Redakteure und Journalisten Sechste Tarifrunde in der Zeitungsbranche ohne Ergebnis beendet

Der Deutsche Journalisten-Verband fordert deutlich mehr Geld für die bundesweit 13.000 Redakteure und festen freien Journalisten.
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Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) sei in den Tarifverhandlungen bereits an die Grenze des Vertretbaren gegangen. Quelle: dpa
Tarifstreit

Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) sei in den Tarifverhandlungen bereits an die Grenze des Vertretbaren gegangen.

(Foto: dpa)

BerlinDie sechste Tarifrunde für die 13.000 Redakteure und festen freien Journalisten an deutschen Tageszeitungen ist am Dienstagmorgen ohne Ergebnis beendet worden. „Beim vorliegenden Angebot sehen wir zwar Schritte auf uns zu“, sagte Kajo Döhring vom Deutschen Journalisten-Verband (DJV). „Echtes Aufeinanderzugehen hätte aber weitergehen müssen.“

Der BDZV bot zuletzt für Redakteure zwei Anhebungen von insgesamt 3,9 Prozent plus eine Einmalzahlung von 500 Euro zum 1. Mai 2018 bei einer Laufzeit von 32 Monaten an. Volontäre sollten zum 1. Mai 2018 4,71 Prozent mehr sowie Einmalzahlungen von insgesamt 140 Euro bekommen. Für Berufseinsteiger sollte das Gehalt ab 1. Mai 2018 um 120 Euro wachsen, zum 1. Januar 2019 nochmal um 2,2 Prozent.

„Wir sind heute bis an die Grenze des für die Verlage Vertretbaren gegangen“, sagte der Verhandlungsführer des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), Georg Wallraf.

In den vergangenen Wochen war es in Redaktionen bundesweit zu Warnstreiks gekommen. Die Gewerkschaft Verdi und der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) fordern 4,5 Prozent mehr Geld, die Einkommen von Volontären und Jungredakteuren sollen um mindestens 200 Euro steigen.

  • dpa
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