Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Regionalbegrenzungen SPD gegen Spahns Pläne zu regionalen Krankenkassen

Spahn will gesetzliche Regionalbegrenzungen streichen, die bisher für Allgemeine Ortskrankenkassen gelten. An den Plänen übt neben der CSU nun auch die SPD Kritik.
Kommentieren
„Wir werden das so nicht mitmachen“, sagte der SPD-Fraktionsvize. Quelle: dpa
Karl Lauterbach

„Wir werden das so nicht mitmachen“, sagte der SPD-Fraktionsvize.

(Foto: dpa)

BerlinBundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bekommt für seine Pläne zu einer bundesweiten Öffnung regional begrenzter Krankenkassen zusehends Widerstand in der Koalition. „Wir werden das so nicht mitmachen“, sagte SPD-Fraktionsvize Karl Lauterbach der Deutschen Presse-Agentur. „Das brächte eine Verschlechterung der Versorgung.“ Es habe keinen Sinn, nur ein bundesweites Kassensystem zu haben. Gebraucht würden mehr regionaler Wettbewerb und regionale Versorgung. „Wer sich als Versicherter für eine bundesweite Kasse entscheiden will, kann das jetzt schon jederzeit tun“, erklärte Lauterbach.

Spahn will gesetzliche Regionalbegrenzungen streichen, die bisher für Allgemeine Ortskrankenkassen (AOK), bestimmte Betriebskrankenkassen und Innungskrankenkassen gelten. Dies soll den Wettbewerb unter den Kassen erweitern. So sollen sich Kunden aus ganz Deutschland für Kassen entscheiden können, die wegen günstiger regionaler Bedingungen einen unterdurchschnittlichen Zusatzbeitrag anbieten. Gegen die Pläne machen die AOK-n Front, auch von der CSU kommt bereits Widerstand.

Lauterbach sagte: „Wenn wir schon mehr als 100 Krankenkassen haben, sollten sie sich auch im Profil unterscheiden.“ In Wirklichkeit gehe es bei den Plänen um angeblich mangelnde Kontrolle durch die Länder. Das sei eine Unterstellung, auch gegenüber den unionsregierten Ländern. Hierfür gelte aber: „Wenn es Kontrollprobleme gibt, müssen sie gelöst werden.“

Eine bundesweite Öffnung der regionalen Kassen bedeutete letztlich auch eine zentrale Aufsicht durch das Bundesversicherungsamt statt wie bisher durch die Länder. Die Gebiete der elf selbstständigen AOK-n entsprechen annähernd den Ländern.

Brexit 2019
  • dpa
Startseite

Mehr zu: Regionalbegrenzungen - SPD gegen Spahns Pläne zu regionalen Krankenkassen

0 Kommentare zu "Regionalbegrenzungen: SPD gegen Spahns Pläne zu regionalen Krankenkassen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.