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Premium Schnelles Internet Kupfer statt Zukunft

Angeblich will Infrastrukturminister Dobrindt den Vectoring-Ausbau forcieren. Dabei gilt die Technologie nur als Übergangslösung und ist langfristig nicht wettbewerbsfähig. Die Kritik wird immer lauter.
14.07.2015 - 20:00 Uhr
In Deutschland bisher eine Seltenheit. Quelle: dpa
Verlegung von Glasfaserkabeln

In Deutschland bisher eine Seltenheit.

(Foto: dpa)

Berlin, Düsseldorf Wie der Breitbandausbau in Deutschland in Zukunft aussehen könnte, ist in Bayern zu beobachten: In rund 80 Prozent der Fälle gewinnt die Deutsche Telekom die Ausschreibung der Kommunen. Sie setzt vornehmlich auf eine Technologie, die den bereits verlegten Kupferkabeln noch Übertragungsgeschwindigkeiten bis derzeit 100 Megabit die Sekunde ermöglicht: Vectoring. Das ist deutlich günstiger als neue Glasfaserkabel zu verlegen.

Die bayerische Landesregierung hatte beschlossen, mit 1,5 Milliarden Euro den Breitbandausbau zu fördern. Ihr Dreh: Sie zahlt den Anbietern den Ausgleich einer „Wirtschaftlichkeitslücke“. Die entsteht bei dem Ausbau in Regionen, in denen das jeweilige Unternehmen selber aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr investieren würde. Diese ist beim Vectoring-Ausbau deutlich geringer – und Kommunen sind durch die europäische Beihilferegelung dazu verpflichtet, das günstigere Angebot anzunehmen.

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