Sanierungsförderung Wärmedämmung lohnt auch 2012

Am Rande des Koalitionstreffens zur Energiewende heißt es, dass die Regierung erneut in die Tasche greifen wird, um Sanierungsmaßnahmen an Häusern und Wohnungen zu unterstützen. Dabei sickern auch Zahlen durch.
9 Kommentare
Gebäudesanierung bleibt ein Thema für die Regierung. Quelle: dpa

Gebäudesanierung bleibt ein Thema für die Regierung.

(Foto: dpa)

BerlinDie Bundesregierung will die Sanierung von Häusern und Wohnungen auch künftig massiv fördern. Im Zuge der Energiewende sollten dafür 2012 rund 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung stehen, sagten Koalitionspolitiker Reuters in der Nacht zum Montag am Rande des Treffens im Kanzleramt.

Ferner werden die Sanierungskosten leichter von der Steuer abzusetzen sein. Darauf habe man sich mit dem Finanzministerium verständigt.

Das Programm zur Dämmung von Gebäuden gilt als effektiv und in der Vergangenheit sehr erfolgreich: Über zinsverbilligte Kredite der staatlichen KfW-Bank können Häuser und Wohnungen saniert werden. Jeder Euro staatliche Hilfe löse zusätzlich rund acht Euro private Investitionen aus. Dies sichere und schaffe gerade im Handwerk Zehntausende Arbeitsplätze.

Das Programm war allerdings für 2012 zunächst mit keinen Mitteln mehr ausgestattet worden.

  • rtr
Startseite

9 Kommentare zu "Sanierungsförderung: Wärmedämmung lohnt auch 2012"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Die von der Bundesregierung proklamierte Energiewende ist eine elementare Umbruchsituation. Nach meiner Auffassung müssen alle bis dato geltenden Normen und Verordnungen die die Einsparung von Wärmeenergie an Gebäuden zum Inhalt haben und den Bürger direkt, oder indirekt Geld kosten, einem unabhängigen,wissenschaftlich, technisch, physikalischen Realitäts- und Praxis Check unterzogen werden.

    Folgende Fragen sollten dabei beantwortet werden:

    1. Was ist die Strahlungsbilanz der Erde?
    2. Was versteht man unter Strahlungsaustausch?
    3. Wie funktioniert eine Thermoskanne?
    4. Wie funktioniert ein Glasgewächshaus?
    5. Warum muß ich meine Autoglasscheibe im Herbst und Winter von einer Frost- oder Eisschicht freikratzen?
    6. Warum bildet sich Raureif auf Dachflächen?
    7. Was ist Morgentau in der Wiese?

    Was haben diese Fragestellungen mit Dämmstoff zu tun? Dämmstoffe auf Außenwänden sind sehr leicht und haben nur eine geringe Masse. Das Material unterliegt einer extremen Auskühlung Jahreszeitlich bedingt. Das führt zu einem riesigen Temperaturgefälle in der Außenwand.

  • Der "Subventionierungswahnsinn" ist eigentlich keiner. Wenn durch jeden eingesetzten Euro 8 Euro an Folgeinvestition ausgelöst wird, dann ist der Rückfluß in die Staatskasse höher (allein durch die MwSt) als der Einsatz durch die Subventionierung. Durch solche Maßnahmen kann der Staat also die Einnahmen sogar erhöhen. Der positive Effekt für die Wirtschaft kommt noch dazu.

  • Kann Ihre Bedenken nicht nachvollziehen. Habe vor 2 Jahren mein Haus mit Vollwärmeschutz dämmen lassen und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Kann daher diese Maßnahme guten Gewissens weiterempfehlen

  • @Wolf,
    endlich jemand der überhaupt das Wärmehaltevermögen als
    Kriterium aufzeigt.
    Prima Zusammenfassung.
    Fachbuch "Richtig bauen" von Prof Claus Meier ist i.d.S. hoch interessant.

  • Zitat" gilt als effektiv und in der Vergangenheit sehr erfolgreich "Zitat ende.

    Die Aussagen in dem Text sind sehr unpräzise und für die Praxis nicht brauchbar. Natürlich verzögert Dämmstoff den Energiedurchgang an einer z.b.Gebäudeaußenwand.Dämmstoffe die auf Gebäudeaußenwände geklebt werden, erhöhen maximal die Oberflächentemperatur der Innenseite der Außenwand, tragen aber nicht entscheidend dazu bei, das der Brenner im Keller weniger Gas oder Öl verbraucht. Der Energiespareffekt ist marginal und absolut unwirtschaftlich. Ganz im Gegenteil. Eine massive Außenwand eines Gebäudes wirkt, bezogen auf die Einstrahlungsleistung der Sonne, wie eine Batterie, die die absorbierte Strahlungsenergie einlagert und somit die Heizkosten senkt, da sich das Temperaturgefälle von Innen nach Außen verringert.Und das ist kostenlos ! Wenn ich Dämmstoff auf die Wand klebe, wird der Energieverbrauch steigen, da ich mich von dem exogenen Energieeintrag der Sonne abschneide und somit die Energiespeierfähigkeit der Gebäudeaußenwand zerstöre. Technisch gesehen ist Dämmung nicht anderes als die Imitation einer stehenden nicht bewegten Luftschicht. Die wirkt sogar noch besser! Die Effizienzgrenze von Dämmstoffen liegt bei maximal 80- 100 mm ! Eine effiziente, für den Eigentüner überprüfbare Reduzierung des Gas- oder Ölverbrauchs, geht nur über die Absenkung der Systemtemperatur der Beheizungsanlage! Jeder Heizungsfachmann wird das bestätigen ! Technisch ist das überhaupt kein Problem einen Flachheizkörper ( Lufterhitzung ) gegen ein System mit Wärmestrahlung auszutauschen. Technisch , physikalisch spielen Dämmstoffe in diesen Wirkungszusammenhängen nur eine zweitrangige Rolle.

    Wolfram Spehr Architekt& Baudenkmalpfleger

  • Hallo,
    die Aussage "eine Wärmedämmung ist gut" muss in dieser pauschalen Aussage abgelehnt werden. Es kommt immer auf den Einzelfall an. Andernfalls dürfte Schimmel zu echten Werteverlusten führen.

  • Mit ein bisschen guten Willen kann alles schlecht geredet werden

  • Ihr seid ja lustig, liebe Handelsblatt Journalisten.

    "....dass die Regierung erneut in die Tasche greifen wird..."

    In welche Tasche greift die Regierung wohl??

    Gerade von einer (noch) seriösen Wirtschaftszeitung erwarte ich, dass dieser Subventionierungswahnsinn angeprangert wird, und dem staunenden Bürger gezeigt wird, dass er seine Subventionen selber zahlt.

  • und 2013 lohnt die Wärmedämmung nicht mehr?
    es können Zahlen hin sickern, wohin sie wollen, es ist einfach nur noch peinlich

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%