Rüstung Im Visier der Ministerin

Verteidigungsministerin von der Leyen sucht demonstrativ die Konfrontation mit der Industrie. Die Sorge ist groß, durch ein fehlgeleitetes Rüstungsprojekt beschädigt zu werden wie Vorgänger Thomas de Maizière.
Verhältnis zur Wehrindustrie neu ordnen. Quelle: dpa
Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen

Verhältnis zur Wehrindustrie neu ordnen.

(Foto: dpa)

BerlinDie Sätze der Verteidigungsministerin müssen das Unternehmen sehr hart getroffen haben. Man sei „erschüttert“ über die Aussagen zum Gewehr G36, heißt es in der Pressemitteilung, die Heckler & Koch am Dienstag verbreitete. Und man bedauere außerordentlich, dass das Ministerium nicht vor der öffentlichen Stellungnahme „mit weitreichenden Folgen für unsere technische Reputation“ das Gespräch gesucht habe.

Tatsächlich überrumpelte Ursula von der Leyen (CDU) den schwäbischen Waffenhersteller – als sie am Montag die Öffentlichkeit informierte, dass das G36 „offenbar ein Präzisionsproblem bei hohen Temperaturen, aber auch im heißgeschossenen Zustand“ habe.

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