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Rüstungsstaatssekretärin McKinsey-Beraterin gilt als Favoritin für offenen Posten

Von der Leyen kündigte eine Neuordnung im Rüstungsbereich an. Im Februar versetzte sie Staatssekretär Stéphane Beemelmans in den einstweiligen Ruhestand. Nun soll eine externe Unternehmensberaterin die Stelle übernehmen.
23.05.2014 Update: 24.05.2014 - 03:11 Uhr Kommentieren
Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) soll eine Unternehmensberaterin für den offenen Posten des für Rüstungsfragen zuständigen Staatssekretärs im Visier haben. Quelle: dpa

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) soll eine Unternehmensberaterin für den offenen Posten des für Rüstungsfragen zuständigen Staatssekretärs im Visier haben.

(Foto: dpa)

Berlin Eine Unternehmensberaterin gilt nach Medienberichten als Favoritin für den offenen Posten des für Rüstungsfragen zuständigen Staatssekretärs im Verteidigungsministerium. Es handelt sich nach Berichten von „Süddeutscher Zeitung“ (Samstag) und „Bild am Sonntag“ um die Beraterin Katrin Suder von McKinsey. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hatte als Konsequenz aus massiven Problemen bei großen Rüstungsprojekten im Februar Staatssekretär Stéphane Beemelmans in den einstweiligen Ruhestand versetzt.

Das Verteidigungsministerium teilte am Abend mit, man beteilige sich nicht an Personalspekulationen. „Die Entscheidung dazu soll im Sommer getroffen werden“, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur.

Von der Leyen hatte zu Amtsbeginn eine grundlegende Neuordnung des Rüstungssektors angekündigt. Beemelmans und der ebenfalls entlassene Abteilungsleiter Detlef Selhausen waren Schlüsselfiguren in der Affäre um die Skandaldrohne „Euro Hawk“ im vergangenen Jahr. Von der Leyens Amtsvorgänger Thomas de Maizière (CDU) warf 2013 seinen Mitarbeitern vor, ihn unzureichend über Zulassungsprobleme und eine drohende Kostenexplosion bei dem Prestigeprojekt informiert zu haben.

Von der Leyen kündigte im Februar zudem an, eine Unternehmensberatung mit der Überprüfung des Rüstungssektors zu beauftragen. Verteidigungspolitiker aus Koalition und Opposition sehen bei laufenden Rüstungsprojekten der Bundeswehr Risiken in Milliardenhöhe. Als Problemfälle waren in den vergangenen Monaten der Kampfjet „Eurofighter“, das Raketenabwehrsystem Meads, der Hubschrauber NH90 und das Aufklärungssystem „Isis“ aus der Skandal-Drohne „Euro Hawk“ genannt worden.

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    Die studierte Physikerin Suder leitet bei McKinsey den Bereich Öffentlicher Sektor, unter anderem mit den Schwerpunkten Telekommunikation, Software und IT-Dienstleistungen. Von der Leyen habe bereits als Arbeitsministerin mit Suder zusammengearbeitet, berichtet „Bild am Sonntag“. Unter anderem habe McKinsey eine Studie zum Fachkräftemangel für die Ministerin erarbeitet.

    Im Ministerium gibt es nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" aber auch Bedenken gegen die Personalie, da Suder keine Erfahrung im Rüstungsbereich hat.

    • dpa
    • afp
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