Sarrazin-Thesen Ökonom spricht von Rassismus und statistischer Willkür

Thilo Sarrazin schlägt nun auch geballte Kritik hochrangiger Ökonomen entgegen. Christoph Schmidt, Chef des Rheinisch-Westfälischen Wirtschaftsforschungsinstituts (RWI) und Mitglied des Sachverständigenrates, wirft ihm vor, grundlegende statistische Zusammenhänge zu ignorieren, willkürliche Schlüsse zu ziehen und sich aus „der Mottenkiste der Rassentheorie“ zu bedienen.
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Thilo Sarazzin schlägt jetzt Kritik von Ökonomen entgegen. Quelle: dpa

Thilo Sarazzin schlägt jetzt Kritik von Ökonomen entgegen.

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BERLIN. Sarrazins Buch sei ein „besonders trauriges Beispiel dafür“ wie viel Unheil angerichtet werde, wenn die Grenzen von Statistiken verkannt würden, schreibt Schmidt in einem Beitrag für das Handelsblatt.

Schmidt stellt fest, dass sich „mangelnde Bildungsintegration, Arbeitslosigkeit und Kriminalität bei Zuwanderern aus einigen wenigen Herkunftsländern“ ballten. Ohne weitere Interpretation böten diese Daten jedoch keine Erklärung für ihr Zustandekommen und somit auch keinen Hinweis auf mögliche Lösungen. Informationen über die möglichen Ursachen von Integrationsproblemen würden mit dem Mikrozensus, den Sarrazin anführt, nicht mitgeliefert: „Sie müssen erst in der weiterführenden Forschung erarbeitet werden.“

Aber mit kniffligen Fragen „hält sich der Buchautor Sarrazin nicht lange auf. Sein Erklärungsversuch setzt kurzerhand ethnische Zugehörigkeit und Leistungsfähigkeit gleich: Nach seiner Auffassung ist die Bildungsleistung der türkischen Zuwanderer geringer als die der Deutschen, weil sie Türken sind.“

Sarrazin sei „im Irren über methodische Grenzen nicht allein“, das mache „die Absurdität der pseudowissenschaftlichen Untermauerung von rassistischen Thesen“ aber nicht besser: „Denn was ist rassistisch, wenn nicht die Zuweisung von Eigenschaften wie mangelnde Intelligenz an einzelne Menschen aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu einer Gruppe?“

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21 Kommentare zu "Sarrazin-Thesen: Ökonom spricht von Rassismus und statistischer Willkür"

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  • @ Martin Gastinger (19)

    „ich wende mich an diejenigen Diskussionsteilnehmer, die anscheinend schon erfolgreich verdrängt haben, daß die grössten Progrome des 20. Jahrhunderts und die kaltblütigsten Massenmorde von unseren deutschen Landsleuten verübt wurden.“

    Na endlich hat wieder einer eine Nazikeule gefunden.
    Sie dürfen sicher sein, daß die hier schreibenden dies in ihrem Geschichtsunterricht rauf und runter gelernt haben und sie wissen auch, daß sie, genauso wenig wie ihre Eltern, nicht daran beteiligt waren. Sie wissen ebenfalls, daß das deutsche Volk, bisher als einziges auf dieser Welt, für seine in seinem Namen begangenen Missetaten bei den betroffenen Völker in Scham und Demut Abbitte geleistet hat. Für andere, auch europäische Völkermörder, steht dies noch aus.

    Sie haben vielleicht nicht gelernt, daß die größten Schlächter im Kommunismus zu finden sind, bis heute ca. 120 Mio. Menschen und sie haben sicher nicht gelernt, daß es viele Völker in Europa gab, die den Deutschen bei ihren Verbrechen zur Hand gingen, auch Muslime. Nur einige Divisionen seinen genannt: Osttürkischer Waffenverband der SS, Muselmanische SS-Division Neu-Turkistan, SS-Division Skanderbeg, SS-Division Handschar. Fast alle europäischen Länder hatten Divisionen in der SS.
    Das ganze, wie ihre Einlassung, hat nichts mit dem seit 40 Jahren bestehenden Problem der integrationsunwilligkeit von türkischen Muslimen zu tun. Wenn Sie sich für diese Hintergründe interessieren, dann sei ihnen die Rede Erdogans zur Lektüre empfohlen, Sie finden Sie hier: http://www.ksta.de/html/artikel/1203030084249.shtml

  • Das buch von Sarrazin und das darin behandelte Thema ist sicherlich nicht unbedingt ein Augenöffner, doch auf jeden Fall hat es eine Lawine zum Rollen gebracht. Es wäre zumindest sehr angebracht, wenn man jetzt statt nur über den Überbringer der botschaft herzuziehen und zu beschimpfen, sich dem eigentlich vernachlässigten Problem annehmen würde.

