Rekordwert Sanktionsflut gegen Hartz-IV-Empfänger

Das Nichterscheinen zu Terminen, die Weigerung einen 1-Euro Job anzunehmen oder mangelnde Bereitschaft Bewerbungen zu schreiben - alles Gründe für Sanktionen gegen Hartz-IV-Empfänger. Und davon gab es 2010 mehr denn je.
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Die Sanktionen gegen Hartz-IV-Empfänger führen zu deutlichen finanziellen Einbußen. Quelle: dpa

Die Sanktionen gegen Hartz-IV-Empfänger führen zu deutlichen finanziellen Einbußen.

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Berlin

Insgesamt wurden durch die Arbeitsagenturen 828.708 Sanktionen verhängt, das waren rund 14 Prozent mehr als 2009. Dies berichtet die "Bild" am Dienstag unter Berufung auf eine Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Der Trend hatte sich bereits im vergangenen Jahr abgezeichnet.

Der größte Teil der Strafen habe sich gegen Hartz-IV-Bezieher gerichtet, die sich zu spät arbeitslos gemeldet hätten, nicht zu vereinbarten Terminen in der Arbeitsagentur erschienen seien oder die keine Bewerbungen geschrieben hätten. In 102.631 Fällen seien Sanktionen ausgesprochen worden, weil sich die Betroffenen geweigert hätten, eine zumutbare Arbeit, Ausbildung oder einen 1-Euro-Job anzunehmen.

Gestiegen ist laut "Bild" auch die Höhe der Sanktionen. Im Schnitt habe jeder der Betroffenen 123,72 Euro im Monat weniger Unterstützung bekommen. Im Jahr 2009 habe die durchschnittliche Kürzung noch bei 114,31 Euro gelegen.

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7 Kommentare zu "Rekordwert: Sanktionsflut gegen Hartz-IV-Empfänger"

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  • Pauschalieren ist nicht richtig. Genau das aber hat die Politik ja gewollt. Rot-Grün hat Hartz IV installiert, die Vorlage dazu kam nicht von Hartz wie viele meinen, sondern von der kriminellen Bertelsmannstiftung, die ja mehr und mehr in die Regierung reinredet.
    Das Zusammenwürfeln von wirklich Arbeitslosen mit den ewigen Faulenzern aus der Sozialhilfe war der größte Zynismus gegen Menschen die je eine Regierung gemacht hat.
    Die Arbeitslosen die z. B. mit 50 wegen ihres Alters aus den Firmen geschmissen werden, haben 30 Jahre eingezahlt
    Wie ich z. B. heute las, war unter den Sanktionierten eine Sekretärin 48, die nach zig Bewerbungn noch keinen Job hatte, weil wohl zu alt. Jetzt sollte sie von der ARGE als Putzfrau gehen und das hat sie abgelehnt und somit wurde ihr alles gestrichen.
    Hat die ARGE für so eine ausgebildete Arbeitslose keine anderen Jobs?
    Und wie ist das mit der dicken fetten Sozialhilfemammi in der 3. Generation? ein paar Kinder von diversen Männern, die kann die ARGE doch als Putzfrau vermitteln, aber das geht ja nicht, sie muß ja ihre Kinder versorgen.
    So ist das.
    Also da stimmt vieles nicht und daher ist eine wirkliche Feststellung wer ist faul und wer nicht, gar nicht möglich
    Es muß wieder die Trennung her zwischen wirklichen Arbeitslosen und den Sozialhileempfängern, dann kann man unterscheiden, so nicht.

  • @Realist leg dir einen anderen Namen zu von Realität hast du keine Ahnung, schöne grüsse aus den DDR-Freizeitpark komm mach mit, der Arbeitsvermittler will dich ins Nirwana vermitteln. Wer arbeiten will findet überall Arbeit sprach das Schaf und ging zum Metzger.

  • Wer vom System versorgt werden will, der soll gefälligst auch ein Minimum an Aufwand dafür aufwenden. Diese Gejammer "uns geht es schlecht, wir leben am Existenzminimum...eigentlich sind wir fast tot" kann ich nicht mehr hören. Es gibt viele Menschen, die gehen 40 Stunden arbeiten und haben am Ende vielleicht sogar weniger in der Tasche. Sollen alle Hartz IV Leute 800 Euro bekommen, dann aber bitte auch Wohnung, Heizung, Gebühren (wie GEZ), Krankenkasse uvm. selber zahlen.
    Ich gehe gerne zur Arbeit, auch wenn es anstrengend ist. Aber ich werde auch dafür entlohnt. Wer arbeiten will und sich permanent anstrengt, der wird dafür auch belohnt. Man bekommt nichts im Leben geschenkt. Mein Respekt haben alle die Arbeiten und mit dem Geld klar kommen. In Deutschland muss keiner hungern und leiden, dafür sorgt der Sozialstaat auch. Wem das so nicht gefällt, der kann gerne nach Afrika, Asien, Südamerika, Nordamerika oder Südeuropa gehen.

    Uns geht es schlecht auf extrem hohem Niveau! Aber das begreifen die Meckerköpfe ja nicht.

