Rentenversicherung Norbert Blüm sorgt sich um die Rente

„Denn eins ist sicher: Die Rente“ prangte 1986 auf rund 15000 Plakaten. Hinter der Kampagne stand der ehemalige Bundesarbeitsminister Norbert Blüm (CDU). Heute hält er die Rente allerdings gar nicht mehr für sicher.
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BerlinDer ehemalige Bundesarbeitsminister Norbert Blüm (CDU) sorgt sich um die Rente. „Wenn das Rentenniveau weiter so sinkt wie in den letzten Jahren, dann kommt man in die Nähe der Sozialhilfe, was die Rentenversicherung nicht nur um ihren guten Ruf bringt, sondern auch um ihre soziale Sicherungsfunktion“, sagte Blüm der „Saarbrücker Zeitung“ (Dienstag).

Ein System, aus dem man mit Beiträgen nicht mehr bekomme als jemand, der keine Beiträge gezahlt habe, „erledigt sich von selbst“.

Weil die Zahl der Alten zunimmt und es immer weniger Beitragszahler gibt, sinkt der Grad der Absicherung der Rente. Blüm hatte 1986 mit einer Kampagne um Vertrauen für die Rentenversicherung geworben. Auf 15 000 großen Plakaten wurde verkündet: „Denn eins ist sicher: Die Rente.“ Immer wieder betonte er fortan: „Die Rente ist sicher.“

An diesem Dienstag wird das 125-jährige Jubiläum der gesetzlichen Rentenversicherung in Berlin mit einem Festakt begangen.

Wovon hängt die Höhe der gesetzlichen Rente ab?


  • dpa
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16 Kommentare zu "Rentenversicherung: Norbert Blüm sorgt sich um die Rente"

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  • Sicher ist die umlagenfinanzierte Rente immer, selbst bei einem Finanzcrash wird es anschließend wieder Rente gegen nur die Höhe ist nicht sicher und wird immer weniger weil immer mehr rentenfremde Leistungen aus der Rentenkasse finanziert werden. Auch für die nutzlose Riesterrente hat man Prozentpunkte aus der Rentenkasse geopfert zu Lasten der Rentner und zu Gunsten der Finanzindustrie. Man könnte weinen wenn man sieht wie unsere Politiker egal aus welcher Partei mit dem Rentensystem umgegangen sind. Nur an den Pensionen wurde nicht herumgebastelt, die gibt es weiterhin in üppiger Form und man kann raten warum?

  • Die Rente war schon unsicher als Adenauer vom kapitalgedeckten zum Umlageverfahren wechselte, denn auch damals war, "Kinder kriegen die Leute immer", bereits unzutreffend.
    Dass das Dilemma nun aber auf dem Rücken der Enkelgeneration der heutigen Rentner abgelastet werden soll, können wohl nur die Enkel selber verhindern. Indem sie in die Entscheidungsposition einrücken und den Hahn sofort und schmerzhaft spürbar zudrehen. Bleibt zu hoffen, dass sie die dann im Ruhestand befindlichen Verwantwortlichen bei der Kürzung ebenfalls bedenken und selber so wenig korrupt sind, einmal bei Entscheiden angekommen der Versuchung der Selbstbereicherung zu widerstehen.

  • Herr Niefeld,
    seien Sie doch nicht so kleinlich. Wenn Sie das lesen werden sie noch richtig angesäuert werden. Er hat sich das aber verdient.
    http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2014/12/68919/

  • Herr Zimmer,
    wie Recht Sie doch haben. Aber wenn bei den Gewerkschaften sich nicht ändert, und die Obersten Gewekschaftsbosse immer noch SPD Mitglieder sind, dann wird sich so schnell nix ändern. Übrigens, Herr Sommer hat sich mit 62 Jahren verabschiedet.

  • Da liegt solch eine Dynamik in dieser Frage drin, das die dafür Verantwortlichen, wie zum Beispiel Müntefering und Schröder, der Tragweite ihres Betruges sich noch gar nicht bewusst wurden sind.
    Was ist der Unterschied zwischen einem Rentner und der Sozialhilfe? Das die Sozialhilfe höher ist als die Rente?
    Das man sich beschimpfen lassen muss, wenn man man nach 45 Beitragsjahren, mit 63 Jahren Abschlagsfrei in Rente gehen kann
    Nicht dieses Pille Palle Denken mancher Arbeitgeber. Das wird einem missgönnt?
    Es lohnt sich nicht die Thematik Journalisten und Arbeitgebervertretern noch einmal zu erklären. Raus kommt eh nur Pawelsche Reflexe.
    Nicht dieses Pille Palle Denken mancher Arbeitgeber und Beamter. Beamte haben Null einbezahlt, und deren Pension beginnt erst wo die Rente aufhört.
    Aber mittlerweile sind viele, sehr viel Arbeitnehmer aufgewacht
    auch in den Gewerkschaften. Leider ist deren oberste Le(ä)hmschicht immer noch den alten SPD Adel zu huldigen.

