Saarland Vier Piraten streiten um den Parteivorsitz

Bei den Saar-Piraten deutet alles auf eine Kampfabstimmung um den Parteivorsitz hin. Die bisherige Landeschefin Jasmin Maurer will beim nächsten Parteitag nun doch ihren Hut in den Ring werfen.
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Jasmin Maurer will nun doch um den Parteivorsitz im Saarland kandidieren. Quelle: dpa

Jasmin Maurer will nun doch um den Parteivorsitz im Saarland kandidieren.

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SaarbrückenDie Piraten im Saarland stehen vor einer Kampfkandidatur um den Parteivorsitz. Gleich drei Kandidaten wollen der derzeitigen Landeschefin Jasmin Maurer auf dem Parteitag in eineinhalb Wochen ihren Posten streitig machen.

Maurer selbst will nun doch kandidieren, obwohl ein Parteisprecher zunächst Gegenteiliges berichtet hatte: „Ich habe mich umentschieden, weil ich gemerkt habe, dass beide Ämter zusammen doch machbar sind“, sagte Maurer am Mittwoch. Die 23-Jährige ist seit 2010 Parteichefin und sitzt seit dem Frühjahr im saarländischen Landtag.

Neben Maurer bewerben sich ihr bisheriger Stellvertreter Thomas Brück, Vorstandsbeisitzer Jan Niklas Fingerle sowie der bisherige Sprecher der Saar-Piraten, Gerd Rainer Weber, um den Landesvorsitz.

In Maurers Profil auf der Homepage der Saar-Piraten hieß es, sie habe eine erneute Kandidatur als Vorsitzende zunächst ausgeschlossen, weil sie ihr Landtagsmandat und den Parteivorsitz „sowohl zeitlich als auch moralisch als nicht miteinander vereinbar“ eingeschätzt habe.

Inzwischen habe sie aber gemerkt, dass sie sich ihre Zeit als Abgeordnete freier einteilen könne. Auch ihre „moralischen Bedenken“ wegen der Überschneidung von Landtagsmandat und Parteivorsitz seien inzwischen ausgeräumt: Eine Machtkonzentration könne wegen der bei den Piraten ausgeprägten Basisdemokratie ausgeschlossen werden.

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4 Kommentare zu "Saarland: Vier Piraten streiten um den Parteivorsitz"

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  • Sie haben ganz Recht.

    Ich sehe nur eine Möglichkeit: Die 1000 oder 10000 bedeutungslosen Protestbewegungen, welche rechtliche und organisatorische Form sie auch immer haben mögen, müssen VEREINT werden unter einer gemeinsamen, allgemein akzeptierten Agenda.

    Diese Agenda muss einfach sein. Klar und verständlich.

    Wo sind die Führer einer - friedlichen Revolutionsbewegung - gegen dieses dekadente, abgewirtschaftete System genannt deutscher Staat?

  • Wen interessieren diese "Piraten"? Das ist doch eine machtpolitisch irrelevaten Bewegung. Ein Sammelbecken für Leute die im System gegen das System aufbegehren wollen. Wattebäuschenwerfer.

    Es gibt nur noch eine Wahl: Nicht wählen und damit seinem Protest gegen diese korrupte Rebublik ausdrücken!

  • Ich kann es nicht oft genug einstreuen:



    Äh, nur mal so zur allgemeinen Info:

    Was ist mit den Menschen in deren Berufen, und wie sieht es um deren Perspektive in deren demokratisch gewachsenen Strukturen aus?

    Das ist kein lustiges buntes Computerspiel mehr...

    Menschen Hungern, haben keine Arzneien, keinen Job, keine Kohle...

    Nicht in der '3.Welt' sondern Mitten in Europa.

    Wir sollten darüber nachdenken, auch benachbarte Partner-Strukturen der Berufsverbände zu demokratisieren...

    Denn: nicht überall in Europa sind die gesellschaftlichen Strukturen üerhaupt demokratisch.

    Die Bürger sind zu unterschiedlich, haben keine Möglichkeit zu Kommunizieren, die Politik forciert ausschließlich Wettbewerb und das gefühlte Leben der Individuen wird nur noch als Summe aller Salden wahrgenommen.

    Es kann doch nicht sein, daß nur mir das auffällt?^^

    Wir brauchen doch eine Koalition der Bürger innerhalb Europas, damit wir eine Politik machen können?

    "Die Politik bedeutet ein starkes langsames Bohren von harten Brettern mit Leidenschaft und Augenmaß zugleich."
    von Max Weber

    Und die forciert innerhalb Europas seit Jahrzehnten ruinösen Wettbewerb.

    Wir müssen es verbessern...

  • Wir Apotheker nutzen keine Pillenbretter oder sonstige altertümlichen antiquierten Dinge, sondern wir sind hochtechnologisiert und können auch mit der Technik umgehen :-)

    Und wir sind viele.

    Und wir können auch mit den Dingen, die wir künftig machen wollen, richtig gut umgehen.

    Dafür gehört aber ein politischer Schulterschluß mit den Händlern, den Großhändlern, den Herstellern, den Forschenden, einer ganze Menge Anderer und ...

    ...uns!

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