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„Rettet die Bienen“ Eine Million Menschen unterstützen Volksbegehren für Artenschutz in Bayern

In Bayern wächst der Ruf zur Rettung der Artenvielfalt von Insekten. Ein Volksbegehren zum Schutz von Bienen könnte das erfolgreichste seit Jahrzehnten werden.
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Teilnehmer einer Demonstration stehen als Bienen verkleidet vor dem bayrischen Landtag. Quelle: dpa
Rettet die Bienen

Teilnehmer einer Demonstration stehen als Bienen verkleidet vor dem bayrischen Landtag.

(Foto: dpa)

New YorkInitiatoren eines Volksbegehrens in Bayern haben sich den Schutz der Bienen auf die Fahnen geschrieben, denn sie warnen, dass das Verschwinden der Bienen „das größte Artensterben seit den Dinosauriern“ sei.

Nun hat ihr Vorstoß zur Bewahrung der Artenvielfalt noch vor Ablauf der Eintragungsfrist am Mittwoch eine entscheidende Hürde genommen. Es hätten sich mehr als eine Million Menschen in Unterschriftenlisten eingetragen, teilte die Beauftragte des Volksbegehrens „Rettet die Bienen“, Agnes Becker (ÖDP), am Dienstag in München mit.

Für einen Erfolg waren Unterschriften von mehr als zehn Prozent aller bayerischen Wahlberechtigten nötig – rund 950.000 Menschen. Bei einem erfolgreichen Volksbegehren befasst sich der bayerische Landtag mit einem entsprechenden Gesetzesentwurf zum Artenschutz.

„Je größer der Zuspruch, desto höher der Druck auf Ministerpräsident Söder, die Forderungen des Volksbegehrens für wirksamen Artenschutz in Bayern auch umzusetzen,“ so Becker.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat einen runden Tisch für mehr Artenvielfalt angekündigt. Nächsten Mittwoch soll „parteiübergreifend“ nach Lösungen gesucht und offen diskutiert werden, sagte er am Dienstag bei Twitter. „Unser Ziel ist ein gesellschaftlicher Konsens.“ Die Natur solle nicht gegen die Bauern geschützt werden, sondern mit ihnen. „Wir wollen versöhnen, statt zu spalten,“ so Söder.

Die offiziellen Zahlen will der Landeswahlleiter am Donnerstag vorlegen. Sie könnten noch deutlich höher liegen, da viele Kommunen in der Übersicht der Initiatoren noch fehlten. Das Volksbegehren, welches am 31. Januar startete, fordert Änderungen im bayerischen Naturschutzgesetz.

Zu den Kernpunkten des Vorschlags zählen eine bessere Vernetzung von Biotopen, weniger Einsatz von Pestiziden sowie eine Umstellung aller „staatlichen Agrar- und Forstflächen auf eine ökologische Bewirtschaftung und nachhaltige Nutzung“.

Das Volksbegehren könne das erfolgreichste seit über fünfzig Jahren werden, erklärte Ludwig Hartmann, Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im bayerischen Landtag. Am Mittwoch läuft die Eintragungsfrist ab.

Wissenschaftler haben kürzlich in einer neuen Studie vor einem rapiden Insektensterben gewarnt, welches das gesamte Ökosystem der Welt und damit auch die Menschheit in Gefahr bringt. Die gesamte Population von Insekten nehme um 2,5 Prozent pro Jahr ab, haben Experten in der Fachzeitschrift „Biological Conservation" bekanntgegeben. Bleibe es bei diesem Tempo, könnte alle Insekten innerhalb der kommenden 100 Jahre ausgestorben sein, warnen die Wissenschaftler.

Mit Agenturmaterial

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