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Schach-Sponsoring Steinbrück wehrt sich gegen Amtsmissbrauch-Vorwürfe

Der frühere Finanzminister soll laut einem Medienbericht Sponsoren für ein Schachturnier geworben haben - mit Briefkopf seines Ministeriums. Koalitionspolitiker werfen ihm Amtsmissbrauch vor. Der SPD-Mann schlägt zurück.
23.09.2012 - 20:50 Uhr 21 Kommentare
Peer Steinbrücks vor kurzem erschienene Biographie. Nun könnte dem möglichen SPD-Kanzlerkandidaten seine Vergangenheit als Bundesfinanzminister zum Problem werden. Quelle: dpa

Peer Steinbrücks vor kurzem erschienene Biographie. Nun könnte dem möglichen SPD-Kanzlerkandidaten seine Vergangenheit als Bundesfinanzminister zum Problem werden.

(Foto: dpa)

Berlin Der mögliche Kanzlerkandidat der SPD, Peer Steinbrück, sieht sich dem Vorwurf ausgesetzt, er habe in seiner Zeit als Bundesfinanzminister bei Post und Telekom um Sponsorengelder für ein Schachturnier geworben. Steinbrück räumte in der „Süddeutschen Zeitung“ ein, er habe Geldgeber für die Veranstaltung gesucht, wehrte aber Kritik ab. Einem Medienbericht zufolge soll Steinbrück in einem Schreiben mit dem Briefkopf des Finanzministeriums bei den früheren Staatsunternehmen um Unterstützung in Millionenhöhe für das privat organisierte Turnier geworben haben. Kritik kam postwendend von FDP und CDU. SPD-Chef Sigmar Gabriel nahm Steinbrück am Sonntagabend in Schutz.

Es habe sich um ein öffentliches Schachturnier gehandelt, sagte Steinbrück der „Süddeutschen Zeitung“. „Das Ganze war auch ein Aufschlag, um nach etwa 80 Jahren wieder eine Schach-Weltmeisterschaft in Deutschland auszurichten“, sagte er laut Vorabbericht. Dazu sei es dann auch gekommen. „Dafür suchte ich nach Sponsoren im Interesse der großen Schachgemeinde, woran ich nichts Ehrenrühriges finden kann“, sagte Steinbrück, der selbst begeistert Schach spielt.

Das Magazin „Focus“ berichtete, Steinbrück habe 2006 in seiner Funktion als Finanzminister die damaligen Chefs von Post und Telekom, Klaus Zumwinkel und Kai-Uwe Ricke, um ein Sponsoring von jeweils bis zu einer Million Euro gebeten. Das Magazin beruft sich auf ein ihm vorliegendes Schreiben Steinbrücks mit dem Briefkopf des Finanzministeriums.

Mehrere Aktienrechtler sagten dem Magazin, Steinbrücks Bitte an die Unternehmen sei mit seiner Stellung als letztlich verantwortlicher Vertreter des Großaktionärs Bundesrepublik nicht vereinbar gewesen. Am Ende sei es nicht zu der Unterstützung durch die Konzerne gekommen.

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    21 Kommentare zu "Schach-Sponsoring: Steinbrück wehrt sich gegen Amtsmissbrauch-Vorwürfe"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Herr Gröhe sollte die Aufarbeitung erst mit den Kohl`schen Parteispenden beginnen und dann Steinbrück. Immer der Reihe nach!

    • Das Magazin beruft sich auf ein ihm vorliegendes Schreiben Steinbrücks mit dem Briefkopf des Finanzministeriums.
      --------------
      So Focus

      Die Frage stellt sich, woher kommen denn jetzt auf einmal diese Briefe, 6 Jahre später?

    • Lutherschule
      völlig richtig.
      Hat man gestern Abend bei Jauch wider sehr deutlich gemerkt

    • Seien wir doch mal ehrlich. Fakt ist doch, dass unsre Politik mittlerweile durchzogen ist von Korruption und Vorteilsnahme.
      Hannelore Kraft feiert demnächst in der NRW-Vertretung in Berlin eine Party. Kosten ca. 500.000 €. Bezahlt wird das von einigen Wirtschaftsunternehmen hier in NRW.
      Das alles sind doch Beispiele, die deutlich zeigen, wem die Politiker in Wahrheit dienen.
      Das Schlimmste daran ist dann immer, wie bei Steinbrück, die lassen sich vom Volk finanzieren bis sich der Sargdeckel schließt und verdienen sich nebenher noch ein immenses Vermögen. Das ist derart blanker Zynismus und Volksverachtung, dass einem wirklich schlecht werden kann.
      Es muß endlich der große Volksaufstand kommen

    • Gröhe, diese Gesichtspfeife ist einfach nur zum kotzen. Den Obergauner Mappus, den Absahner Wulff verteidigen und bei Steinbrück die große Welle machen. Peinlicher gehts nicht.

    • Und in China ist ein Sack Reis umgefallen! ...

      Wenn interessiert so ein Mist? ..die kriminellen Politiker rauben das Land aus, zersetzen den Rechtsstaat und unterhöhlen die Demokratie!

    • Laßt den Steinbrück lieber seine gutbezahlten wöchentlichen Labervorträge halten, egal ob ihm einer zuhört oder nicht. Er hört sich doch so gerne selber reden, aber da kann er wenigstens dem Staat nicht schaden.

    • Ich bin da völlig Ihrer Meinung. Legt man die strengen Massstäbe an, die nach der Rechtsprechung für Manager gelten, müssten alle diese Pfeifen einsitzen. Nur hat dieser Griff in die Kasse der Bundesunternehmen besondere Qualität, weil eindeutig öffentliche Gelder zu rein privaten Zwecken dort angefordert werden, wo es der Rechnungshof nicht sehen kann und der "gebetene" Sponsor sich nicht wehren kann. Das ist übelste Praxis !

    • Haben wir wieder das Haar in der Suppe gefunden? Und die Medien stürzen sich wie wild auf dieses hochbrisante Thema. Letztendlich war es mal wieder der berühmte Sprung im Suppenteller!

    • Wieder einer erwischt. Die ganzen Politiker sind in meinen Augen alles krimminelle. Geht zur Wahl, wählt die Autofahrerpartei, die Partei der Biebeltreuen Christen oder andere nur nich Linke, SPD, Grüne, FDP, CDU/CSU und gebt den arroganten Herren mal einen Denkzettel, dann ändert sich was !!!

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