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Saarland Neuer Saar-Regierungschef Hans will Brennpunktthemen anpacken

Tobias Hans ist neuer Regierungschef im Saarland. Der 40-Jährige wird Nachfolger von Kramp-Karrenbauer, die in die Bundespolitik wechselt.
Update: 01.03.2018 - 12:55 Uhr 2 Kommentare
Saarland: Tobias Hans ist neuer Ministerpräsident Quelle: dpa
Tobias Hans

Der 40-jährige CDU-Politiker folgt auf Annegret Kramp-Karrenbauer, die zur neuen CDU-Generalsekretärin gewählt wurde.

(Foto: dpa)

SaarbrückenSaarlands neuer Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) will Probleme in seinem Bundesland angehen. „Ich werde eine Tour durch das Land machen und mir auch die Ecken im Land anschauen, die nicht so toll sind - und auch Brennpunktthemen anpacken“, sagte der Nachfolger von Annegret Kramp-Karrenbauer am Donnerstag nach seiner Wahl in Saarbrücken. Der 40 Jahre alte Hans ist damit aktuell der jüngste Ministerpräsident in Deutschland.

Im Landtag war er zuvor mit den Stimmen von 40 der 51 Abgeordneten zum neuen Regierungschef gewählt worden. Damit erhielt er in geheimer Wahl eine Stimme weniger, als die große Koalition aus CDU und SPD zusammen Abgeordnete hat. Elf Abgeordnete stimmten mit Nein. Außer CDU und SPD sitzen auch noch Politiker von Linke und AfD im Landtag.

Über die Wahl im Saar-Landtag freue er sich sehr, sagte Hans. „Wenn das ein ehrliches Ergebnis war, dann ehrt mich dieses Ergebnis auch.“ Er stehe für Kontinuität in der großen Koalition. „Und wenn es dann einen gibt, den ich im Moment noch nicht überzeugt habe, dann werde ich das tun im Verlauf der Legislatur“, sagte er.

Die Neuwahl war notwendig geworden, weil Kramp-Karrenbauer (55) als CDU-Generalsekretärin nach Berlin wechselt. Hans war bisher Fraktionschef der CDU. „Ich nehme die Wahl an, und ich bedanke mich von Herzen für das Vertrauen“, sagte er. Anschließend wurde er vereidigt. Das Saarland wird seit 2012 von einer großen Koalition regiert. Erst im vergangenen Jahr war ein neuer Landtag gewählt worden.

Von Hans verspricht sich die CDU nach Einschätzung des Politologen Uwe Jun eine Aufbruchsstimmung. „Auf jeden Fall ist es ein deutliches Signal, dass man nun der jüngeren Generation die Verantwortung überträgt“, sagte der Politikprofessor von der Universität Trier der Deutschen Presse-Agentur. „Die Partei setzt bei Hans auf Wählerwirksamkeit, um auch die starke Position der CDU im Saarland zu halten“, sagte Jun. Dass Hans noch nicht so bekannt sei, sei kein Problem: „Es ist noch viel Zeit bis zur nächsten Landtagswahl.“

Kramp-Karrenbauer war seit 2011 Ministerpräsidentin des kleinsten deutschen Flächenlandes. Die 55-Jährige legte ihr Amt zum 1. März nieder. Für die Sondersitzung hatte sie ihr Landtagsmandat noch behalten, um für ihren Nachfolger stimmen zu können. Kramp-Karrenbauer war am Montag auf einem Bundesparteitag in Berlin mit fast 99 Prozent der Stimmen in ihr neues Amt gewählt worden.

Der ebenfalls am Donnerstag neugewählte saarländische Landtagspräsident Stefan Toscani (CDU) würdigte die Verdienste von Kramp-Karrenbauer. „Heute endet eine Ära in der Landespolitik, die Annegret Kramp-Karrenbauer maßgeblich geprägt hat.“ Er fügte hinzu: „Das Saarland schlägt heute ein neues Kapitel seiner Landesgeschichte auf.“

Toscani folgt auf Klaus Meiser (CDU), der vor Kurzem wegen einer Finanzaffäre beim Landessportverband für das Saarland zurückgetreten war. Gegen Meiser, Noch-Präsident des Landessportverbandes, laufen Ermittlungen wegen eines Anfangsverdachts der Untreue und der Vorteilsgewährung. Meiser war seit 2015 Präsident des Saar-Landtags. Toscani war bislang Finanzminister des Saarlandes, sein Nachfolger im Ministerium ist Peter Strobel (CDU).

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  • dpa
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2 Kommentare zu "Saarland: Neuer Saar-Regierungschef Hans will Brennpunktthemen anpacken"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Frau Kramp-Karrenbauer hatte eine Reduzierung der Anzahl der Bundeslaender angeregt,
    wobei das Saarland eingegliedert worden waeren. Das wurde damals von Berlin abgelehnt.
    Ich koennte mir vorstellen, dass dieser Vorschlag wiederkommt. Es waere wichtig fuer die
    Modernisierung der BRD und den Abbau der Verwaltung.

  • Sehr gute Entscheidung. Auch wieder ein echter Kerl an der Spitze!

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