Regionale Rangliste Armes Deutschland!

Deutschland ist reich. Und dennoch sind mehr Menschen denn je von Armut bedroht. Die Schere zwischen Reich und Arm klafft immer weiter auseinander, auch von Region zu Region. Und es gibt ein neues Schlusslicht.
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Duisburg-Bruckhausen, mitten im Ruhrgebiet. Quelle: dapd

Duisburg-Bruckhausen, mitten im Ruhrgebiet.

(Foto: dapd)

DüsseldorfWer an Armut denkt, hat vielleicht hungernde Kinder und Flüchtlinge in Krisengebieten wie Syrien vor Augen. Wenn es um Deutschland geht, denkt man vielleicht an Obdachlose. Aber arm in einem reichen Land? Wohl eher nicht. Und doch ist die Armutsgefährdungsquote in Deutschland weiter gestiegen – auf 15,1 Prozent laut einem Bericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbands, der auf dem Mikrozensus des Statistischen Bundesamtes beruht. Jeder Sechste in Deutschland ist demnach von Armut bedroht. Ein trauriger Rekord.

Dabei gibt krasse regionale Unterschiede in Sachen Armut in Deutschland: Nach der regionalen Auswertung des Verbandes sind in Bayern und Baden-Württemberg weitaus weniger Menschen von Armut betroffen als in anderen Ländern. Mit einer Quote von 22,3 Prozent landet Bremen zum ersten Mal auf dem letzten Platz des Rankings. Und wie jedes Jahr – auch nach dieser Untersuchung – besetzen der Osten und das Ruhrgebiet die traurigen Spitzenplätzen.

Am schlimmsten trifft es im Westen Dortmund mit einer Quote von 21,6 Prozent, Bremen mit 22,3 Prozent und Hannover mit 22,6 Prozent. Im Osten ist es die Region Vorpommern mit einer Quote von 23,9 Prozent. Im Ländervergleich ist es Bremen, das den traurigen Spitzenplatz einnimmt. Vor allem für das Ruhrgebiet und den Osten gilt: „Der Grund für die schlechten Quoten sind strukturelle Probleme“, sagt Antje Richter-Kornweitz von der Landesvereinigung für Gesundheit Niedersachsen. Arbeitslosigkeit, Niedrigeinkommen und die daraus folgende schlechte Perspektive seien der Grund.

Sie nennt einen weiteren, klassischen Indikator für Armut: den der Säuglingssterblichkeit, von dem man wisse, dass sie sozioökonomisch beeinflusst sei. Eine Studie des Gesundheitsamtes Bremen aus dem Jahr 2010 verglich die Kindesterblichkeit in Bremen zwischen Stadtteilen, in denen eher Mittelschicht zu Hause ist und Stadteilen, die durch Armut geprägt sind. Das Ergebnis: Während im reichen Wohngebiet 1,2 Säuglinge pro 1.000 Lebendgeburten im ersten Lebensjahr sterben, sind es im armen Stadtteil 7,3.

Als Armutsgefährdet gilt in Deutschland, wer weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen Einkommens zum Leben zur Verfügung hat. Konkret heißt das laut Studie: 2011 lag die Armutsschwelle eines Singles bei 848 Euro. Der Hartz IV-Satz betrug jedoch 374 Euro. Rechnet man Sätze für Miete und anderes hinzu, liegt der Satz immerhin bei 690 Euro – doch immer noch weit unter der Armutsschwelle.

Das gleiche gilt für eine Familie mit zwei Kindern unter 14 Jahren. Dort liegt die Armutsgrenze bei 1.781 Euro. Der Hartz IV-Satz für die vierköpfige Familie liegt bei 1.213 Euro beziehungsweise bei 1.691 Euro. Wer auf die Stütze des Staates angewiesen ist, ist also automatisch arm.

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65 Kommentare zu "Regionale Rangliste: Armes Deutschland!"

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  • @ Verantwortung

    Blödsinn! Es gibt hier min.10 % Harz IV Empfänger! Die sind alle arm! Und die wenigsten sind Schnorrer sondern Aufstocker oder 1 Euro Jobber! Sowas steht aber ja nur selten in der BILD! Bin mal gespannt an welche Nase Du fassen wirst, wenn Du mal in diese Situation kommst?
    Träum weiter!