  • Die wirklichen Abzocker kommen mit dem System meist sehr gut ohne Sanktionen zurecht. - Kranbkschreibungen, Pseudobewerbungen ... - Diejenigen , die die Sanktionen treffen sind meist nur die besonders Hilfebedürftigen etwas Unbeholfenen. Menschenwürde schaut anders aus!


  • ...wer geht schon motiviert zur Arbeit? Wälzt sich täglich mindestens 5 Tage die Woche, um 7 Uhr motiviert durch den stinkenden Verkehr, quetscht sich in die miefigen Busse oder U-Bahnen um motiviert 10 bis 12 Stunden im Büro zu hocken oder dem Band hinterher zu laufen. Und das 50 Jahre lang?! Die Essenz ist, dass wir alle arbeiten um jeden Monat unsere Rechnungen bezahlen zu können. Es geht um den Broterwerb. Sonst nichts! Nicht um Spaß und auch nicht um Selbstverwirklichung, wie es den Schülern seit den 60ern vorgekaukelt wird. Glücklich ist derjenige, der sein Hobby als Job betreiben kann. Ich beneide ihn sehr.

    ...und was das "menschenwürdige Arbeitseinkommen" angeht. Jeder hat sich im Laufe seines Lebens einen Marktwert erarbeitet. Was ist der Markt bereit für einen zu zaheln? Das ist das Maß.
    Was ist daran schon würdevoll wenn man täglich Stress ausgesetzt ist so, dass sich der Magen umdreht, weil man Termine einhalten muss oder ganze Produktionseinheiten still stehen weil jemand ein Fehler gemacht hat, der sich danach am liebsten vom 12 Stock werfen würde oder buckelt bis mit 67 die Batterie leer ist etc. Was is´n daran schon würdevoll? So ist eben das Leben. Das nennt man "täglichen Überlebenskampf".

    Aber wir wollen bescheiden sein. Heute geht man nur ins Büro oder läuft Fabrikbänder hinterher. Früher mussten die Menschen auf der Jagt oder beim Beerensammeln ihr Leben lassen wenn das Wolfsrudel oder der Bär kam. Bis vor einigen Jahren wurden Verdingkinder mitten in Europa als billige Arbeitskräfte verkauft, Kleinkinder mussten massenweise in Textilfabriken, auf den Feldern und in Kohlegruben buckeln wie Erwachsene.

    Wie gut geht es uns dagegen heute. Wir können es uns leisten 25 Jahre lang Fressmäuler ohne den geringsten Beitrag an den Broterwerb der Familie durchzufüttern. Wir bekommen sogar die Lebenshaltungkosten finanziert wenn wir im Leben stolpern und fallen.

    Alles sehr würdevoll und zivilisiert, wie ich meine.

  • Man sollte mal die Kosten offenlegen, die die Sanktionen gegen HartzIV-Empfänger verursachen. In der Wirtschaft sind massenweise sehr schlecht bezahlte Leute beschäftigt, die unmotiviert ihre Arbeit mehr schlecht, als recht machen. Unternehmer überlegen gut, ob sie überhaupt beim Arbeitsamt/Jobcenter nach Bewerbern fragen, weil es zu echten Nachteilen kommen kann, wenn Unternehmer "ohne ausreichenden Grund" (Diskriminierungsgesetz) vermittelte Bewerber/innen nicht einstellen. So lange das Arbeitsamt über keine Stellen mit menschenwürdigem Arbeitseinkommen verfügt, das einen normalen Lebensvollzug sichert, sollten dieser oft menschentwürdigende Behördenterror unterbleiben!

  • Würde der Minimalen Existenz.

    80 Mio leben in Deutschland,
    multipliziert mit "400" Regelbedarf ergibt sich eine Summe

    von 32 000 Millionen pro Monat;

    im Jahr (x12): 400 000 Mio = 400 Mrd.
    (
    das sind lediglich 60% aller Unternehmensgewinne,
    oder 20 % des BIP
    )


    40 ooo Haushalten, inclusive deren Angehörigen
    bekommen dieses zugebilligt als

    Steuerfreies Existenzminimum

    (welches wie die Meisten nicht wissen nach Verfassungsgerichtsurteilen nicht unterhalb der Regelbedarfe -also Hartz4- liegen darf)

    Kinder- und Erziehungsgeld, Wohngeld, Eigenheimzulage, Solarzuschuss, Internats- und Fluginternats abschreibungen etc. etc. -was auch immer Steuerberater und Finanzbeamte so hergeben- und so weiter.)

    Erkauft wird diese perverse "Rechtsdividierung" der "Individualität"

    mit 100 000 Beschäftigten und Beamten in den Sozialämtern, Argen und JobCentern

    nicht zuletzt Richtern , die aoch noch den letzten Schriftverkehr nach dem Grundgesetz aufbröseln,

    für die 6 -10 Mio latent wiederkehrenden Hartzies.

    Hauptsache diesen kann vorgerechnet weren, sie sparen sich ihr Leben lang ALLERHÖCHSTEN noch 150 Euro pro Jahr fürs Alter ab.

    Also 1 Schachtel Zigaretten in 4ß0 Jahren
    -so es die denn dann noch gibt.

    20 % vom BIP ist das Existenzminimums der GANZEN BRD wert.

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