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Rezzo Schlauch will Mittelstand Innovationen versüßen Patente sollen künftig als Vermögen gelten

Um kleinen Unternehmen Forschung und Entwicklung zu erleichtern, hat der Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung, Rezzo Schlauch (Grüne) bilanzrechtliche Reformen angeregt.
  • Barabara Gilmann (Handelsblatt)

BERLIN. Der parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium will sich dafür einsetzen, dass auch Mittelständler künftig Aufwendungen für Entwicklungen und Patente als immaterielle Vermögensgegenstände in die Bilanz einstellen können, kündigte er im Gespräch mit dem Handelsblatt an.

Die jährlich mehr als 60 000 Patentanmeldungen in Deutschland wären so nicht länger reine „Kostenverursacher“, sondern würden zum Unternehmenswert gezählt und die Position gegenüber Kapitalgebern stärken, hofft Schlauch. Gerade bei Unternehmen mit hohem FuE-Anteil lasse sich der Wert eines Unternehmens kaum noch aus den „klassischen“ Teilen des Anlagevermögens ermitteln.

Als Teil des Innovationspaketes der Bundesregierung werde die Neuerung für „innovationsfreudigere Strukturen“ sorgen. Aus „stillen Reserven“ würden Bausteine für die Zukunftsfähigkeit der Unternehmen. Konkret käme die Reform als Teil des geplanten Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes in Betracht.

Zuletzt seien die Ausgaben der Wirtschaft für Forschung und Entwicklung (FuE) insgesamt sogar zurückgegangen, verweist der Grünen-Politiker auf die jüngsten Angaben des Stifterverbandes. Besonders Besorgnis erregend sei diese Entwicklung im Mittelstand, wo die FuE-Investitionen zwischen 2001 und 2002 sogar um 3,2 Prozent nachgelassen hätten. Fehlende Mittel würden gerade hier vielfach zur „Innovationsbremse“.

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