Rückzug von Parteiämtern FDP-Vize Pieper schmeißt hin

Der Druck auf die FDP-Spitze wegen der Debakel-Wahlen ist groß, der Auflösungsprozess an der Spitze hat bereits begonnen. Als erste zieht die stellvertretende Vorsitze Cornelia Pieper die Konsequenz.
Update: 31.03.2011 - 21:20 Uhr 4 Kommentare
Cornelia Pieper. Quelle: dapd

Cornelia Pieper.

(Foto: dapd)

HalleDie stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende Cornelia Pieper gibt ihre Führungsämter in der Partei auf. Bei den anstehenden Parteitagen will sie nicht mehr als Bundes-Vize und FDP-Landeschefin in Sachsen-Anhalt antreten. Das teilte die 52-Jährige am Donnerstagabend nach einer Sitzung des Landesvorstands in Halle mit. Staatsministerin im Auswärtigen Amt will sie aber bleiben.

Mit dem Rückzug zieht Pieper die Konsequenzen aus der Niederlage der FDP bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Dabei hatten die Liberalen den Wiedereinzug ins Parlament klar verpasst. Sie stürzten von 6,7 Prozent auf 3,8 Prozent ab. Pieper steht seit 1995 an der Spitze des FDP-Landesverbandes. Stellvertreterin von Parteichef Guido Westerwelle ist sie seit 2005.

Die FDP sei nach der Bundestagswahl „in eine große Glaubwürdigkeitskrise geraten“, sagte Pieper der in Halle erscheinenden „Mitteldeutschen Zeitung“. Die Partei brauche eine Erneuerung. Den Vorsitzenden stellte sie aber nicht infrage: „Ich selber halte Guido Westerwelle für alternativlos, aber das entscheidet zunächst einmal er persönlich und dann der Parteitag“, sagte Pieper.

Um ihre Nachfolge in Sachsen-Anhalt bewerben sich Fraktionschef Veit Wolpert und der frühere Sozialminister Gerry Kley aus Halle.

  • dne
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4 Kommentare zu "Rückzug von Parteiämtern: FDP-Vize Pieper schmeißt hin"

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  • Die Entscheidung von Cornelia Pieper ist durchaus verständlich und ehrt sie. Ihre Ansicht zu Westerwelle nehme ich ihr nicht ab; ich kann aber nachvollziehen, daß sie hier und jetzt nicht den Brutus spielen will.

  • Alle Achtung Frau Pieper! Schade!

  • "Alternativlos" ist er ganz sicher, halt nur am falschen Platz.

  • Normalerweise verschwinden Begriffe doch aus dem allgemeinen Sprachgebrauch, wenn sie erstmal zum Unwort gekürt wurden. "Alternativlos" gehört offenbar leider nicht dazu, obwohl gerade im Zusammenhang mit Westerwelle klar wird, wie schwachsinnig der Begriff ist.

    Eine Organisation, die keine Alternativen zu Ihren Führungspersönlichkeiten hat, ist am Ende !

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