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Regierungskonsultationen Wenn Merkel Hollande trifft

Parteipolitisch haben Angela Merkel und François Hollande wenig gemeinsam. Doch auf dem internationalen Parkett stimmt die Chemie. Nun bringt der französische Präsident sein Kabinett mit nach Berlin.
31.03.2015 - 07:34 Uhr Kommentieren
Francois Hollande und Angela Merkel treffen heute in Berlin zusammen. Quelle: dpa

Francois Hollande und Angela Merkel treffen heute in Berlin zusammen.

(Foto: dpa)

Berlin Die Regierungen Deutschlands und Frankreichs kommen am Dienstag (12.40 Uhr) in Berlin zu einer gemeinsamen Sitzung zusammen. Unter der Leitung von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatschef François Hollande beraten die Minister unter anderem über Fragen der Sicherheits-, Wirtschafts- und Bildungspolitik. Zuvor sprechen Merkel und Hollande im kleinen Kreis. Dabei dürfte es vor allem um den Ukraine-Konflikt, die griechische Schuldenkrise und den Absturz der Germanwings-Maschine in den französischen Alpen gehen.

Im Rahmen der traditionellen Regierungskonsultationen unterzeichnen beide Seiten diverse Abkommen. So soll es für in Frankreich lebende deutsche Rentner ab 2016 Erleichterungen bei der Besteuerung von Einkünften geben. Zukünftig werden Rentenzahlungen aus der deutschen gesetzlichen Sozialversicherung an Rentner im Nachbarland nur in Frankreich besteuert. Dies gilt auch für den umgekehrten Fall. Schätzungsweise 72 000 Menschen bekommen in Frankreich eine deutsche Rente.

Um was wir die Franzosen beneiden
Die Bardot in Brasilien
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Keine andere schmollt so unvergesslich wie sie: Die Schauspielerin Brigitte Bardot. Immerhin hat Deutschland Claudia Schiffer, der ja häufig nachgesagt wurde, sie sei die neue „Bardot“. Doch nichts geht über das Original. Ein Grund für ein kleines bisschen Neid.

Tour de France
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Ich bin neidisch auf: den Mont Ventoux. Der Berg ist ein Mythos. Weithin sichtbar erhebt er sich über die wunderschöne Provence, knapp 2000 Meter hoch, oben kahl und zerklüftet wie eine Mondlandschaft. Es gibt wohl keine andere Erhebung in Mitteleuropa, auf die man sich so schön mit einem Rad hinaufquälen kann.

(Foto: ap)
Eiffel-Turm
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In Deutschland wird gerne die dunkle Seite des technologischen Fortschritts thematisiert: noch verheerendere Waffen, Umweltrisiken bei der Energiegewinnung oder beim Abbau von Bodenschätzen, Veränderung des globalen Klimas. Ich würde mir mitunter ein etwas ungezwungeneres Verhältnis zum technologischen Fortschritt wünschen, wie es den Franzosen nachgesagt wird. Denn er bedeutet auch: neue Waffen im Kampf gegen Krankheiten, Hunger und Naturkatastrophen oder neue Möglichkeiten zu Informationsaustausch und Wissenserwerb. (Thomas Trösch)

(Foto: ap)
Wein
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Neidisch bin ich auf jeden Fall die französische Weinvielfalt. Den Rotweinen aus dem Bordeaux und dem Rose aus der Provence. Zumal traditionell gekelterte Rotweine aus Frankreich angeblich Wunder bewirken. (Jürgen Röder)

(Foto: ap)
Provence
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Deutschland hat die Lüneburger Heide. Aber nichts ist vergleichbar mit dem Farbenspiel und dem Duft tausender Lavendelstauden der Provence. Hätten wir auch gerne, die Oase.

Surf-Wettbewerb
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Frankreich lockt mit den Stränden und dem milden Klima der Côte d’Azur im Osten. Doch im Westen zeigt sich das Land von seiner raueren Seite. Kilometerlang, versteckt hinter Dünen, zieht sich die Atlantikküste mit ihren breiten Sandstränden entlang. Und das Beste: die Wellen, manchmal mehrere Meter hoch, die zum Wellenreiten und Surfen einladen. Ja, wir haben die Nordsee. Doch das ist nun wirklich nicht vergleichbar. (Maike Freund)

(Foto: dpa)
Autounfall
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Ja, auch das Autoressort ist ein bisschen neidisch. Franzosen haben überhaupt kein Problem damit, eine Stoßstange im ursprünglichen Wortsinn zu benutzen. Deshalb sind sie auch meist nicht lackiert. Oder zumindest nicht für lange. Und niemand regt sich auf. Das ist wunderbar unverkrampft im Vergleich zum Gebaren im deutschen Parkraum. Auch das Verhältnis zur Hupe ist deutlich entspannter. (Frank Heide)

(Foto: dpa)

Geplant sind auch Erleichterungen für Hochschulabsolventen. Ein Abkommen regelt die Anerkennung verschiedener Hochschulabschlüsse und Studienzeiten im System des jeweils anderen Landes. Umfangreiche Prüfungen sollen damit wegfallen. Die Anerkennung von Abschlüssen deutscher Kandidaten für das Lehramt in Frankreich wird ebenfalls erleichtert.

Deutschland und Frankreich treiben zudem ihre Pläne zum Bau einer europäischen Drohne voran - gemeinsam mit Italien. Vor den Regierungskonsultationen unterrichtete Rüstungsstaatssekretärin Katrin Suder die Obleute der Bundestagsfraktionen darüber, dass noch in diesem Jahr eine erste Vereinbarung über das Projekt unterzeichnet und anschließend eine Studie zur Realisierung erstellt werden soll. Die mittelgroße Drohne, die auch in der Lage wäre, Waffen zu tragen, soll bis zum Jahr 2025 entwickelt werden.

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    Ein prominenter französischer Politiker fehlt bei den Konsultationen. Ministerpräsident Manuel Valls sagte nach der Wahlniederlage der Sozialisten in den französischen Départements seinen Deutschlandbesuch ab. Er wollte ursprünglich nicht nur nach Berlin kommen, sondern auch die Europäische Zentralbank in Frankfurt/Main besuchen.

    Die Achse Berlin-Paris wird in Europa als entscheidender Stabilitätsfaktor wahrgenommen. Frankreich war das erste Land, das Regierungskonsultationen mit Deutschland aufnahm. Das war 1963. Heute unterhält Deutschland mit zehn Ländern solche regelmäßigen Treffen.

    • dpa
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