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Rüstungsindustrie Künftig mehr Transparenz bei Waffenexporten

Ob Patrouillenboote für Saudi-Arabien oder U-Boote für Israel - die deutsche Öffentlichkeit soll künftig früher erfahren, welche Kriegswaffen aus Deutschland exportiert werden. Schadet die Transparenz dem Geschäft?
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Ein Kampfpanzer Leopard 2 A7+ der Firma KMW: Künftig sollen Exportgenehmigungen innerhalb von zwei Wochen an den Bundestag gemeldet werden. Quelle: dpa

Ein Kampfpanzer Leopard 2 A7+ der Firma KMW: Künftig sollen Exportgenehmigungen innerhalb von zwei Wochen an den Bundestag gemeldet werden.

(Foto: dpa)

Berlin Die deutsche Rüstungsindustrie ist einverstanden mit einer schnelleren Information des Bundestags und der Öffentlichkeit über ihre Exportgeschäfte. „Das ist kein Wettbewerbsnachteil“, sagte der Geschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (BDSV), Georg Wilhelm Adamowitsch, der Nachrichtenagentur dpa.

Derzeit wird die Öffentlichkeit mit ein bis zwei Jahren Verspätung über Rüstungsgeschäfte informiert. Künftig sollen Exportgenehmigungen innerhalb von zwei Wochen an den Bundestag gemeldet werden. Darauf hatte sich die Koalition in der vergangenen Woche verständigt.

„Das ist ein deutlicher Schritt in Richtung mehr Transparenz“, sagte Adamowitsch. „Für die Unternehmen ist wichtig, dass im Laufe der Verhandlungen Details der Verhandlungen nicht bekannt werden.“ Darauf legten insbesondere die Kundenländer wert. Durch die geplante Neuregelung sei das aber gewährleistet.

Adamowitsch geht nicht davon aus, dass die Regelungen zur Information über Rüstungsexporte noch weiter gelockert werden als jetzt geplant. Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hatte am Dienstag durchblicken lassen, dass er sich eine Information des Parlaments schon vor Vertragsabschluss vorstellen kann. „Ich kann mich nur auf das beziehen, was zwischen der Bundesregierung und den Regierungsfraktionen in dem Eckpunktepapier „Rüstungsexporte“ vereinbart worden ist“, sagte Adamowitsch dazu. „Die Überlegungen von Herrn Gabriel sind nicht Gegenstand dieser Vereinbarung.“

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  • dpa
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