Rettungspaket Merkel bleibt bei Zypern hart

In Sachen Zypern sieht die Bundesregierung kaum Spielraum für Zugeständnisse. Wenn Zypern nicht den geforderten Eigenbeitrag zum Rettungspaket bringt, soll es keine Hilfe geben.
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Merkel: "Zypern braucht nachhaltigen Bankensektor"

BerlinDie Bundesregierung hat sich gegenüber Zypern auf eine harte Verhandlungslinie festgelegt. Nach Informationen des Handelsblatts (Donnerstagausgabe) sieht man in Berlin kaum Spielraum für Zugeständnisse. Wenn Zypern nicht den geforderten Eigenbeitrag zum Rettungspaket bringt, soll es keine Hilfe geben. Selbst eine Insolvenz der beiden angeschlagenen Banken, für die der größte Teil des Rettungspakets vorgesehen ist, würde man notfalls in Kauf nehmen. Anschließend könnte man dem zyprischen Staat immer noch helfen, um eine Pleite und ein Ausscheiden aus der Euro-Zone zu verhindern. Das sei kein Szenario, das man sich wünsche, hieß es in Berlin, aber es liege an Zypern, es zu verhindern.

„Die Euro-Länder haben Zypern ein Angebot vorgelegt, das wirklich akzeptabel war“, sagte Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) dem Handelsblatt. „Nachdem das Parlament in Nikosia dies abgelehnt hat, ist Zypern nach wie vor am Zug.“ Die Regierung in Nikosia müsse ihren Beitrag leisten. „Es geht nicht, nur die anderen Euro-Länder belasten zu wollen, aber keinen Beitrag zur Lösung der Probleme zu leisten, die man selbst verursacht hat“, sagte Kauder. „Griechenland war im Gegensatz zu Zypern bereit, ganz andere Lasten zu tragen, um das Land auf einen guten Weg zu führen.“

Die Ablehnung des Rettungsprogramms durch das zyprische Parlament interpretiert man in der Bundesregierung auch als Versuch, Druck auf die Euro-Staaten auszuüben. Dem will man nicht nachgeben, auch aus prinzipiellen Gründen: Ansonsten befürchtet man, dass andere Krisenländer mit Hilfsprogrammen ebenfalls von ihren Auflagen abrücken. Für eine harte Gangart spreche auch, dass sich die Finanzmärkte bisher unbeeindruckt von der Zypern-Krise zeigten, hieß es in der schwarz-gelben Koalition. Zyperns Parlament hatte das geplante EU-Rettungsprogramm am Dienstagabend abgelehnt, weil die darin vorgesehene Zwangsabgabe auf Spareinlagen auf Widerstand in der Öffentlichkeit gestoßen ist. Mit der Abgabe sollte Zypern einen Eigenbeitrag in Höhe von 5,8 Milliarden Euro zum Hilfspaket leisten.

  • mina
  • jhi
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18 Kommentare zu "Rettungspaket: Merkel bleibt bei Zypern hart"

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  • Deshalb ist mein Geld in der Schweiz besser u. sicherer aufgehoben.
    Dort kann Mutti nicht zu langen.

  • #Dr Leineweber
    ..spenden Sie doch Ihr Sparbuch, damit Sie Erleichterung bekommen. Gehen Sie mit gutem Beispiel voran.

  • Die Zyprier können wählen zwischen Demokratie oder " Russischen Pass ". Natürlich nicht, Putin ist alles andere als blöde und weis, dass die Türken indirekt mit am Tisch sitzen und ein Stützpunkt mit Russen und noch 3000 Englischen Soldaten auf Zypern Sprengstoff ist. Eine Wiedervereinigung beider Teile Zypern ist dann auch vom Tisch. Die Griechischen Zocker können nur noch eine Volksbefragung starten zu einem Plan, den es noch nicht richtig gibt, sonst werden sie davon gefegt. Also Angela
    ruhig schlafen, die Karten sind gut und liegen bei uns.

  • Frau Merkel hat nur deutsche Interesse vor Augen, da gegen es hier um ein europäische Problem handelt und man muss europäisch denken. Daher ist es für mich nicht Fremd wenn man Frau Merkel als HITLER dargestellt wird. Es ist überall in Europa dass Sie mit Hitler verglichen wird und es ist Zeit dass Sie überleg warum? Die erweckt der Eindruck, was die deutschen mit zwei Kriegen nicht geschafft haben, schaffen Sie es mit Wirtschaftsmacht und deshalb dass Angst von deutschen ist Gross und Deutschland muss zwei Gänge zurück schlaten. Höchtste Zeit dass Frau Merkel und Herrn Schäuble sich aus dem Verhandlungen zur Euro Rettung zurückziehen.
    Euro ist ein sehr gute Idee aber schlecht ausgeführt. Wegen der deutsche Schuld ist es nicht erforderliche gewesen alle europäische Länder in EURO-Boot zu holen, man sollte da selektive angehen. Es ist noch Zeit die Korrekturen durch zu führen und einige Wirtschafts schwäche Länder wie Griechenland, Zyprern, Spanien, Portugal Slowenien, etc. aus EURO austretten zu lassen und die EURO zu retten. Meine Meinung nach es sollten nicht mehr als Acht Länder den EURO zu gehören. Erst wenn die o.g. Länder wirtschaftlich stark sind sollte langsam eine nach dem anderen der EURO bei tretten aber der Wirtschaft muss stark sein.

