Schäuble pocht auf Schuldengrenze „Wir alle müssen uns an die Regeln halten“

Bundesfinanzminister Schäuble ist dagegen, dass in der Euro-Zone Extrawürste gebraten werden. Alle Länder sollten die Defizitregeln einhalten – so wie Deutschland. Damit zielt Schäuble auf Italien und Frankreich.
15 Kommentare
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU): „Wir müssen alle dafür sorgen, dass wir uns an die europäischen Regeln halten.“ Quelle: ap

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU): „Wir müssen alle dafür sorgen, dass wir uns an die europäischen Regeln halten.“

(Foto: ap)

BerlinBundesfinanzminister Wolfgang Schäuble pocht auf eine Einhaltung der Defizitgrenzen in der Euro-Zone. „Wir müssen alle dafür sorgen, dass wir uns an die europäischen Regeln halten und dass wir gemeinsam dafür Verantwortung tragen, dass das Wachstum besser wird“, sagte Schäuble am Freitag im Deutschlandfunk. Eine öffentliche Debatte darüber, dass einige Länder die Defizitgrenzen nicht einhalten, lehnte er ab. Die EU-Kommission sieht einem Reuters vorliegenden Entwurf zufolge das Risiko, dass Frankreich und Italien mit ihren Etatentwürfen für 2015 die Regeln des Stabilitäts- und Wachstumspakts verletzen könnten. Eine abschließende Bewertung soll erst im März erfolgen, wenn die endgültigen Budgetpläne und die Maßnahmen für Strukturreformen vorlägen. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sagte der „Süddeutschen Zeitung“ (Freitagausgabe), er werde nicht sanktionieren.

„Wir wissen, dass einige unserer wichtigsten Partner in einer schwierigeren Lage im Augenblick sind als wir“, sagte Schäuble. „Und wir wissen, dass wir eine gemeinsame Verantwortung haben, dass wir auch Solidarität üben müssen.“ Zudem müsse vor allem die Jugendarbeitslosigkeit erfolgreicher bekämpft werden, mahnte der CDU-Politiker.

Deutschland halte sich bei seinem Haushalt an die europäischen Regeln, sagte Schäuble. „Das ist auch die Voraussetzung dafür, dass wir auch bei anderen dafür eintreten können, dass auch die sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten an die europäischen Regeln halten.“

Juncker sagte der „Süddeutschen Zeitung“, die finalen Entscheidungen über Konsequenzen gegen Defizitsünder würden auf März oder April verschoben. Zwar wäre es einfach gewesen, jetzt Strafen zu verhängen. Er habe sich aber anders entschieden, um die Länder selbst erklären zu lassen, wie sie ihre Haushalte in Ordnung bringen wollten.

Junckers gefährliches Signal

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
  • rtr
Startseite

Mehr zu: Schäuble pocht auf Schuldengrenze - „Wir alle müssen uns an die Regeln halten“

15 Kommentare zu "Schäuble pocht auf Schuldengrenze: „Wir alle müssen uns an die Regeln halten“"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Regeln? Also noch mehr Belastungen für Deutschland wie Frau Merkel und Hr. Schäuble es wollen?

  • Herr Traunstein,Sie betrachten das Handelsblatt ganz offensichtlich als Werbefläche für die "neue Rechte" und all ihrer unerfreulichen Anhängsel.
    Die AfD ist die Enttäuschung,als die ich sie schon immer gesehen habe und Tichy ist auch endlich da,wo er sich einen Wolf schreiben kann und alle seine kleinen Werwölfe seiner Herrlichkeit,von der er selbst am meisten überzeugt ist,huldigen können.Im engsten Kreis sozusagen. [...]
    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Schäuble hat sich selbst entlarvt, indem er Lügner Juncker das Vertrauen ausgesprochen hat.

    Sich mit solchen halbseidenen Gestalten umgeben, die das Lügen hoffähig gemacht haben, Großkonzernen im Zwergstaat LUX. quasi Steuerfreiheit gewährten (zu Lasten der jeweiligen Staaten in der Gemeinschaft) und dann auf die Einhaltung der Verschuldungsrichtlinien pochen; was hat Schäuble eigentlich geraucht, der Mann ist so unglaubwürdig wie die ganze EU nebst EURO !

  • „Wir alle müssen uns an die Regeln halten“

    Es sei denn, man hat die unumschränkte Macht den alternativlosen Regelbruch zu erklären und genügend Vollpfostbürger auf seiner Seite die solchen kranken “Volkstretern“ immer wieder das Mandat erteilen.

    Wir wissen also alle, nicht ALLE müssen sich an Regeln halten!

    Was lernen die Gegner von diesen Demokratoren?!

    Regeln?!!! Arschlecken!!!

  • Das sagt genau der Richtige!

    Wäre dem so, wäre er vorbestraft. Aber Staatsanwaltschaften sind politisch gesteuerte Kettenhunde. In Russland würde man sie mit dem FSB vergleichen.

  • Ich gebe Ihnen völlig Recht! Jedoch hat jeder die Möglichkeit sein kleines Geld diesem Wahnsinn zu entziehen. Hierzu ist es notwendig in die Zukunft zu schauen, zu spekulieren. Gehen Sie wie ich davon aus, dass der Euro in Zukunft abwertet, so müssen Sie lediglich in die "Gegenposition" investieren. Ich für meinen Teil investiere schon länger in US-Dividendenpapiere und habe richtig gutes Geld verdient :-). Ich profitiere vom US-Dollar und bin in inflationsgeschützten Sachwerten investiert. Zudem erhalte ich regelmäßig Dividendenzahlungen. Lebensversicherung, Bausparvertrag, Schatzbriefe und sonstiges "Papiergeld" habe ich schon lange nicht mehr und bin froh darüber :-)

  • Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU): „Wir müssen alle dafür sorgen, dass wir uns an die europäischen Regeln halten.“
    Quelle: ap/// sagt er !? Es ist unerträglich was dieser Heuchler von sich gibt.Und es gibt niemand der diese mafiosen Strukturen der EU-Politik klar benennt -anklagt und täglich in die Medien bringt.Ein freies Land sollte auch freie unabhängige--verantwortungsvolle Medien haben.Leider nur ein Traum! Sind sie alle eingebunden den Niedergang deutscher Interessen zu beschleunigen? Die Abwertung des Euro und damit die Abwertung unserer Vermögen dank des Herrn Draghie mit Hilfe der Bundesregierung unserer sogenannten Volksvertreter nimmt immer mehr Fahrt auf. Euro gleich Lira ist das Konzept. Rette sich wer kann--leider hat der normale Bürger wenig Möglichkeiten sein kleines Geld diesem Wahnsinn zu entziehen!

  • Können Sie mal bitte aufhören das Forum mit den immer gleichen Beiträgen vollzuspamen? Vielen Dank!

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • >> „Wir alle müssen uns an die Regeln halten“ >>

    Das abgebildete Foto SPRICHT BÄNDE !

    Der Finanz-Gnom in seiner Lügenaktion !


Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%