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Rentenpläne der Koalition „Das ist Nach-uns-die-Sintflut-Politik“

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„Nicht begründete Leistungsausweitung“

Metzger warf der Koalition vor, mit ihren Rentenplänen Deutschlands Ruf als Reformvorbild für das übrige Europa aus spiel zu setzen. „Jetzt, da selbst Frankreichs in Not befindlicher Präsident Francois Hollande sein Heil in einer Reformpolitik à la Gerhard Schröder sucht, fällt die Rückwärtsrolle der Großen Koalition in Berlin erst recht extrem unangenehm auf“, sagte der CDU-Politiker.

Zudem wirke der am Mittwoch vorgelegte Gesetzentwurf an einem Tag, an dem Bundespräsident Joachim Gauck in Freiburg an die ordoliberalen Grundsätze der Freiburger Schule erinnert und völlig zu Recht die Diskreditierung des Neoliberalismus attackiert habe, „erst recht wie ein Stück aus dem Tollhaus“. Großzügig würden „riesige“ Milliardenbeträge für neue Leistungen generiert – zu Lasten der Beitrags- und Steuerzahler, aber auch zu Lasten der Rentner, deren Rentenniveau weiter absinken werde, sagte der CDU-Politiker.

Kurzfristig verspreche man sich von mehr Mütterrente, früherem Renteneintritt, höheren Erwerbsminderungs- und Mindestrenten bei SPD wie Union Anerkennung bei der betroffenen Klientel. Doch werde jetzt vermeintlich nur mit Überschüssen bezahlt, gab Metzger zu bedenken. „Die strukturelle Rechnung wird erst in der nächsten Legislaturperiode präsentiert, sieht man einmal von der aktuellen Rechnung ab, die sich hinter der Nichtabsenkung des Beitragssatzes versteckt.“

Harsche Kritik äußerte auch der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther.  „Erstmals nach über 20 Jahren verantwortlicher Rentenpolitik kommt es wieder zu einer massiven und nicht begründeten Leistungsausweitung, und die Rente mit 67 wird zumindest signalhaft zurückgenommen“, sagte Hüther Handelsblatt Online.

Die abschlagsfreie Rente mit 63 – ein Wunsch der SPD – nannte Hüther in diesem Zusammenhang „ein fatales Signal in einer so stark alternden Gesellschaft“. Die Potenziale des Alters für Wirtschaft und Gesellschaft würden dadurch gemindert. „Je nach Berücksichtigung von Zeiten der Arbeitslosigkeit kann es um viele Anspruchsberechtigte gehen“, warnte der IW-Chef. „Hier sollte zumindest darauf geachtet werden, dass nur solche Zeiten der Arbeitslosigkeit angerechnet werden können, für die Beiträge seitens der Arbeitslosenversicherung gezahlt wurden.“

Demographischer Wandel als zentrale Reformbaustelle
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23 Kommentare zu "Rentenpläne der Koalition: „Das ist Nach-uns-die-Sintflut-Politik“"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Finanzierungsvorschlag: In Pensionen von Politikern und Beamten wird ein Nachhaltigkeitsfaktor und ein Steuerquotenfaktor eingebaut. Letzterer sorgt wie der Beitragssatzfaktor dafür, dass die Pensionen nicht so stark steigen, wenn der Staat die Steuerquote erhöht. Den Nachhaltigkeitsfaktor brauche ich hier nicht zu erklären.
    Die Mehreinnahmen aus beiden Faktoren könnte Herr Schäuble nutzen, um die Rentengeschenke zu bezahlen.
    Aber ich fürchte, dass eher der Rhein rückwärts fließt, als dass Rentenreformen wirkungsgleich auf Pensionen übertragen werden. Bund und Länder sind ja auch erst 10 Jahre in Verzug damit.

  • Um in dr Renten- wie auch Krankenvers. endlich mal normale Verhältnisse herzustellen, muß dem staat, den jeweiigen Regierungen der Zugriff auf die Versicherungen genommen werden. Diese Ves. gehören uns und nicht dem Staat und das muß denen mal klar gemacht werden

  • Ich verstehe die ganze Aufregung nicht.
    Von dieser Regierung war doch nichts zu erwarten. Wie denn auch?
    Da spielt eine knapp über 40jährige Arbeits- und Sozialministrin, die selbt noch keinen einzigen Tag in ihrem Leben garbeitet hat.
    Und wenn man sich mal genau bei all den Typen umsieht, trifft das auf die Mehrzahl zu.
    Wir werden von absoluten Laien regiert.
    Aber die Detuschen sidn unaufgeklärt, auch nicht interessiert und zudem enorm obrigkeitshörig.
    Sie finden doch alle Frau Merkel ganz toll, begreifen aber gar nicht, dass die eigentlich gar nichs tut.
    Vor so einem Volk kann man eigentlich nur Angst bekommen.

