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Rösler in Nöten Wirtschaftselite lässt FDP fallen

Mit seiner Selbstausrufung zum Sieger des Euro-Mitgliederentscheids hat sich Rösler ins Abseits manövriert. Die FDP-Spitze steht zwar hinter ihm. Doch die Parteibasis rebelliert. Und auch die Wirtschaft geht auf Distanz.
11 Kommentare

Schäffler kritisiert FDP-Führung

Düsseldorf/BerlinIn der FDP rumort es, nachdem Parteichef Philipp Rösler den parteiinternen Euro-Mitgliederentscheid schon am Wochenende für gescheitert erklärt hatte. Erschwerend kommt für Rösler noch hinzu, dass die deutsche Wirtschaftselite auf Distanz zu den Liberalen geht. Laut einer Umfrage sympathisieren nur noch neun Prozent der Manager mit der Partei. Das zeigt das „Elite-Panel“ des Wirtschaftsmagazins „Capital“, das am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde. Vor einem halben Jahr kam die FDP noch auf 14 Prozent, vor zweieinhalb Jahren sogar auf 38 Prozent.

Die FDP-Führung versuchte heute die harsche Kritik, die teilweise von der Parteibasis dem Vorsitzenden entgegenschallt, vergessen zu machen. So schwenkte FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle  auf die Linie Röslers ein und erklärte ebenfalls, dass er mit einem Scheitern der Abstimmung rechne. Am Freitag werde sich möglicherweise klar bestätigen, dass die Mindestbeteiligung von einem Drittel der Mitglieder nicht erreicht werde, sagte Brüderle am Dienstag in Berlin. „Ich rechne auch damit, dass es so kommen wird“, sagte der Fraktionschef.

Er bezog sich damit auf entsprechende Äußerungen von FDP-Chef Philipp Rösler. Am Dienstag um Mitternacht endet die Einsendefrist für den Mitgliederentscheid, mit dem Kritiker eine Zustimmung Deutschlands zum geplanten dauerhaften Euro-Rettungsmechanismus ESM verhindern wollen.

Rösler hatte bereits am Wochenende das Ansinnen der Initiatoren um den Finanzpolitiker Frank Schäffler, die den bisherigen Euro-Kurs der FDP kippen wollen, für gescheitert erklärt. Damit war Rösler auf heftige Kritik in der Partei gestoßen. Der Entscheid ist gescheitert, wenn sich nicht mindestens ein Drittel der Mitglieder beteiligen. Er gilt dann nur als normale Befragung ohne Bindung für die Partei.

Brüderle wies auch Spekulationen zurück, er könnte anstelle Röslers die Parteiführung übernehmen. Der Fraktionschef verwies dabei auf den Parteitag vom Mai: „Wir haben unsere Personalfragen in Rostock geklärt, die Führungsmannschaft für zwei Jahre gewählt. Veränderungen dazu stehen nicht an.“ „Spiegel Online“ hatte von Gerüchten berichtet, wonach Brüderle Rösler ablösen könnte. Der Fraktionschef gilt seit längerem als zweiter starker Mann in der Partei.

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11 Kommentare zu "Rösler in Nöten: Wirtschaftselite lässt FDP fallen"

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  • Die FDP ist mit ihrem Führungspersonal einfach verbraucht, ohne klare Perspektive, die Wählerschichten anspricht, so ziemlich am Ende. Scheffler und die EURO-Hilfsgegner hätten eine reale Chance für eine neu zu gründende Partei. Außer den Linken ist in Berlin alles für und für noch mehr EURO-Rettungsgelder, wie SPD und Grüne. Der deutsche mittelständische Wähler ist eher EURO-skeptisch. eine riesige Chance für Scheffler und seine Mitstreiter, schon für 2013.

