Rüge des Programmbeirats Berichtet die ARD zu russlandkritisch?

Voreingenommen und tendenziös soll die ARD über die Ukraine-Krise berichtet haben. Der Vorwurf des Programmbeirats der Sendergruppe wiegt schwer. Die ARD-Spitze wiegelt ab, die Linkspartei und die AfD sind empört.
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Der ARD-Programmbeirat rügt die Ukraine-Berichterstattung der Sendergruppe - und spielt damit der Linken und der AfD in die Hände. Quelle: dpa

Der ARD-Programmbeirat rügt die Ukraine-Berichterstattung der Sendergruppe - und spielt damit der Linken und der AfD in die Hände.

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BerlinDie Vize-Vorsitzende der Linksfraktion, Sahra Wagenknecht, hat die ARD wegen ihrer Ukraine-Berichterstattung scharf attackiert. Sie bezieht sich dabei auf eine Stellungnahme des Programmbeirats der Sendergruppe vom Juni 2014. „Der Bericht des Programmbeirats zur Ukraine-Berichterstattung der ARD ist vernichtend und bestätigt, was seit Monaten überdeutlich ist: Die ARD berichtet unausgewogen und tendenziös und positioniert sich in ihren Sendungen über den Ukraine-Konflikt einseitig gegen Russland“, sagte Wagenknecht dem Handelsblatt (Online-Ausgabe). „Die größte Sendeanstalt der Bundesrepublik missbraucht damit eklatant ihren Informationsauftrag und macht sich zum willfährigen Handlanger politischer Interessen. Dies ist nicht hinnehmbar.“

Wagenknecht betonte, die ARD sei ebenso wie das ZDF „zwingend“ der Unabhängigkeit und Unparteilichkeit verpflichtet. „Nur so sind die Zwangsgebühren, die von der gesamten Bevölkerung erhoben werden, zu rechtfertigen.“ Die ARD sei eine Anstalt öffentlichen Rechts und „keine politische Redaktion der Bundesregierung oder gar der US-Administration“.

Der neunköpfige ARD-Programmbeirat wirft in seiner Stellungnahme, aus der das Onlinemagazin Telepolis.de zitiert, den ARD-Redaktionen vor, wichtige und wesentliche Aspekte des Ukraine-Konflikts „nicht oder nur unzureichend beleuchtet“ worden seien. Insgesamt zeigte sich die Berichterstattung „nicht ausreichend differenziert“. Die Inhalte hätten teilweise den „Eindruck der Voreingenommenheit erweckt“ und seien „tendenziell gegen Russland und die russischen Positionen“ gerichtet.

Der Chefredakteur der ARD, Thomas Baumann, teilt die die Kritik des Programmbeirats nicht. „Den Vorwurf einer einseitigen und tendenziösen Berichterstattung über den Ukraine-Konflikt weise ich energisch zurück. Dies habe ich auch gegenüber dem ARD-Programmbeirat deutlich gemacht“, sagte Baumann dem Handelsblatt.

„Es gab und es gibt zahlreiche Beiträge, Sendungen und Sondersendungen im Ersten Programm, die in der Summe die Lage in der Ukraine und die Ursachen der Krise differenziert und unter verschiedenen Aspekten thematisiert haben und thematisieren.“ Sie Korrespondenten der ARD trügen zudem „unter schwierigsten Bedingungen mit ihrer Arbeit entscheidend dazu bei, unser Publikum umfassend und so wahrheitsgetreu wie möglich zu informieren“.

„Rundfunkbeitrag für politische Zwecke missbraucht“
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20 Kommentare zu "Rüge des Programmbeirats: Berichtet die ARD zu russlandkritisch?"

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  • Es ist sicher auch dem Dümmsten aufgefallen, dass die manipulative Energie des Mogelfernsehns selten so einseitig ausgefallen ist wie in der Ukraine - "Berichterstattung".
    Sie befanden sich allerdings in guter Gesellschaft, denn die Mainstream - Presse (Handelsblatt eher die rühmliche Ausnahme)verfährt noch immer nach dem gleichen Muster.
    Was man früher für die BILD und den Rest der Springerpresse konstatierte (besser nichts ohne Beweise glauben), gilt heute auch für Spiegel, Zeit, FaZ, FR usw.
    Die Krokodilstränen der Fernsehverantwortlichen sind nur peinlich, die Druckpresse hat die Kritik des Presserats, der den selben Tatbestand da rügte, einfach totgeschwiegen.

  • Ich rate jedem, sich die "Satire" Sendung von neues aus der Anstalt vom 23.September 2014 anzuschauen. Die brachten die Sache auf den Punkt. Man muss heute schon Satire Sendungen schauen, um ausgewogen informiert zu werden. Früher war das einmal anders.

  • Nicht nur die ARD, auch das ZDF, und die Mainstream Medien sowieso. Ich jedenfalls habe alle Abos schon gekündigt.

