Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Schleswig-Holstein Polizei nimmt drei Männer wegen Terrorverdachts fest

Nach Angaben der Bundesanwaltschaft handelt es sich um Flüchtlinge im Alter zwischen 23 und 36 Jahren. Sie sollen einen Terroranschlag geplant haben.
Update: 30.01.2019 - 12:49 Uhr Kommentieren
Die festgenommenen Iraker sollen bereits Anleitungen zum Bombenbau aus dem Internet heruntergeladen haben. Quelle: dpa
Einsatzkräfte der Polizei

Die festgenommenen Iraker sollen bereits Anleitungen zum Bombenbau aus dem Internet heruntergeladen haben.

(Foto: dpa)

Kiel, Norderstedt, BerlinBeamte des Bundeskriminalamtes haben am Mittwochmorgen im Kreis Dithmarschen in Schleswig-Holstein drei Männer aus dem Irak festgenommen, die einen Terroranschlag in Deutschland geplant haben sollen. Wie der Generalbundesanwalt mitteilte, wird zwei Männern im Alter von 23 Jahren die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vorgeworfen, einem dritten, 36-jährigen Mann Beihilfe dazu. Die Anschlagspläne seien islamistisch motiviert gewesen.

Schleswig-Holsteins Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU) lobte die Zusammenarbeit der Behörden bei den Festnahmen. Ziel sei es nun, die Hintergründe zu ermitteln „und vor allen Dingen daraus möglicherweise erwachsene Taten zu verhindern“, sagte Grote am Mittwoch in Norderstedt. Es habe in dem Fall eine sehr professionelle Zusammenarbeit gegeben. „Von daher bin ich sehr zuversichtlich, dass dies nicht nur ein Zufallsprodukt, sondern wirklich eine gezielte konstruktive Zusammenarbeit der verschiedenen Ebenen ist.“

Die Ermittler durchsuchten die Wohnungen der Beschuldigten sowie weiterer, bislang nicht Tatverdächtiger in Mecklenburg-Vorpommern und Baden-Württemberg. Der „Spiegel“ hatte zuerst über die Festnahmen berichtet. Nach Informationen von „Spiegel online“ soll es sich um Flüchtlinge handeln.

Ein konkretes Ziel für einen Anschlag hätten die Beschuldigten den bisherigen Erkenntnissen zufolge noch nicht ins Auge gefasst, hieß es vom Generalbundesanwalt. Ob die Männer in eine terroristische Vereinigung eingebunden waren, müssten die weiteren Ermittlungen klären.

Sie werden nun dem Ermittlungsrichter beim Bundesgerichtshof vorgeführt, der über den Erlass von Haftbefehlen und den Vollzug von Untersuchungshaft entscheiden wird.

Polizeieinheiten aus mehreren Bundesländern und Spezialeinheiten schlugen ab 6.00 Uhr zu. Nach NDR-Informationen sollen die Iraker im Ort Meldorf gewohnt haben.

Erste Hinweise auf die drei Iraker hat das Bundesamt für Verfassungsschutz geliefert, wie Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) am Mittwoch in Berlin mitteilte.

Nach Erkenntnissen der Ermittler hatten die Männer bereits eine Bombenbauanleitung im Internet heruntergeladen und damit begonnen, aus Silvesterraketen Schwarzpulver zu gewinnen. Zudem hatten sie laut Bundesanwaltschaft eine Zündvorrichtung in Großbritannien bestellt. Sie hätten auch vorgehabt, sich eine Waffe zu besorgen. Einer der Männer habe Fahrstunden genommen, um bei einem Anschlag ein Fahrzeug einzusetzen.

Laut „Spiegel“ soll einer der Verdächtigen geäußert haben, möglichst viele „Ungläubige, aber keine Kinder“ treffen zu wollen. Ihren Plan hätten die Männer erst nach ihrer Ankunft im Herbst 2015 in Deutschland entwickelt, heißt es in dem „Spiegel“-Bericht. Hilfe dafür hätten sie dabei von einem Unbekannten über den verschlüsselten Messenger „Telegram“ erhalten.

Brexit 2019
  • dpa
  • rtr
Startseite

Mehr zu: Schleswig-Holstein - Polizei nimmt drei Männer wegen Terrorverdachts fest

0 Kommentare zu "Schleswig-Holstein: Polizei nimmt drei Männer wegen Terrorverdachts fest"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.