  • Bei der Einführung mitte der 50er wurde auch die Frage, wie lange ein Umlageverfahren funktioniert diskutiert. Dabei kam heraus, daß dieses Pilotspiel ca. 30 Jahre funktioniert.
    Eingeführt wurde es trotzdem. 30 Jahre später wurden immer mehr Leistungen ausgegliedert mit neuen Zwangsbeiträgen und neue Quersubventionen eingeführt unter anderem die Öko-Steuer.

    Allen die meinen, sie "sparen" etwas an mit ihren Beiträgen, sollten darüber nachdenken, das schon immer die Beiträge sofort an die aktuellen Rentner ausgezahlt wurden und sie nur Anwartschaftspunkte bekommen, deren Wert nur bei endlos steigenden Beiträgen oder endlos steigenden sozialversicherungspflichtigen Angestellten steigen kann.
    Bei beidem gibt es aber Grenzen.

    Am Ende bleibt nur staatlich verwaltete Armut für alle. Wie immer, wenn Planwirtschaft herrscht.

  • Blüm: Ein Erfolg der heutigen Politiker unter Merkel! Armut für deutsche Rentner! so Kann man seine Äußerungen deuten.

  • Herr Keil
    - Ich frage mich, wer denn tatsächlich die Interessen der Rentner vertritt und z.B. dafür eintritt, das Rentenniveau wieder auf ein akzeptables Niveau anzuheben. -

    Normalerweise sollte das der VdK sein.

    Dort habe ich mich schon vor Jahren erkundigt, ob die Aufgabe des VdK nur darin besteht, den angehenden Rentnern beim Ausfüllen der Rentenanträge behilflich zu sein.
    Oder ob man vielleicht einige 100 000 Rentner auf die Strasse bringen könnte.
    Mir wurde gesagt, politisch will sich der VdK nicht betätigen.

  • Was wollt ihr eigentlich? Der damalige Bundesminister Herr Dr. Blüm hatte mit seiner Aussage bezügl. der sicheren Rente vollkommen Recht - es hat schließlich nie die Kaufkraft der Rente zur Disposition gestanden.
    Damit hat er noch eine wahre Aussage gemacht wenn der Zahlbetrag der Renten bei einem EURO liegen wird.

  • Dabei wäre doch alles so einfach!
    Nachdem das Rentenpaket der Regierung beschlossen ist, wird es Zeit, sich dem eigentlichen Rententhema zu widmen. Viele, die monatelang Sturm gegen die "abschlagsfreie Rente mit 63" sowie die "Mütterrente" gelaufen sind, haben soziale Kälte, nur wenige profitierende Rentner, hohe Ausgaben auf Kosten der jungen Generation und damit Ungerechtigkeit ausgemacht. Tatsächlich handelte es sich bei beiden Maßnahmen allerdings lediglich um kleinere Korrekturen im Sinne der Rentengerechtigkeit. Die monatelange, tlw. beschämende Diskussion verschleierte jedoch das eigentliche Problem: das Rentenniveau wurde in den letzten Jahrzehnten von der Politik schrittweise durch Besteuerung, Beiträge für Kranken- und Pflegeversicherung, Rente mit 67, Riesterfaktor ... einerseits drastisch reduziert, andererseits wurde das Rentensystem durch rentenfremde Belastungen nachhaltig geschwächt. Ich frage mich, wer denn tatsächlich die Interessen der Rentner vertritt und z.B. dafür eintritt, das Rentenniveau wieder auf ein akzeptables Niveau anzuheben. Jetzt wären doch die Kritiker aufgerufen, die beklagte soziale Kälte aus dem Rentensystem zu nehmen. Ich warte auf deren Vorschläge und Initiativen. Oder ging es bei dem ganzen Lärm doch nur um die Sicherung und weitere Vermehrung des Wohlstands einiger Weniger, zu dem doch die heutigen und künftigen Rentner einen wesentlichen Beitrag geleistet haben? Anstatt gewissermaßen "Zur Belohnung" das Rentenniveau tendenziell in Richtung Existenzminimum/Altersarmut abzuschmelzen, ist jetzt eine angemessene Erhöhung angebracht. Angemessen wäre auch, wenn die Kritiker, also gewisse Arbeitgeber und deren Sympathisanten jetzt und die nächsten Monate dafür Sturm laufen würden.Ein erster Schritt könnte die Steuerfinanzierung rentenfremder Belastungen sein. Auch ein flexibler Renteneintritt wäre sinnvoll.
    Bis das passiert, mein Tip:

    http://youtu.be/BgVWI_7cYKo
    http://youtu.be/TgAi7qkD8qg

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