  • Ein ehemaliger sehr bekannter Journalist, brachte es einst auf den Punkt: "Man berichtet objektiv, aber macht sich nicht mit der Sache gemein" Dieser Grundsatz wird heute in den Mainstream Medien immer mehr außer Acht gelassen. Dann die sog. Atlantik Brücke, wer hier eingeladen und mitwirkt, hat nicht nur den Austausch von Erfahrungen im Kopf.

    Die gesamte Berichterstattung des Westens, zieht sich doch von Einseitigkeit geprägt, wie ein roter Faden durch die Mainstream Berichterstattung. Von hundert Artikeln, ist vielleicht ein kritischer Artikel, und wenn man das dann hoch rechnet, täglich alle halbe Stunde Radio "Nachrichten" Tagesschau, Tagesthemen, Sondersendungen, Politik Talks, alle haben eins gemeinsam, wenig bis gar nichts kritisches, und bei den sog. Talks, 5 für den Mainstream einer dagegen, und der wird auch hundert Mal unterbrochen. Das fällt auch irgend wann den Naivsten in diesem Land auf. Aber daran sieht man, wofür das Volk gehalten wird? Wenn ich mir dann noch vorstelle, dass ich Zwangsbeiträge zahlen muss, um mir täglich die einseitige Propaganda des Westens anhören, Lesen oder ansehen zu müssen, dann frage ich mich, leben wir noch einer Demokratie, oder doch schon mehr in einer "glenkten"?

  • Man sollte die Ausdruckformen der Kommentierenden doch weitgehend dulden, solange sie nicht jemanden direkt persönlich angreifen. Ich wiederholte eine Meldung unserer Medien, dass Herr Putin gesagt haben soll er könne innerhalb kürzester Zeit in Bukarest, Varna etc. militärisch intervenieren. Dazu Stellung genommen haben Schweizer Militärwissenschaftler, die bestätigt haben dass das möglich sei, aufgrund der Präsenz russischer Truppen an der ukrainischen Grenze und in der Ukraine. Da Herr Putin die Krim schon annektiert hat, ist es doch nicht so abwegig davon auszugehen, dass sich Russland von der Nato eben nicht so bedrängt fühlt, wie das andere Länder umgekehrt von der russischen Übermacht sein müssten. Russland hat in den Jahren nach dem 2. Weltkrieg nicht das erste Mal die Grenzen in Europa missachtet!

  • Wäre Sie bitte mal so nett, mir ein paar Lügen zu nennen mit Belegen dafür, dass es Lügen sind. Dann könnte ich Ihren Zorn besser verstehen.

    Auch würde mich interessieren, wie sie die Osterweiterung der NATO bewerten. Ist das etwas, was Russlands Sicherheitsinteressen berührt - oder geht das Russland einfach nichts an?

  • Wir haben ein Problem. Das ist eine Unterwanderung der Medien. Eine Fülle von angeblichen Bürgern, oder Lesern schreiben ihre Meinung so gehäuft, dass der Eindruck entsteht hie läuft alles gegen den Bürger. Nein das tut es nicht! Und wer behauptet es sei so ähnlich wie die aktuelle Kamera, der lügt ganz bewusst! Die Russen verletzen im Augenblick so eklatant geltendes Recht, dass man nicht hart genug darüber berichten kann. Putin ist ein rücksichtsloser Verbrecher, auf dessen Befindlichkeit man absolut keine Rücksicht nehmen sollte!
    Einerseits hat der Mann Angst vor der Nato, [...] Unsere Linken sind traditionelle Russlandfreunde, aber ziehen es vor hier im Westen zu Leben. Ihre Sache, aber Tatsache ist dass wir derzeit von innen heraus destabilisiert werden. Und das passt genau in die russische Strategie. Das wurde auch schon in anderen Ländern praktiziert!

    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Das öffentlich-rechtliche Fernehen wird er Aktuellen Kamera, die es zu Otzeiten gab, immer ähnlicher.
    Die senden nur noch was das Politbüro erlaubt.

  • Rüge des Programmbeirats Berichtet die ARD zu russlandkritisch?

    Die ARD ist zum Schwarzen Kanal der Ex DDR mutiert, von gutem Journalismus weit entfernt.
    Sprachrohr der Herrschenden in Berlin.

  • Unsere Medien sind schon lange sehr einseitig, meist auch zu Lasten Deutschlands. Wo bleibt die kritik am Islam? Sie darf nicht sein. Schon wieder hat Hr. Gauck die Weltbürger, faul, kriminell, sozialschmarotzend nach Deutschland zu kommen. Wir brauchen als Kulturbereicherung den Islam. Und deutsche Kinder? Sie müssen lt. uns. Politieklr diskriminiert und verachted werden. Es sind ja nur Deutsche und keine Ausländer. Warum schämt sich der gewissenlose Hr. Gauck nicht und tritt sofort zurück? Er schadet Deutschland nur noch!

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