Reformvorschlag Rösler will Solarförderung zusammenstreichen

Für die Solarindustrie wird es ungemütlich. Bundeswirtschaftsminister Rösler sieht die bisherige Förderpraxis für die Branche kritisch und fordert eine Reform. Das wirtschaftlich vernünftige Maß sei überschritten.
57 Kommentare
Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP). Quelle: dapd

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP).

(Foto: dapd)

BerlinBundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) fordert eine grundlegende Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Die Förderung der Erneuerbaren in ihrer jetzigen Form habe sich überlebt, sagte er dem Handelsblatt. „Das sprengt auf Dauer das System und ist nicht zukunftsfähig“, sagte der Minister. Besonders kritisch sieht Rösler die  Photovoltaik. Die  Ausbaugeschwindigkeit übersteige das wirtschaftlich vernünftige Maß. Zwischen der Höhe der Förderung und dem Beitrag der Photovoltaik zur Stromversorgung bestehe ein „eklatantes Missverhältnis, das mir weder volkswirtschaftlich noch energiewirtschaftlich sinnvoll oder zukunftsfähig erscheint“, sagte er.

Rösler setzt mit seiner Kritik an der EEG-Förderung Bundesumweltministers Norbert Röttgen (CDU) unter Druck. Röttgen war Ende 2011 von den Spitzen der Regierungsfraktionen aufgefordert worden, bis zum 25. Januar eine Strategie zur Begrenzung der EEG-Kosten vorzulegen. Die EEG-Umlage summierte sich 2011 auf 13 Milliarden Euro, die auf alle Verbraucher umgelegt werden. Ausnahmen gelten für die Industrie.

Rösler spricht sich dafür aus, die im   EEG festgeschriebenen festen Einspeisevergütungen aufzugeben. Stattdessen will der Minister die Energieversorger verpflichten, einen bestimmten Teil ihres Stroms aus erneuerbaren Quellen zu liefern. Sie könnten die Erzeugungsform selbst wählen. Dieses Mengenmodell werde einen Effizienzwettbewerb auslösen, sagte Rösler.

Der Vorstoß des Ministers dürfte beim Wirtschaftsflügel der Union auf Zustimmung stoßen. In einem am Freitag bekannt gewordenen Papier fordern Unions-Fraktionsvize Michael Fuchs, der wirtschaftspolitische Sprecher der Union, Joachim Pfeiffer (CDU), sowie der Energie-Koordinator Thomas Bareiß (CDU) ebenfalls weit reichende Einschnitte in das EEG. 

Startseite

Mehr zu: Reformvorschlag - Rösler will Solarförderung zusammenstreichen

57 Kommentare zu "Reformvorschlag: Rösler will Solarförderung zusammenstreichen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Kein Wunder, dass diese Rösler-FDP eine Zwei-Prozent-Partei wurde!Der Solarstrom zerstört natürlich ein lieb gewordenes Geschäftsmodell der alten Stromwirtschaft. Mittags, wenn in Deutschland am meisten Strom gebraucht wird, wird zugleich am meisten Solarstrom erzeugt. Dadurch drücken die vielen Solarzellen den Strompreis an der Leipziger Strombörse, was die Kunden freut, aber die Atomstrombosse ärgert. Sie verdienen weniger

  • Hallo Klimaterror,(oder besser Klimaterrorist?!)
    die Endlagerfrage für Atommüll ist geklärt??? Darf man fragen wo? durch wen? und zu welchen Kosten? wann kommt somit der Dreck aus Asse II und Gorleben "sicher" irgendwo hin - wie blöd müssen oder sollen den die Menschen sein, die so kurz nach Fukkoshima solchen Schwachsinn glauben sollen

  • Ja, und nachts ist es kälter als draußen. Sind Sie dass, Herr Brüderle?

  • .
    Sie haben mich gans genau ferstanden.
    Und sehr wohl gilt in der Wüste,
    um 6 Uhr pegint die Sonnneneinstrahlng und um 18 Uhr entet sie.
    .

  • Der Kerl ist unfähig. Nun will er auch noch das teure Quotensystem einsetzen das schon einige EU-Länder früher hatten aber durch das deutsche EEG ersetzt haben weil das EEG billiger u. schneller ist.

    Für diesen Grundschüler ist eigenlich jeder Kommentar zu schade.

  • Die alte Forderung "liberaler" Politiker, Erneuerbare Energien nicht mit kostendeckenden Einspeisepreisen, sondern mit Ausschreibungen für bestimmte Quoten in den Markt zu fördern, hat sich als relativ unwirksam und zu teuer erwiesen. Das hat die Windenergie in England hinreichend bewiesen. Das EEG2012 hat Regeln zur Direktvermarktung und zum dezentralen Eigengebrauch geschaffen, die jetzt erst einmal in die Praxis umgesetzt werden müssen. An der beispiellosen Lernkurve der Photovoltaik und dem rasanten Effizienzwachstum der Windenergie sehen wir, wozu die degressiv gestalteten kostendeckenden Vergütungen in der Lage sind. Die Energiewende wird bisher nicht von den vier großen Stromerzeugern getragen, sondern von vielen neuen Akteuren. Nicht zuletzt die Stadtwerke befassen sich vor Ort mit neuen Projekten der Energiewende.

  • Da sieht man mal wieder, daß die FDP eine Partei ist, die die Großkonzerne hoffiert. Sicher kostet die Energiewende viel Geld (Anlagen + Netzausbau), aber es ist sinnvoll angelegtes Geld. Schließlich fällt hier kein radioaktiver Abfall an, der über hunderttausende von Jahren gefährlich ist. Außerdem ist es klimatechnisch notwendig.

    Warum beschweren sich alle über das EEG? Über die Subventionierung der Atomkraft regt sich kaum jemand auf. Schließlich verdienen EON, RWE und andere Milliarden; zahlen für die Endlagerung darf der Steuerzahler.

  • "Der Begriff "Photvoltaik" ist falsch verwendet und richtig müßte es heißen:
    in der Stromproduktion durch Sonneneinstrahlung gibt es ......"

    Jetzt kommen Sie aber gehörig aus dem Schritt. Im Gegensatz zu Ihnen hatte ich ja geschrieben, dass man in Afrika statt Photovoltaik Solar (Solarthermie) zur Stromerzeugung einsetzt.

  • Warum so aufgeregt? Wir reden von Sonnenstunden und die Zeit zwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang kann nicht mit Sonnenstunden gleichgesetzt werden.

    "Die Stromproduktion in einem Ppanel wird nicht nur durch Sonnenstrahlen an sich produziert... "

    Stromproduktion wird produziert? Was Sie sicherlich meinen, ist Auswirkung der Strahlungsintensität auf die Menge des zu erzeugenden Stromes.

    Ihre Erklärung als Deutscher ist nicht gerade ein Sinnbild für die Vielfalt der deutschen Sprache.

    Und wie definieren Sie eine dichte Sonneneinstrahlung?

    Auf alle Fälle sorgen Sie für eine unfreiwillige Belustigung.

  • .
    Das kannn nur ein Dummichel sein wenn er nicht erkennt daß die Aussage 4000 Sonnenstunden nichts mit 1200 oder 1600 kwh/m zu tun haben.
    Ganz sicher, in der unbewölkten Wüste scheint die Sonne nicht solange wie der Heiligenschein bei einigen hier auf dem Kopf.
    Ihr könnt euch gegenseitig verarschen wie ihr wollt.
    Verarscht beim bezahlen wurdet ihr schon immer.
    Warum sollte es bei Solar anders sein.
    .

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%