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Rechnungshof-Kritik Bundeswehr verschwendet Milliarden mit Fuhrpark

Der Bundesrechnungshof rügt massives Missmanagement: Milliarden können nicht eingespart werden, weil die Bundeswehr ihren Riesenfuhrpark weiter behält - dabei wird nicht einmal die Hälfte der Fahrzeuge noch gebraucht.
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Neue Fahrzeuge der Bundswehr. Quelle: ap

Neue Fahrzeuge der Bundswehr.

(Foto: ap)

Berlin Die Bundeswehr verschwendet seit Jahren Milliardensummen, weil sie nicht in der Lage ist, ihren gigantischen Fuhrpark fristgerecht und im angestrebten Umfang zu reduzieren. Das hat jetzt der Bundesrechnungshof gerügt. Der Bericht, der dem Handelsblatt (Donnerstagsausgabe) vorliegt, zählt nicht nur Versäumnisse des Bundeswehrmanagements beim Abbau der einst 108.000 zivilen und teilmilitärischen Fahrzeuge auf.

Die Prüfer benennen auch die folgenreichen Konsequenzen der „nicht erzielten Einsparungen in Milliardenhöhe“ für die deutschen Truppen im Einsatz: „Damit ließen sich neue, dringend benötigte geschützte Fahrzeuge und weitere einsatzwichtige Ausrüstungen beschaffen.“

Noch immer, so die Zahlen der Rechnungsprüfer, weist der zivile und teilmilitärische Fuhrpark 72.000 Fahrzeuge auf, der von insgesamt 25.000 Beschäftigten betreut werde. Gebraucht würden mittlerweile aber nur noch 30.000 Fahrzeuge.

Außerdem rügt der Rechnungshof in seinem Schreiben an das Parlament, dass die Bundeswehr trotz der eigens gegründeten privaten Fuhrpark-Gesellschaft das Gros des Fuhrparks wie vor zehn Jahren weiterhin selbst betreut. „Diese Doppelorganisation bedeutet Ausgaben in Höhe von jährlich zwei Milliarden Euro“, kritisieren die Rechnungsprüfer das Missmanagement.. Sie ziehen aus ihren umfangreichen Prüfungen das  Fazit: „Damit ist die mit der Privatisierung verbundene Absicht gescheitert, das Fahrzeugmanagement weitgehend zu übertragen.“

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13 Kommentare zu "Rechnungshof-Kritik: Bundeswehr verschwendet Milliarden mit Fuhrpark"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Eieiei, wieder jemand, der sich die gute Story nicht durch die Wahrheit verderben lässt. Fakt ist, dass die "private" Fuhrpark-GmbH (die ja dem Bund selbst gehört) etwa 26.000 Fz für die Bw betreibt und für den riesen Altbestand auf Amtseite so rein gar nix kann. Fakt ist, dass die Truppe jedes Jahr durch das Ministerium repräsentativ befragt wird und zuletzt die Note 1,9 (!) für die Zufriedenheit mit der BwFuhrparkService GmbH vergab. Fakt ist, dass die Pkw heute 28.000km pro Jahr (statt wie früher 14.000km) laufen. Passt vielleicht nicht an den Stammtisch, is aber so.

  • wozu? ich hoffe ehrlich gesagt, dass erst mal die verwaltung geschrumpft wird. dann könnte der fuhrapark halt versteigert werden. machen ja von den innenministerien auch so, wenn sie ihren fuhrpark verkleinern bzw. wechseln. andererseits könnten die fahrzeuge auh gerne ins ausland verschifft werden. dann bekommen die saudis halt keine leo II, sondern unsere alten schrottmühlen zum halben preis;-)

  • es wird sich bei der Bundeswehr ueber ein paar unbenutzte Fahrzeuge aufgeregt, die eventuell im Ernstfall gebraucht werden.
    Aber wir geben liebend gerne unseren PIIGS hunderte von milliarden Euro, damit sie weiterhin auf betruegerischer weise ihren Lebensstandard erhalten und mit 55 in Rente gehen koennen.
    .
    Ich hoffe die Bundeswehr wird noch ein paar zusaetzliche Fahrzeuge anschaffen.

  • Och, dieses Wort mit den Gurken, das arroganzza verwendete, gefällt mir auch nicht schlecht.

  • Das erkläre ich Ihnen gerne. Es bedeutet laut Duden "unwirksam, nicht leistungsfähig; unwirtschaftlich".

    Trifft es eigentlich ganz gut.

  • "Nutzen gibt es keinen."

    Tja, treffender kann man die ineffizienteste Streitmacht der Welt in der Tat leider kaum beschreiben.

  • Langsam, langsam! Die Bundeswehr wollte NIE die Einführung dieser zivilen Gurkentruppe! Der gestürzte Radfahrerpräsident Sch..p..g verschaffte dazu seinen Parteifreunden lukrative Posten. Die "grünen" Fahrzeuge (Panzer, Jeeps, Sonderfahrzeuge usw.) werden in der Truppe betreut.Die restlichen Zivilfahrzeuge könnte die Bundeswehr selbst managen, wenn man sie denn liese. Aber das Primat der Politik umsetzen kostet halt Geld; Nutzen gibt es keinen.

  • Was heißt "ineffizient"? Beziehen Sie sich auf diese neulich veröffentlichte, von wenig Sachverstand geprägte Studie?

  • Was für ein Sauladen.

  • Was soll die Aufregung? So läuft es halt bei den ineffizientesten Streitkräften der Welt.

    Und der Steuerzahler zahlt die Zeche.

    Gesundschrumpfen!

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