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Schäfer-Gümbel legt SPD-Ämter nieder Leidenschaftlich dabei, aber mit wenig Erfolg

Der hessische SPD-Landtagsfraktionschef hat den Rückzug von seinen Spitzenämtern angekündigt. Er strebt einen Vorstandsposten bei der GIZ an.
Update: 19.03.2019 - 17:34 Uhr Kommentieren
Er war 2009 bei der Landtagswahl als SPD-Spitzenkandidat in die erste Reihe der Partei gerückt. Quelle: dpa
Thorsten Schäfer-Gümbel

Er war 2009 bei der Landtagswahl als SPD-Spitzenkandidat in die erste Reihe der Partei gerückt.

(Foto: dpa)

WiesbadenNach der hessischen Landtagswahl im Oktober vergangenen Jahres attestierten ihm die Genossen, eigentlich alles richtig gemacht zu haben. Konsequent hatte Thorsten Schäfer-Gümbel, von Freund und Feind meist nur „TSG“ genannt, die Themen Wohnen, Bildung und Mobilität in den Mittelpunkt seines Wahlkampfs gerückt.

Doch das Ziel, seine Partei, die SPD, wieder zu alter Stärke zu führen, verfehlte der hessische SPD-Spitzenkandidat krachend. Die SPD wurde nach CDU und Grünen nur drittstärkste Kraft in Hessen. Das schwarz-grüne Regierungsbündnis wurde erneuert, die SPD blieb außen vor.

Für TSG war es nach 2009 und 2013 bereits die dritte Niederlage als Spitzenkandidat der Hessen-SPD. Die anhaltende Erfolglosigkeit nagte zusehends an TSG, der im Herbst neben dem Landesvorsitz auch sein Amt als SPD-Fraktionschef im Wiesbadener Landtag niederlegen will. In Berlin hieß es, TSG werde beim SPD-Bundesparteitag im Dezember auch nicht mehr für das Amt eines stellvertretenden Bundesvorsitzenden kandidieren.

Zu viele Niederlagen

TSG erklärte am Dienstag, er habe bereits vor ziemlich genau einem Jahr die Entscheidung getroffen, im Falle eines Scheiterns bei den Landtagswahlen keinen weiteren Anlauf als Spitzenkandidat der hessischen SPD mehr zu unternehmen. Der studierte Politologe, Jahrgang 1969, hatte vor zehn Jahren die Führung der hessischen SPD von Andrea Ypsilanti übernommen.

TSG schaltete sich leidenschaftlich und oft in bundespolitische Debatten ein. Für die Bundes-SPD war er federführend an der Erarbeitung des Steuerprogramms für die Bundestagswahl im Jahr 2017 beteiligt. Kernforderungen des Programms waren die Anhebung des Spitzensteuersatzes und Steuererleichterungen für kleinere und mittlere Einkommen.

Vehement kritisierte er Steuervermeidungspraktiken multinationaler Konzerne. Wie die Nachfolge Schäfer-Gümbels an der Spitze der Hessen-SPD organisiert wird, ist derzeit noch nicht ganz klar. Als aussichtsreichster Nachfolgekandidat für den Vorsitz von Partei und Fraktion wird in Parteikreisen Landesgeneralsekretärin Nancy Faeser gehandelt.

Schäfer-Gümbel plant nach seinem Ausstieg aus der Politik einen Wechsel zur Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Er sei vom zuständigen Gremium einmütig als Kandidat für den Posten des Personalvorstands vorgeschlagen worden, sagte eine GIZ-Sprecherin. Der Aufsichtsrat der bundeseigenen Organisation werde am 9. April über die Personalie entscheiden.

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