die Nazis auch gemacht. Dem Michel rote Tücher vorgehalten. Und der, so doof, rennt immer wieder rein.









  • Es ist nicht zu fassen, Sandra Wagenknecht ist Fan von Chavez.
    Sie ist hübsch, intelligent und trotzdem fern davon auch nur in Ansätzen zu verstehen, wie Wirtschaft und Soziales zusammen kommen kann.
    Chavez hat Boliviens Wirtschaft weitgehend geschreddert und weitgehend verstaatlicht.
    Die bolivianische Wirtschaft ohne öl erwirtschaftet Jahr für Jahr ein gigantisches Minus. Da der Bolivar fällt und fällt müssen Importe immer mehr gestützt werden.
    Das es dem Land noch nicht ergangen ist, wie Kuba, seinerzeit der DDR und Russland ist nur dem Öl zu verdanken, dass zum Glück der Bolivianer noch erhebliche Reserven bietet.
    Doch, wenn nicht schnell Reformen kommen und eine Rückabwicklung dieses Verstaatlichungswahns dann crasht auch Bolivien. Mit Lafontaine und Wagenknecht haben sich wirklich zwei Herzen gefunden die gleich schlagen, jedoch im sozialistisch, kommunistischem Takt.
    Wie gut, dass sie über keine nennenswerte politische Macht verfügen, denn die Linken, die Hinken.
    Da die alterslastigkeit durch die Integration der vormaligen Kaderpartei SED sehr hoch ist, ist die am häufigsten besuchte Veranstaltung der Parteimitglieder wohl der Besuch von Beerdigungen.
    Gott schütze uns vor Ultra links genauso vor Ultra rechts.

  • Frau Wagenknecht und Herr Lafontaine predigen Sozial-Kommunismus und tragen selbst Designer-Anzüge und Kleider vom Feinsten.

    Das populistische Geschwätz der Beiden kann keiner mehr hören.

    Was Chavez angeht, so hat er mit den Öl-Milliarden zwar kurzfristig die Armut im Land etwas verringert, jedoch die gesamte Infrastruktur in den Ruin getrieben.

    Noch nie hat ein kommunistisches System die Bevölkerung auf lange Sicht vor Armut und Hunger bewahren können.

    Und was Frau Wagenknecht angeht, so würde Sie im Falle einer Änderung der gesellschaftlichen Grundordnung hin zum Kommunismus die Allererste sein, die eine neue kapitalistische Heimat suchen würde; denn wie sonst kann sie ihr ausschweifendes Leben genießen?

    Die Frau ist einfach nur heuchlerisch und scheinheilig ... kann aber gut dem dummen Volk nach dem Mund reden und das ist ihr Trumpf.

  • @roterkaufmann

    Ehrlicher Kommunismus: Können wir drüber reden. Ihren Sozialismus dürfen Sie aber bitte für sich behalten. Den braucht die Welt nun wirklich nicht !

  • "Eine neue DDR zu etablieren."

    In dieser Beziehung ist sich doch unsere Einheitspartei SPD/GRÜNE/CDU/FDP schon längst einig. Und Honeckers Rache im Hosenanzug ist die Anführerin.
    Da braucht es nicht mal DIE LINKE für...

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