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Rechtsextreme NPD soll von staatlicher Parteienfinanzierung ausgeschlossen werden

Die NDP soll künftig keine Gelder mehr aus der Staatskasse bekommen. Ein entsprechender Antrag soll beim Bundesverfassungsgericht eingereicht werden.
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Im vergangenen Jahr bezog die rechtsextreme Partei rund 878.325 Euro aus staatlichen Mitteln. Quelle: dpa
NPD

Im vergangenen Jahr bezog die rechtsextreme Partei rund 878.325 Euro aus staatlichen Mitteln.

(Foto: dpa)

Berlin Die rechtsextreme NPD soll kein Geld mehr aus der Staatskasse erhalten. Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat wollen sie von der staatlichen Parteienfinanzierung ausschließen und haben dazu einen entsprechenden Antrag für das Bundesverfassungsgericht fertiggestellt. Der Sprecher des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe sagte am Freitag, es sei angekündigt, dass der Antrag am Samstag eingehe. Noch sei er aber nicht da. Zuvor hatte der „Tagesspiegel“ über das Thema berichtet.

Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat ziehen damit die Konsequenzen aus dem Karlsruher NPD-Urteil vom Januar 2017. Die Bundesländer scheiterten damals zum zweiten Mal mit dem Versuch, die NPD vom Bundesverfassungsgericht verbieten zu lassen.

Dieses urteilte, die rechtsextreme Partei sei zwar verfassungsfeindlich, sie sei aber zu schwach, um sie zu verbieten. Gerichtspräsident Andreas Voßkuhle wies seinerzeit aber ausdrücklich auf „andere Reaktionsmöglichkeiten“ des Staates hin – etwa den Entzug der staatlichen Parteienfinanzierung. Dies habe aber nicht das Verfassungsgericht zu entscheiden, sondern der Gesetzgeber.

Dieser änderte anschließend das Grundgesetz. In Artikel 21 Absatz 3 heißt es nun: „Parteien, die nach ihren Zielen oder dem Verhalten ihrer Anhänger darauf ausgerichtet sind, die freiheitliche demokratische Grundordnung zu beeinträchtigen oder zu beseitigen oder den Bestand der Bundesrepublik Deutschland zu gefährden, sind von staatlicher Finanzierung ausgeschlossen.“

Sollte der Antrag Erfolg haben, erhielte die NPD sechs Jahre lang kein Geld mehr vom Staat. Laut Bundestagsverwaltung bezog sie 2018 noch staatliche Mittel in Höhe von 878.325 Euro. Zum Vergleich: CDU und SPD bekamen jeweils rund 56 Millionen Euro. Angelehnt an die Mittel für 2018 erhält die NPD in diesem Jahr vierteljährliche Abschlagszahlungen von rund 200.000 Euro.

Mehr: Erst kürzlich nahm der Verfassungsschutz die „Identitäre Bewegung“ ins Visier. Droht nun auch der AfD eine genauere Beobachtung?

  • dpa
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