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Robert Koch-Institut RKI beobachtet schwächeren Anstieg der Neuinfektionen

Der Chef des Robert Koch-Instituts sieht einen Lichtstreif am Horizont: Der Anstieg der Neuinfektionen geht zurück. Sicher könne er das jedoch erst Mitte der Woche sagen. 
23.03.2020 - 11:17 Uhr 2 Kommentare

Coronavirus: RKI beobachtet schwächeres Wachstum bei Neuinfektionen

Berlin Lothar Wieler startet die neue Woche mit Optimismus: Die Statistik zeige eine „Abflachung der Kurve der Neuinfektionen“ mit dem Sars-CoV-2-Virus. Für eine sichere Bewertung sei es noch zu früh, aber es gebe offenbar einen Trend, dass sich „das exponentielle Wachstum der Kurve etwas abflacht“, sagte der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI) am Montagmorgen. Genauer könne er das aber erst Mitte der Woche sagen. 

Der Rückgang sei offensichtlich das Ergebnis der Maßnahmen, die seit Anfang vergangener Woche gelten, also vor allem der Schließung der Schulen, Kitas und Hochschulen, aber auch der Gaststätten, nicht notwendiger Geschäfte sowie allen Vergnügungsstätten.

Die Bevölkerung habe mehrheitlich den Ernst der Lage verstanden, so Wieler, es hapere aber noch an der Umsetzung. Das zeigten sowohl die Online-Befragungen, die das RKI zusammen mit der Universität Erfurt seit Anfang März mache, als auch die aggregierten Daten der Telekom, mit denen das RKI seit einigen Tagen versucht, die Mobilität der Bevölkerung zu messen. 

Stand Montag 0 Uhr waren dem RKI 22.672 Infizierte gemeldet worden, das waren 4062 mehr als am Vortag. Die Zahlen sind allerdings beschränkt aussagekräftig, da ein Teil der Gesundheitsämter am Wochenende keine Zahlen geliefert hatte. 

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    Die Zahl der Toten beläuft sich auf mittlerweile 86. Dabei unterscheidet das RKI nicht, ob diese an dem Virus oder einer anderen Krankheit gestorben sind, sondern zählt alle Verstorbenen, die mit dem Coronavirus infiziert waren. Das Durchschnittsalter der Infizierten betrug 45 Jahre, das der Toten lag bei 82 Jahren. Unter den Infizierten sind mit 57 Prozent etwas mehr Männer als Frauen. 

    Neben den neuen Maßnahmen zur Kontakteindämmung, auf die sich Bund und Ländern am Wochenende geeinigt hatten, bleibe es weiterhin zentral, „so viele Infizierte und Erkrankte wie möglich zu erkennen und abzusondern“. Dazu bräuchten die überlasteten Gesundheitsämter aber weit mehr Unterstützung.

    Das RKI hat daher einen Aufruf gestartet, vorrangig an Medizinstudenten, sich für die Mitarbeit zur Verfügung zu stellen und dafür ein Urlaubssemester einzulegen. Die Resonanz sei bisher sehr groß, sagte Wieler, ohne Zahlen zu nennen. Landräte und Bürgermeister müssten darüber hinaus für weiteres Hilfspersonal sorgen, forderte der RKI-Chef. 

    Um die Versorgung in den Kliniken aufrecht erhalten zu können, hat das RKI auch neue Regeln für das Klinik-Personal erlassen: Sie sollen nun nicht mehr sofort in Quarantäne geschickt werden, wenn sie engen Kontakt zu Infizierten hatten. Das soll nun erst dann geschehen, wenn sie selbst Symptome zeigten. Das habe man mit den Bundesländern entschieden, um einen neue „Balance zwischen Praktikabilität und Patientenschutz“ zu erreichen, sagt Wieler. 

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    2 Kommentare zu "Robert Koch-Institut: RKI beobachtet schwächeren Anstieg der Neuinfektionen"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Leute, die meisten haben es immer noch nicht verstanden. Die Kontaktsperre mag ja kurzfristig sinnvoll sein, aber eine Lösung des Problems kann das nicht sein. Aus den Nachrichten und Talkshows schimmert immer wieder hervor, daß nur die "Herdenimmunität" die Pandemie aufhalten kann, man spricht es nur noch nichjt laut aus. Da eine Impfung erst in 1-2 Jahren verfügbar wäre, müssten sich ca. 70 % der Bevölkerung infizieren, um die Pandemie zu besiegen. Das hört sich gruselig an, aber keine Angst da müssen wir durch. Nur die Älteren (Ü70) und chronisch Kranken müssen noch länger durch Isolation geschützt werden, auch um den Ansturm auf die Krankenhäuser zu begrenzen.
      Laut RKI verurachte die Grippewelle 2017/2018 25000 Tote in Deutschland (weltweit über 500000) und keiner regte sich darüber auf. Heute sind es hier bisher 100 Tote (weltweit 15000). Da stimmt doch was nicht!

    • Gibt es eine Info, wie das Statement "schwächerer Anstieg" zustande kommt? Laut der Webseite des RKI gab es über 4000 neue Infektionen im Vergleich zum Vortag... Oder hat sich in NRW eine 0 zuviel eingeschlichen (2070 Neuinfektionen)

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