  • Eigentlich ist das Ergebnis dieser gelenkten innerparteilichen Umfrage egal. Die Art und Weise eröffnet die neuen Möglichkeiten! Herr Schäffler zögern Sie nicht, mit einer neuen Partei werden Sie mehr erreichen! Die Parteienlandschaft ist so zementiert und eintönig, dass man kaum noch von einer Demokratie sprechen kann. Es ist das Einparteiensystem mit 5 verschiedenen Pseudoparteien. Ich kann mir nur noch vorstellen, dass die Entdemokratisierung bereits so weit fortgeschritten ist, dass man ANGST, ja ANGST hat, frische Ideen auf die Bühne zu bringen. Z.B. Herr Bundespräsident: einmal äusserte er sich nicht Euro-sozial-öko-korrekt, nämlich nicht zu abschätzig über die Briten, eher tolerant... und schon zieht man aus der Schublade passende Diffarmierung. Also in manchen Sachen läuft es hier besser, als in der DDR.

  • In der neuen Euro-Welt bedarf es einer kritischen Stimme zu diesem ganzen Geldversenkungsprogramm der Vereinigung aller Sozis in allen Parteien. Es gibt keinen politischen Markt für noch eine soziale bzw. für noch eine EU-freundliche Partei. Es gibt aber genügend Leute, die die Schnauze voll von zuviel Europa, von zuviel Steuern, von zuviel falschen Steuersystemen, von zuviel Zentralismus und von zuviel "Sozialem" haben. Die jetzige FDP ist eben doch nichts anderes als ein Apotheker-Schutzverein. Schäffler könnte der kommende Mann sein, wenn er seine Chance bekäme. Westerwelle, Rösler, Lindner, etc. könnte man ruhig auf den Mond schießen. Keiner vermißt sie. Absolut null Profil. Warum sind die eigentlich nicht bei der Union???

  • Die FDP bringt es nicht mehr und kann es nicht mehr. Weil sie nicht mehr kompetentes Personal auf ihre Positionen stellt. Wie soll man einem Rösler Vertrauen schenken, der täglich zeigt, dass er von nichts Ahnung hat. Der nur noch am Posten klebt. Und Brüderle hat auch kein Interesse mehr, durchzugreifen.

  • Die FDP hat sich selbst demontiert, indem sie ihre Wähler verraten hat. Wenn Scheffler und Gleichgesinnte eine politische Zukunft haben wollen, so sollen sie eine neue bürgerliche Partei gründen. Die Zeit dafür ist längst reif.

  • Rösler als "Totengräber der FDP"? heißt es hier!
    Sicher nicht. Der eigentliche Verfall begann schon unter Westerwelle. Nur die FDP hat zu spät geschaltet und die Schuhsohlenparole 18% + konnte natürlich nicht gehalten geschweige erreicht werden, denn die Leute hatten gar nicht bemerkt, dass sich ihre Schuhsohle schon längst abgelöst hatten. Eigentlich hätten sie längst nasse Füße bekommen müssen. Wahrscheinlich haben sie dann aber nur dicke Socken angezogen- mit denen schlürfen sie heute noch herum!

  • Rösler ist ein kleiner Möchtegern, mehr nicht.
    Der hat von Anfang sein Maul aufgerissen ohne Fach- und Sachkenntnis zu haben.
    Ein dumemr Jugne ist dieser Typ.
    Und der Rest ebenso, diese Lindners, Bahrs, Vogel, eine Teenager-Gruppe, die glauben, wenn sie sich in den dunklen Azug zwägen sind sie ser.
    Sie wirken nur lächerlich.
    So was hat es tatsächlich in einr Parteinoch nicth gegben, die könnten glatt aus eienr Gruppe Lernschwacher stammen

  • Rösler war immer der Falsche. Wie Westerwelle steht er nicht für einen klaren und sachlich begründeten Kurs, sondern für das Fähnlein im Winde, das es durch parteipolitische Tricksereien der Machtsteigerung zu etwas gebracht hat. Wofür steht die FDP in Zeiten, in denen es mehr denn je um Defizite der Rechtstaatlichkeit, der freien Wirtschaft und der Menschenrechte geht? Nirgens ist etwas von diesem Profil in der FDP zu sehen. Dabei ist das Urkonzept der Partei briliant!

  • Die FDP muss endlich begreifen, es ist kein Staat mit diesem Kindergarten zu machen. Sofortige ablöse, und in ihre angestammten Berufe abschieben, so sie jemand einstellt.
    Danke

  • Wir brauchen eine neue Liberale Partei!!!

    Diese darf auch ruhig Euro-/Europa-kritisch sein.

    Mit diesem frei-demokratischen Kasperletheater gehts nicht mehr weiter.

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