    Doch erst mal zwei Sachen vorweg.
    Erst mal sind Verallgemeinerungen sicherlich wissenschaftlich nicht 100% standfest. Doch sie belegen einen gewissen Trend. Man muss sich nur über die benötigte kritische Größe im Klaren sein, damit Verallgemeinerungen eine „gewissen Sinn“ haben.

    Wenn sich z.b. bestimmte Vorurteile gegenüber gewissen Ausländergruppen seit Jahrzehnten hartnäckig halten (wie z.b. Autodiebstahl und Polen), obwohl diese Verbrechen in der Regel nur durch stark organisierte, professionell agierende und isoliere Verbrechergruppen getätigt werden, dann ist die Verallgemeinerung sicherlich gefährlich und vor allem völlig falsch. Wenn aber auf der anderen Seite beispielwiese von 100 Ausländern 5 das Abitur gemacht und ein Studium abgeschlossen haben, dann mögen diese Einzelfälle gerne als Gegenargument angeblich gelungener integration herhalten, doch einen Trend zum hohen bildungsstand von Migranten zeigen sie nicht. Somit sind die Thesen von Sarrazin nicht ganz falsch, sondern zeigen in die richtige Richtung. Seit Jahren kann jeder normale bürger beobachten, wie schlecht die Sprachkenntnisse, bildungsstand, integrationsbereitschaft und beruflicher Erfolg von Migranten sind. Das ist allerdings nicht nur die Schuld von Migranten.
    Auf der anderen Seite muss auch gesagt werden, dass die Deutschen als Volk nicht gerade die ausländerfreundlichste Nation sind. Da sind andere Länder wie England, Kanada, belgien, Skandinavien usw. viel toleranter und weiter. Es ist nicht selten, dass man bei Deutschen eine Neigung zu ausländerfeindlichen Zügen, die man so in den oben erwähnten Ländern nicht findet. Und das nicht erst seit kurzem. Das fing auch schon in den 80er Jahren mit Parolen wie „Türken raus“ oder „Polen raus“ an. Die Retourkutsche erleben momentan deutsche Auswanderer in der Schweiz, wo auf einmal viele Schweizer von den Massen der Deutschen die Nase etwas voll haben und sich aufbäumen.

    Die zweite Sache, die ich hier unbedingt erwähnen möchte, ist die Thematik der Juden. Man kann in Deutschland so ziemlich jedes Volk kritisieren, schlechtmachen und durch den Dreck ziehen aber sobald der leiseste Hauch einer Kritik oder Angriff auf Juden erfolgt, wird sofort die mächtigste aller Waffen gezogen: Der Vorwurf des Anti-Semitismus. ich bin mir ziemlich sicher, dass die Welle der Empörung nur halb so gross wäre und die Hetze gegen Sarrazin nicht annähernd so stark, wenn er das Worte „Juden-Gen“ nicht in den Mund genommen hätte. Es wurden schon diverse Politiker und ranghohe Leute in der Vergangenheit ihres Amtes enthoben und rausgeschmissen nur weil sie das jüdische Volk angegriffen haben und ein paar Worte der Wahrheit zu viel gesagt haben.

  • ich wende mich an diejenigen Diskussionsteilnehmer, die anscheinend schon erfolgreich verdrängt haben, daß die grössten Progrome des 20. Jahrhunderts und die kaltblütigsten Massenmorde von unseren deutschen Landsleuten verübt wurden. Und sich jetzt als heilig und selbstgerecht darstellen ist schon stark. bleibt auf dem boden, Landsleute. ich weiß vor wem ich mich mehr fürchte, vor Euch oder vor den Türken?

  • Was waere eigentlich, wenn statt der wenig bildungswilligen Auslaender eine grosse Anzahl hochintelligenter Menschen vom Schlage eines Anju Jain einwanderten? Haetten wir dann nicht noch viel mehr Angst? Wir sollten ganz allgemein die Frage stellen, wieviel Fremdkultur unsere Gesellschaft in einem gegebenen Zeitraum integrieren kann, ohne ihren Charakter dramatisch zu veraendern. Eimische und Einwanderer sollten keine Furcht vor integration haben muessen, sondern die Chancen erkennen, die sich fuer beide Seiten ergeben. Dies ist umso wichtiger als wir als alternde Gesellschaft offensichtlich auf Einmwanderung angewiesen sein werden.