  • Frau Merkel hat Recht. Wenn es eine Lösung gibt, dann nur die, dass Zypern selbst mit anpackt ansonsten muss das Land eben Pleite gehen. Das ist dann aber nicht unser Problem!

  • Warum Dr. Merkel hart bleibt, ist ganz a einfach: Die Sturheit Merkels geht so weit, dass sie den Tabubruch 'bailout auf Kosten der Sparer' auch am vierten Tag der Bankenschließung befürwortet. Die Banken bleiben eineinhalb Wochen geschlossen, und Merkel hält das für 'normal.' Merkel merkt nicht welcher Paradigmenwechsel dahinter steht. Und sie spielt sich weiterhin als starke Frau in Europa auf, die alles nach Belieben diktieren kann.
    Was jetzt übrig bleibt, ist eine Tragödie. Man sollte Merkel den Song 'Tragedy' von den Bee Gees vorspielen, damit sie den ersten Schritt in die Realität tun kann. Und natürlich muss sich Merkel jetzt das anlasten lassen, was sich in Europa zusammenbraut. Sie war schließlich der Braumeister. Im Endstadium des Euro-Gebräus muss die griechisch-orthodoxe Kirche oder Russland ein Land retten und Deutschland wird für alles verantwortlich gemacht. Merkel ist dabei, Deutschland von Europa abzuspalten, weil wir bald überall verhasst sein werden, statt einen Spaltpilz namens Euro in Schach zu halten.
    Und hier hätte Merkel ein Ventil gehabt: 'Liebe Landsleute in Europa: Es hängt von der Eurogruppe und dem, IWF ab.'
    Sie klebt sich die Verantwortung und die Einschätzung selbst ans Bein und merkt das in ihrer Überheblichkeit nicht.
    Wer Hass sät, wird ihn ernten. Und zwar in personam.
    Die Krise sät Zwietracht, meint die FAZ. Und hinter der Krise steckt Merkel, so die eurokritische website www. fortunanetz.de.

  • Merkel bleibt hart wie immer, d.h. im Klartext bis es opportun ist umzufallen und das zu tun, was gestern noch in Abrede gestellt wurde. Es glaubt doch keiner ernsthaft, dass die Druckmittel nur auf der Seite der selbsternannten Euroretter sind. Wer Schulden abbauen will muss Vermögen abbauen nicht den Spargroschen des kleinen Sparers.

  • Die zypriotischen Banken erhalten doch längst über die EZB nahezu unbegrenzt Not-Kredite damit sie handlungsfähig bleiben. Der kleine Bürger interessiert hier doch niemand. Das Große Kapital wird hier erneut Mrd. gewinne einfahren. "Es ist halt wieder mal Wahlkampfgeplapper"
    Eine Bank ist ein risikoloses Geschäft. Gehts gut werden Mrd. Gewinne und Boni eingefahren. Gehts schief haftet der Steuerzahler. Und zum Dank verschiebt dann z.B. die Commerzbank noch die Gewinne damit auch ja keine Zinsen für die Rettungsaktion bezahlt werden müssen.

    Na ja. der Dt. Michel wirds wohl nie kapieren. Spätestens wenn das Bier/Chips knapp werden wird es beim DSDS schauen auch nicht mehr lustig sein.

    Der Große Knall wird unweigerlich kommen. Europa bereits hat da verloren als die ersten Verträge gebrochen wurden.

    Ich wage mal auch mal eine Prognose. Nur ganz wenige der Politiker welche für dieses Desaster verantwortlich sind werden dann ihren Ruhestand in der BRD geniessen können.
    Vermutlich wird wohl Theodor Körner leider Recht behalten.
    "Noch sitzt Ihr da oben Ihr Feigen Gestalten, vom Feinde bezahlt dem Volke zum Spott, doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten. Dann richtet das Volk, dann Gnade euch Gott"

  • Jetzt bin ich mal gespannt ob unsere "harte" Murksel nach 22maligem Nachgeben in Rettungsschirm-Verhandlungen endlich das macht, wofür sie gewählt wurde:

    Nämlich die Interessen ihrer Bürger zu vertreten.

    Es könnte auch sein, daß ihre "neue Härte" den kommenden Wahlen geschuldet ist und man sich für ein Exempel einen unwichtigen Staat aussucht.

    Auf jeden Fall hat Murksel in ihrer Regierungszeit so viel Mist gebaut, dass sie endlich weg muß.

    Das Problem ist nur, es steht sofort Ersatz zum Regieren in der perfekten Transfer-Union bereit.

    Es ist der Enteignungsblock ROTGRÜN.

  • "und sich im Gegenzug Rechte an den Energievorkommen Zyperns übertragen lassen."
    Offenbar tragen die Zyprer diese Rechte aber lieber den Russen an.

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