Rundfunkgebühr 1,1 Milliarden Mehreinnahmen für Öffentlich-Rechtliche

Die öffentlich-rechtlichen Sender rechnen mit gewaltigen Mehreinnahmen – dank des neuen Rundfunkbeitrages. Damit wäre auch eine Senkung der Gebühren möglich.
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Neuer Rundfunkbeitrag: Nach der Bekanntgabe der Mehreinnahmen wird die Senkung der Gebühren gefordert. Quelle: dpa

Neuer Rundfunkbeitrag: Nach der Bekanntgabe der Mehreinnahmen wird die Senkung der Gebühren gefordert.

(Foto: dpa)

BerlinDie öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten werden dank des neuen Rundfunkbeitrags, den jeder Haushalt zahlen muss, bis 2017 Mehreinnahmen in Höhe von 1,1 Milliarden Euro verbuchen können. Das sagte Deutschlandradio-Intendant Willi Steul Handelsblatt Online in Berlin.

Die exakte Höhe der Mehreinnahmen, die sich aus der Umstellung der Rundfunkgebühr ergeben, war bisher unbekannt. Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich hatte am Dienstag von einer Summe von bis zu einer Milliarde Euro gesprochen.

Rundfunkbeitrag senken!

Laut Steul wurde der Betrag von 1,1 Milliarden Euro den Intendanten von ARD, ZDF und Deutschlandradio vergangenen Freitag von der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) mitgeteilt. Steul sagte, er fände es vernünftig, wenn man das Geld für Teuerungen irgendwo parke. Aber auch eine Senkung der Rundfunkgebühr sei ihm recht.

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13 Kommentare zu "Rundfunkgebühr: 1,1 Milliarden Mehreinnahmen für Öffentlich-Rechtliche"

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  • Wer gerne staatliches Fernsehen konsumiert, kann ja zahlen, da sehe ich noch kein Problem. Wer aber darauf bewusst verzichtet, weil er sich z.B. nicht ideologisch gleichschalten lassen möchte, sollte in einem demokratischen Land nicht gezwungen werden, für den Spaß anderer zu zahlen.
    Wenn ich gerne ins Bordell gehe, kann ich auch nicht andere für meinen Spaß zwangsweise pauschal bezahlen lassen.

  • War ja zu erwarten.Uralt-Wiederholungen und Vorenthaltung von Beitragsfinanzierten Ankäufen im Weiterverkauf bringen Geld auf Kosten der Beitragszahler,
    z,B.Fussballrechte.

  • Das Geld gehört den Kunden! Es muss sofort zurückerstattet werden! Und die Gebühren müssen massiv sinken. Die Selbstbedienung der Öffentlich-Rechtlichen muss beendet werden. Diese haben auch Sparpläne vorzulegen, damit die Gebühren niedrig bleiben!

  • @ Diamant

    Sie beschreiben die refeudalisierte Öffentlichkeit (Habermas), die wir vor dem Internetzeitalter gehabt haben. Heute ist alles anders.

    Jeder kann für ganz kleines Geld einen Blog oder eine Internetpräsenz einrichten. Jeder kann Handy-Videos ins Netz hochladen. Jeder kann sich nach Herzenslust in sozialen Netzwerken austoben und versuchen, Einfluss auf die politische Meinungsbildung zu nehmen.

    Für den Nutzer der Medien heißt das: Jeder kann sich aus allgemein zugänglichen Quellen in einer Weise umfassend informieren, wie das vor dem Internetzeitalter vermutlich noch nicht einmal professionellen Journalisten und Politikern möglich gewesen ist.

    Fazit: Niemand braucht noch eine Mediennanny (Staatsrundfunk), die ihn fürsorglich an die Hand nimmt und ihn mit (politisch einseitig ausgewählter) "Grundversorgung" bedient.

  • Jetzt kommt das Zutage, was wir im Vorfeld schon geäußtert haben: Die Tariferhöhung durch die Hintertür.
    Auf normalem Wege war der weitere Griff in die Kasse nicht mehr möglich.
    Sind wir in diesem Land wirklich an einem Punkt angelangt, daß wir diesen Absahnern gegenüber nicht mehr Herr im eigenen Haus sind? Die GEZ und damit dieser ganze Fachistenladen muss auf max. 2Mrd. Einnahmen beschränkt werden.
    Die Dinge weiterhin zu belächeln birgt die Gefahr der Wutsteigerung und Ausdehnung in andere Bereiche.
    Gestern habe ich mit großer Freude die letzte Kündigung für eines meiner Ehrenämter rausgeschickt. Wer den Kindern zukünftig das Schwimmen beibringt, darauf Scheiße ich mittlerweile. Wer die Bademeister ausbildet ist mir noch mehr egal. Die Ausbildungsdokumente landen heute im Kloo.


  • @Diamant

    Dem schliesse ich mich an!

    Jetzt muß man nur überlegen was besser ist.

  • @ Antiillusionist
    Zitat: "Meinungsfreiheit und Informationsfreiheit fordern eigentlich, dass alle Medien freiheitlich und das heißt marktwirtschaftlich zu organisieren sind."

    Das ist genauso dumm, denn wer hat dann das Sagen? Meinungen und werden dann von denen gebildet, die die höchsten Werbegelder zahlen. Was dazu führt, das die Sender nur so Frei sind, wie es Ihre Geldgeber zulassen ;-)
    Man sieht es doch schon bei einigen Medien - wer viel wirbt, der bekommt auch viel beschönte Presse. Geld regiert die Welt - nicht Freiheit.

  • peterpan
    Senkung der Rundfunkgbühr...ja ist den heut schon Weihnachten?

  • Die öffentlich rechtliche Versorgung ist ein Überbleibsel des Untertanenstaates. Wandelt ARD/ZDF in Bezahlsender um und investiert das freiwerdende Geld in die Zukunft (Ausbildung) und nicht wie jetzt in die Vergangenheit.

  • Die Gebührenerhebung von öffentlich-rechtlichen Unternehmen auf allen Ebenen bedarf dringend der Reform. Weshalb ist es dem Gebührenzahler rechtlich verwehrt, die Höhe gerichtlich überprüfen zu lassen?
    Weshalb darf die öffentliche Hand Gebühren nach politischem Gutdünken festsetzen?
    Die Gebührenhaushalte entwickeln sich immer mehr zu einem Instrument der verdeckten Besteuerung und der Schwarzen Kassen in unserer neuen Planwirtschaft.
    Diese Praxis gehört beendet!

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