Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Satiriker Böhmermann will nicht mehr SPD-Chef werden

Der Satiriker zeigt sich enttäuscht über das Ergebnis des SPD-Mitgliederentscheids. Er plant nicht länger, selbst den Parteivorsitz zu übernehmen.
Kommentieren
Böhmermann zeigte sich enttäuscht vom Ausgang des SPD-Mitgliederentscheids. Quelle: dpa
Jan Böhmermann

Böhmermann zeigte sich enttäuscht vom Ausgang des SPD-Mitgliederentscheids.

(Foto: dpa)

Berlin Der TV-Satiriker Jan Böhmermann hat Abstand von seinem Plan genommen, Chef der Sozialdemokraten zu werden. Er stehe nach Verkündung des Ergebnisses der Mitgliederbefragung „nicht mehr länger als Kandidat für den SPD-Vorsitz zur Verfügung“, schrieb er in einem am Samstagabend auf Twitter veröffentlichten Brief an die SPD-Mitglieder.

Das Ergebnis mache ihn und sein Team betroffen. „Wir sind superenttäuscht und wütend!“

Kurz zuvor hatte die SPD mitgeteilt, dass Finanzminister Olaf Scholz und die Brandenburgerin Klara Geywitz die meisten Stimmen erhalten hatten, dicht gefolgt von Nordrhein-Westfalens früheren Finanzminister Norbert Walter-Borjans und der Bundestagsabgeordneten Saskia Esken. Die beiden Duos treten nun in einer Stichwahl gegeneinander an.

Anfang der Woche hatte Böhmermann ebenfalls in einem auf Twitter veröffentlichten Brief geschrieben, er wolle auf dem Parteitag Anfang Dezember von 50 Delegierten zum Kandidaten für den SPD-Vorsitz aufgestellt und gewählt werden.

Nun begründete er seine Kehrtwende unter anderem mit der geringen Beteiligung der Mitglieder an der Befragung und damit, dass dann auch noch das Duo Scholz/Geywitz die meisten Stimmen erhalten habe - wobei er die Partnerin von Scholz allerdings als „Katja Gleiwitz“ bezeichnete. Böhmermann zieht den Schluss: „Die Rettung der deutschen Sozialdemokratie scheint eine viel größere Herausforderung zu werden, als wir befürchtet hatten.“

Vizekanzler Scholz und Geywitz gelten als Befürworter der großen Koalition, Walter-Borjans und Esken eher als Kritiker. An der Abstimmung online und per Brief hatten sich rund 53,3 Prozent der 425.630 abstimmungsberechtigten Mitglieder beteiligt. Die Parteimitglieder sollen nun vom 19. bis zum 29. November ein zweites Mal abstimmen, der Parteitag im Dezember soll das Ergebnis bestätigen.

Die Suche nach einer neuen SPD-Spitze war nötig geworden, nachdem die damalige Partei- und Fraktionschefin Andrea Nahles Anfang Juni unter großem internen Druck zurückgetreten war.

Mehr: Das Ergebnis des SPD-Mitgliederentscheids bringt die große Koalition in Gefahr, meint Handelsblatt-Reporter Martin Greive.

Der Handelsblatt Expertencall
  • dpa
Startseite

Mehr zu: Satiriker - Böhmermann will nicht mehr SPD-Chef werden

0 Kommentare zu "Satiriker: Böhmermann will nicht mehr SPD-Chef werden"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.