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Renteneintrittsalter müsse steigen DIW-Chef fordert niedrigere Löhne für ältere Beschäftigte

Um ihren Arbeitsplatz zu behalten, sollten ältere Besschäftigte auf Lohn verzichten, fordert DIW-Chef Zimmermann. Anderenfalls seien sie zu teuer und verlören ihren Job.

HB BERLIN. Ältere Arbeitnehmer müssten einen relativ niedrigeren Lohn akzeptieren, um in Arbeit bleiben zu können. Das forderte Klaus Zimmermann, Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), im Gespräch mit der «Neuen Osnabrücker Zeitung». «Als Folge wird die Nachfrage nach älteren Beschäftigten spürbar in die Höhe gehen», sagte Zimmermann voraus.

Das Senioritätsprinzip, wonach die tariflichen Entgelte mit dem Alter steigen, könne nicht mehr durchgehalten werden, begründete Zimmermann seine Forderung. Ältere Beschäftigten seien auf Grund der Entlohnungsstrukturen nämlich besonders teuer und deshalb weniger gefragt. Unternehmen und Arbeitnehmer müssten alternative Modell entwickeln, forderte Zimmermann mit Blick auf die hohe Arbeitslosigkeit der Älteren.

Außerdem müsse das Renteneintrittsalter rasch auf 67 Jahre angehoben werden, verlangte Zimmermann. Wenn die Menschen länger arbeiteten, sei es für Unternehmen attraktiver, durch Qualifizierung und eine altersgerechte Arbeitsplatzgestaltung in den Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit ihrer Mitarbeiter zu investierten, begründete der DIW-Chef seinen Vorschlag. Nicht Entlassungen in den Vorruhestand, sondern Fitmachen für Arbeit bis ins Rentenalter sei gefragt.

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