  • @ Eddie

    Arm sind Sie wenn Sie als Alleinstehender unter 848 Euro Netto im Monat haben, egal ob mit oder ohne Arbeit! Und das betrifft min. 15 % aller Deutschen!
    Da werden die meisten anderen auch noch hinkommen! Das hat aber nichts mit Langzeitarbeitslosigkeit zu tun! Ihr habt es immer noch nicht kapiert das die Löhne sinken wenn Sozialabbau betrieben wird! Und letztendlich kann es so nur noch Wachstum durch mehr Verschuldung geben! Wo soll das Geld denn auch herkommen, wenn die Oligarchen sich alles unter den Nagel reissen?

  • @ Zeitzeuge

    Auf den Punkt getroffen! Diese"Armleuchter" kapieren es erst wenn Sie selber micht mehr satt werden!

  • @ AdamSchmitz

    Totaler Quatsch! Nur weil so ein Blödsinn in der BILD steht müssen Sie es noch lange nicht glauben! Anscheinend lesen Sie auch nichts anderes? Sonst wüssten Sie das es keinen Heizkostenzuschuss mehr gibt!
    Als Harz IV Empfänger bekommen Sie keinen Kühlschrank wenn Ihrer kaputtgeht! Das trifft nur im Ausnahmefall zu wenn z.B. durch Trennung ein neuer Haushalt eröffnet wird und Sie kein Geld haben! Sonst müssen Sie alles selber bezahlen! Das trifft auf alle Haushaltsgeräte zu! Nach Abzug der Fixkosten bleiben höchstens noch 250 Euro übrig! Davon müssen Sie ALLES andere bezahlen! Und obendrauf müssen Sie sich noch als Sozialschmarotzer beschimpfen lassen weil Sie keine Arbeit finden! Armes geBILDetes Deutschland kann ich da nur sagen!

  • @ Whisky
    Korrekt! Wieder mal den Punkt getroffen!

  • @ margrit117888

    Als alleinstehende/er Harz IV Empfänger wirst Du auch nicht richtig satt! Da bleiben nach Abzug der Fixkosten höchstens 250 Euro im Monat übrig! Davon soll man sich ernähren, Arztrechnungen bezahlen, Medikamente, Kleider und alles andere kaufen? Lächerlich! Und dann schreiben solche gehirngewaschene Realitätsverweigerer wie Sie, das es den Leuten auch noch Spass macht? Klar die haben ja auch nichts besseres zu tun! Wer sowas von sich gibt hat keine Ahnung!
    Träum weiter!

  • Dummschwätzer! In Deutschland wird nur die Doofheit gefördert! Du bist das beste Beispiel!

  • @ Der_Satte

    Als alleinstehende/er Harz IV Empfänger wirst Du auch nicht richtig satt! Da bleiben nach Abzug der Fixkosten höchstens 250 Euro im Monat übrig! Davon soll man sich ernähren, Arztrechnungen bezahlen, Medikamente, Kleider und alles andere kaufen? Lächerlich! Wer sowas von sich gibt hat keine Ahnung!
    Träum weiter!

  • @ margrit117888

    Von 3 Euro kannst Du gerade mal einen BIO-Blumenkohl oder 1,5Kg Biobananen kaufen und das ist dann das einzige was Dein Kind in 24 Std zu essen bekommt? Lächerlich! Das grenzt schon an totalen Realitätsverlust!
    Und eine Alleinerziehende mit Kind ohne Fremdunterstützung mit Harz IV sieht sich auch nicht immer in der Lage mit dem Kind zum Arzt zu kommen! Busse und Bahn kosten auch nicht wenig! Unterm Strich bleibt dann noch nicht mal was für Medikamente übrig! Ich habt echt keine Ahnug von was Ihr schreibt! Ich empfehle euch bei Euren Superkenntnisse Euer Einkommen über den gängigen Harz IV Satz zu spenden! Ihr braucht es ja anscheinend nicht! Dann wollen wir mal sehen wie weit Ihr kommt!

  • @ Chris

    Totaler Quatsch! Ich vermute mal das Du keine Kinder hast! Bist wohl selbst noch ein Kind oder?
    Von 3 Euro kannst Du gerade mal einen BIO-Blumenkohl oder 1,5Kg Biobananen kaufen und das ist dann das einzige was Dein hypothetisches Kind in 24 Std zu essen bekommt? Lächerlich! Das grenzt an totalen Realitätsverlust!

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