  • Laut kriminalistischen Studien sind Gewaltdelikte bei „Migranten mit muslimischem Hintergrund“ ausgeprägt hoch. Wie aber reagiert die Politik auf die Faktenlage? Genau diejenigen, die vor 20 Jahren schimpften, es sei „Zwangsgermanisierung“, wenn man von Zuwanderern verlangt, sie müssten deutsch lernen, preisen es nun als „integration“ an, sich dem islam anzubiedern. Offenbar will man nicht erkennen, dass diese Religion, die die Prügelstrafe für Frauen rechtfertigt (Koran 4:34), die Kinderehe propagiert (Koran 65:4) und Vergewaltigung von Frauen legitimiert (Koran 24:13) dem deutschen Grundgesetz in eklatanter Weise widerspricht. Weil jemand 10 Jahre illegal in Deutschland lebte, habe er ja keinen „Anspruch“ (!) auf einen Sprachkurs gehabt, erklärte ein Türke einer deutschen Zeitschrift. Darum habe er auch erst, als er offiziell bleiberecht und Papiere erhielt, Deutsch lernen können, natürlich auf Kosten des Steuerzahlers. Erstens sollte derjenige froh sein, dass man einen ohne Papiere Eingereisten nicht sofort wieder abschiebt (was andere Länder tun), zweitens verbietet einem der Staat nicht, selbständig an einem Sprachkurs teilzunehmen. Was aber durch die Aussage deutlich wird, ist die typisch islamgeprägte Mentalität: man erwartet, verlangt, will haben - dafür etwas zu tun ist man aber nicht bereit. Wenn Allah will, dass ich deutsch lerne, schenkt er mir einen Sprachkurs - wenn nicht, dann nicht.

  • Wenn sich das, was sich hier an berechtigter Wut niederschreibt endlich entladen würde, wäre das Problem der unreellen inkompetenten Volksvertreter, kriminellen Lobbyisten, Vorstände und bankstern Schnee von gestern.

    NUR DAZU bRAUCHT ES ZiEViELKURAGE, - oder diese Maden werden von Jahr zu Jahr dreister.

    Ein dummes Schaf wird nun mal zur Schlachtbank getrieben, - auch wenn es noch so meckert...

  • Fragte mich schon, wann endlich ein Ökonom mit empirisch-statistischer Vorkenntnis auch mal was dazu sagt. Jetzt, das ist so wie nahendes Weihnachten, wird in 7 Tagen (in denen bekanntlich der Herrgott die Welt erschuf) auch noch zunächst der protestantische und am Folgetage (wegen der Rücksprache mit Rom) der katholische bischof auch noch was dazu sagen.
    Wenn ein Jedermann nächtens durch Deutschlands Großstädte geht und eine aufs Maul bekommt, sollte er zuvor das Licht anknipsen. Nur dann erkennt man, von wem man spricht!

  • Wenn es keine Rassenunterschiede geben soll, frage ich mich, wieso beim 100m-Lauf immer nur die Farbigen siegen.
    Liegt das auch am kulturellen Hintergrund?

    Verallgemeinerungen sind sicherlich falsch. Aber man wird doch sagen dürfen, dass Farbige von der Genetik bevorteilt sind, was bestimmte Sportarten angeht. Ob der Farbige das dann nutzt, steht auf einem ganz anderen blatt. Natürlich kann er sich auch mit Coke und Pommes vollstopfen und damit seinen Vorteil zu nichte machen.
    Was an anderer Stelle dann mit Statistiken nachgewiesen werden muss, kann man glücklichweise beim Kurzstreckenlauf mit eigenen Augen erkennen.

  • "Schriftsteller lügen, um die Wahrheit zu sagen, Politiker, um sie zu verbergen."

  • „Denn was ist rassistisch, wenn nicht die Zuweisung von Eigenschaften wie mangelnde intelligenz an einzelne Menschen aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu einer Gruppe?“ Dann bin ich eben auch rassistisch. Wenn Türken und andere Muslime sich nicht in deutsche Kindergärten und Schulen einordnen bzw. unterordnen, dadurch mangelnde intelligenz erzeugen und dadurch eine berufliche Ausbildung scheitert, wenn überhaupt diese gewollt ist, dann kann ich das ohne weiteres einer entstandenen Gruppierung zuordnen. Was ist daran rassistisch?

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