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Rüstungsindustrie Sipri-Bericht: Waffenschmieden aus den USA und China wachsen gewaltig

Die Sipri-Friedensforscher registrieren deutliche Umsatzsteigerungen der 25 größten Rüstungskonzerne. Darunter ist erstmals ein Akteur aus dem arabischen Raum.
06.12.2020 - 00:00 Uhr 2 Kommentare
Der US-Rüstungskonzern Lockheed Martin gehört zu den größten Waffenschmieden der Welt. Quelle: AP
Raketensystem für den Heereseinsatz von Lockheed Martin

Der US-Rüstungskonzern Lockheed Martin gehört zu den größten Waffenschmieden der Welt.

(Foto: AP)

Berlin US-Unternehmen dominieren nach wie vor den Welt-Rüstungsmarkt. Das zeigt die Landkarte der Rüstungsindustrie, die das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri jährlich erstellt.

Die fünf größten Rüstungsfirmen der Welt – Lockheed Martin, Boeing, Northrop Grumman, Raytheon und General Dynamics – haben alle in den USA ihren Sitz. Zusammen erwirtschafteten sie mit Waffen Umsätze von 166 Milliarden Dollar.

Die USA bleiben damit die dominierende Macht auf dem Rüstungsmarkt: Insgesamt stammen von dort zwölf der 25 untersuchten Unternehmen auf dieser Sipri-Liste.  

Das Waffengeschäft war 2019 ein Wachstumsmarkt: Lockheed Martins Rüstungsumsatz legte im letzten Jahr um elf Prozent gegenüber dem Vorjahr zu, der von General Dynamics um 9,4 Prozent. Im Durchschnitt steigerten die 25 größten Rüstungskonzerne der Welt ihre Umsätze um 8,5 Prozent.
Die Sipri-Liste in diesem Jahr zeigt aber auch: China holt militärisch auf. Auf Platz sechs der Größten-Liste steht der chinesische Luftfahrtkonzern Avic. Die Plätze acht und neun besetzen ebenfalls chinesische Firmen, während die britische BAE auf Platz sieben steht.

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    Erst auf den Plätzen zwölf bis 14 folgen mit Leonardo, Airbus und Thales Unternehmen aus der EU. Von den deutschen Rüstungsschmieden zählt keine zu den 25 größten Waffenherstellern der Welt.

    Der erste arabische Rüstungsgigant heißt Edge

    Erstmals schaffte es aber eine Firma aus dem Nahen Osten auf die Liste: Edge aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE). Die Firma entstand im vergangenen Jahr aus der Zusammenlegung von 25 kleinen Rüstungsfirmen des Landes.

    „Edge ist ein gutes Beispiel dafür, wie die Kombination aus hoher nationaler militärischer Nachfrage mit dem Willen der Regierung, von ausländischen Anbietern unabhängig zu werden, das Wachstum von Waffenherstellern im Nahen Osten treibt“, sagte Sipri-Forscher Pieter Wezemann.

    Auch ein weiterer Newcomer auf der Liste entstand durch eine Fusion: L3 Harris Technologies aus den USA steht nun auf Platz zehn.

    Die vier chinesischen Firmen auf der Liste steigerten ihren Umsatz 2019 um 4,8 Prozent. „Sie profitierten vom militärischen Modernisierungsprogramm der chinesischen Armee“, sagte Sipri-Forscherin Nan Tian.

    Schlecht liefen dagegen laut Sipri die Geschäfte der großen russischen Rüstungsschmieden. Almaz-Antey auf Platz 15 und United Shipbuilding Corp. verloren 3,7 und 5,7 Prozent ihres Umsatzes oder gemeinsam 634 Millionen Dollar. Verstärkter innerrussischer Wettbewerb und weniger Marine-Aufträge der russischen Regierung nennt Sipri als Ursache.

    Wie schwankungsanfällig Waffengeschäfte sein können, zeigt auch das Beispiel des französischen Kampfjet-Herstellers Dassault: Er verdoppelte 2019 seinen Umsatz auf 5,76 Milliarden Dollar, weil er erheblich mehr Rafale-Kampfflugzeuge exportierte als in Durchschnittsjahren. Dassault schaffte es damit auf Platz 17 der Liste.

    Globalisiertes Waffengeschäft

    Viele Waffenschmieden haben ihre Geschäfte internationalisiert und unterhalten Tochterfirmen außerhalb ihres Heimatlandes. Thales und Airbus sind mit ihrer Präsenz in jeweils 24 Staaten die am stärksten internationalisierten Rüstungskonzerne, gefolgt von Boeing und Leonardo in je 21 Ländern. Die meisten Auslandstöchter dieser Firmen finden sich demnach in Großbritannien, Australien, den USA, Kanada und Deutschland.

    Chinesische und russische Firmen haben laut Wezeman bisher nur wenige Auslandstöchter. Er vermutet, dass Sanktionen gegen Russland und Übernahme-Einschränkungen für sicherheitsrelevante Firmen im Fall China die globale Expansion von Firmen aus diesen beiden Ländern eingeschränkt haben.

    Mehr: Chinas Expansionsdrang beunruhigt Europäer

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      DIRK LANGENFELD

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