  • Ich finde die Rente mit 63 bei 45 Beitragsjahren für gerecht und befürworte diese Regelung. Wer so lange gearbeitet hat, der soll diese Möglichkeit erhalten. Ich habe jetzt 45 Jahre gearbeitet und habe 4 Kinder ohne große staatliche Hilfe durchs Studium gebracht und konnte deshalb keine viel kostspieligere Vorruhestandsregelung unterschreiben und habe durch diese Regelung doch noch die Möglichkeit früher in Rente zu gehen. Ich habe meinen Beitrag geleistet.

  • auf welche Basis erlaubt sich diese Nahles das Geld der Beitragszahler rauszuwerfen? Wer gibt dieser Frau das Recht, das Geld zu vernichten?
    diese GroKo ist eine grosse Schande. ich bin absolut dagegen, für Unsinn das Geld zu vernichten!

  • @Gerd
    (....gehen z.B. mit 53 in den Ruhestand; Beamte bei der Bundeswehr mit 60. Das muss gestrichen werden und dem Renteneintrittsalters (67) des gemeinen Bürgers angepasst werden. ....)

    Nicht nur das.

    Altersteilzeit kann man auch abschaffen.

    Der 19 jährige weiter oben in seinem Beitrag hat recht!

    Es kann nicht angehen, das die Parteien Wahlgeschenke verteilen, auf Kosten der jüngeren Generation. Und schon garnicht nur oder mit den Beitragszahlern der Rentenkasse, was die Mütterrente angeht.

    Es kann auch nicht angehen, das beispielsweise in einigen Firmen Altersteilzeit angeboten wird, und ein kleiner Teil der Bevölkerung von Frühverrentung profitiert. In vielen Branchen wird Altersteilzeit gar nicht angeboten!

    Sie können ja mal einen Mitarbeiter in einem prekären Arbeitsverhältnis einer ZAF fragen, was sein Personaldienstleister dazu gesagt hat, als er nach Altersteilzeit gefragt hat. ;-)


  • Ich bin vor 2 Jahren nach fast 20 Jahren Abwesenheit (USA, Skandinavien, Schweiz, Singapore) nach Deutschland, Muenchen, zurueckgekehrt. Aber ich habe schon wieder die Nase voll. Sozialneider an jeder Ecke; Politiker, die an mein hart verdientes Geld wollen (auf mein Gespartes, was nach mehreren Runden der Besteuerung noch mehr besteuert werden soll) damit sie mehr zum Verschwenden haben.... Nein danke. Wir (Familie mit drei Soehnen) werden uns wohl bald wieder verabschieden und nach Singapore zurueckgehen. Hochmodern, sicher, sauber und da wird Leistung nicht bestraft.

  • @norbert
    Sehr verehrter Poster!
    Darf ich Sie höflich und in aller Form bitten, einen anderen Namen zu benutzen ?
    MfG
    norbert

  • Die Wähler haben es so gewollt und die maßlose Gier nach immer mehr Wohlstand der Mittelschicht treibt die einen in die Armut und die Kinder in die zerstörung des Planeten.

    Der Wohlstand und mit ihm das viele Geld erzeugt einen immer größeren ENERGIEBEDARF! Wie der letztendlich immer gelöst wird, beweist die Geschichte.

    Es geht nie um Fakten. Es geht ausschließlich um Emotionen. Die gefühlte, oder besser im Gefühlsgedusel untergeschobene, manipulierte Wahrheit wird dann als eigentliche Wahrheit wahrgenommen und so zur Realität.

    „Der Verstand sinkt mit der Masse der Versammelten“.
    Dieser Satz stammt aus „Psychologie der Massen“ von Gustave Le Bon.
    http://tinyurl.com/lqyog7l

    http://kenfm.de/blog/2013/12/26/super-marionetten/

    Das Problem ist das Heute die meißten viel zu hohe Ansprüche haben!! Auch die jungen Menschen, die mit 25 schon die Welt bereist haben wollen und Haus, Audi/BMW besitzen wollen! Nur Kinder, die will man wegen der Gier nicht. Die Deutschen leiden an Schizophrenie. Und die Kinder werden es den egoistischen Eltern bestimmt danken!

    Das viele Geld wird den Menschen ins Elend und letztendlich in den Krieg treiben! Denn der Kampf um den Wohlstand hat schon lange begonnen!! Egal ob Reiche sich bekriegen oder Nationen...Menschen einer Klasse usw usw.

    das wird noch eine lustige Zukunft mit Bürgerkrieg und ev. sogar einen 3. WK!

  • Da gibt es nur eine Antwort drauf: Die gesetzliche Rente muss immer stärker steuerfinanziert werden, wie eben die Pensionen generell! Der Generationenvertrag ist doch schon halb tot und nicht haltbar! Und wer sagt überhaupt, dass die gesetzliche Rente beitragsfinanziert werden muss? Pensionen sind es auch nicht!

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