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Reiner Haseloff Sachsen-Anhalts Ministerpräsident sieht Rechtsradikalismus nicht als rein ostdeutsches Problem

Die rechtsradikale Szene ist länderübergreifend vernetzt. Reiner Haselhoff mahnt davor, Rechtsradikalismus vor allem mit Ostdeutschland zu verbinden.
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Der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt glaubt nicht, dass die Vorfälle in Köthen erneut zu Ausschreitungen führen. Quelle: dpa
Reiner Haseloff, CDU

Der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt glaubt nicht, dass die Vorfälle in Köthen erneut zu Ausschreitungen führen.

(Foto: dpa)

BerlinSachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hat die Reaktion der Politik und der Bevölkerung Köthens nach dem Tod eines 22-jährigen Deutschen gelobt. Er glaube nicht, dass ein zweites Chemnitz drohe, wo es große fremdenfeindliche Ausschreitungen gegeben hatte, sagte Haseloff vor Sitzungen der CDU-Spitzengremien in Berlin. Politik und Bürger hätten rasch reagiert, „von Anfang an klar Kante gezeigt“ und sehr verantwortungsbewusst gehandelt.

Der junge Mann war am Samstag nach einem Streit von zwei Männergruppen gestorben. Nach Angaben der Polizei erlag das Opfer einem akutem Herzversagen; ein Zusammenhang zu erlittenen Verletzungen besteht nach Polizeiangaben nicht. Ein Richter erließ am Sonntagabend Haftbefehl gegen zwei mutmaßlich an dem Streit beteiligte Afghanen wegen des Verdachts der Körperverletzung mit Todesfolge.

Haseloff betonte weiter, man werde „die Stadt Köthen nicht zugereisten Rechtsextremen überlassen, die versuchen, dieses Thema für sich zu instrumentalisieren“. Bei den Demonstrationen am Sonntagabend habe man gemerkt, wie bundesweit vernetzt die Rechtsradikalen seien und wie schnell sie sich aktivieren könnten.

An der Vernetzung zeige sich auch, dass der Rechtsradikalismus „kein ostdeutsches Thema ist“, sagte der Ministerpräsident. „Demzufolge ist es keine Problematik einer einzelnen Stadt, eines einzelnen Landes. Sondern die gesamte Nation ist jetzt gefordert.“ Die Politik müsse klare Lösungsvorschläge entwickeln und umsetzen. „Jetzt erwartet die Bevölkerung, dass wir als Rechtsstaat funktionieren.“

Am Sonntagabend hatten sich rund 2500 Menschen an einer Kundgebung in Köthen beteiligt, zu dem rechte Gruppierungen in sozialen Netzwerken aufgerufen hatten. Eine Kundgebung verlief zeitweise aggressiv.

  • dpa
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