Schriftliche Entlastung Zahlte Wulffs Schwiegermutter?

Bettina Wulffs Mutter entlastet den Ex-Bundespräsidenten: Nach eigenen Angaben soll sie die fraglichen Urlaube auf Sylt finanziert haben. Einige Fragen wirft jedoch nach wie vor die Rolle von David Groenewold auf.
Update: 26.02.2012 - 11:34 Uhr 39 Kommentare
Christian Wulff wird von seiner Schwiegermutter entlastet. Quelle: dpa

Christian Wulff wird von seiner Schwiegermutter entlastet.

(Foto: dpa)

BerlinDie zwei Sylt-Urlaube des zurückgetretenen Bundespräsidenten Christian Wulff sollen angeblich nicht von dem Filmproduzenten David Groenewold finanziert worden sein, sondern aus Geldgeschenken von Wulffs Schwiegermutter.

Mit diesem Argument verteidigt sich Wulff nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Spiegel“ im Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Vorteilsannahme gegen ihn. Das Magazin beruft sich in seinen Angaben auf den Antrag der Staatsanwaltschaft Hannover auf Aufhebung der Immunität Wulffs.

Demnach habe die Mutter seiner heutigen Ehefrau Bettina Wulff schriftlich erklärt, ihrer Tochter zu deren 34. Geburtstag am 25. Oktober 2007 in bar 1000 Euro geschenkt zu haben. Sechs Tage später checkten Wulff und seine damalige Lebensgefährtin im Sylter „Hotel Stadt Hamburg“ ein. Den dreitägigen Aufenthalt verbrachten sie mit Groenewold, der die Reise gebucht und mit seiner Kreditkarte vorfinanziert haben will. Anschließend habe der Politiker die Kosten von 774 Euro in bar erstattet, argumentieren Wulff und Groenewold.

Nach den Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft korreliere die Rückerstattung allerdings nicht mit Bargeldabhebungen von einem Konto der Wulffs, heißt es im „Spiegel“. Dies erkläre Wulff nun mit dem Geburtstagspräsent. Ein weiteres Geldgeschenk über 2500 Euro in bar soll seine spätere Frau von ihrer Mutter laut deren schriftlicher Erklärung Weihnachten 2007 erhalten haben. Die Scheine habe sie bis zu einem weiteren Sylt-Urlaub im August 2008 aufbewahrt, den ebenfalls Groenewold buchte und vorfinanziert haben soll. Auch in diesem Fall will Wulff die Kosten von 1540 Euro bar erstattet haben.

Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft erscheine eine so lange Aufbewahrung des Bargelds „zumindest wirtschaftlich als unvernünftig“, da Wulffs Konto jedenfalls im Juli 2008 um mehr als 10.000 Euro überzogen war, berichtete der „Spiegel“ weiter.

Die Version Wulffs bringt die Ermittler dem Bericht zufolge allerdings womöglich in Beweisnot: Um ihn und Groenewold anklagen zu können, müssten sie den Nachweis führen, dass entgegen der Darstellung der Beteiligten kein Bargeld übergeben wurde.

  • afp
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39 Kommentare zu "Schriftliche Entlastung: Wulffs Schwiegermutter soll Sylt-Urlaube gezahlt haben"

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  • Ein Trauerspiel - und so etwas sollte uns repräsentieren? Schande über Deutschland aber nun zum Glück vorbei! Winkeladvokaten wie Herrn Wulff brauchen wir nicht und nirgenwo.

  • gruni90

    Jetzt hat Herr Wulff das "Bargeld" von der Schwiegermutter bekommen?.Es muss alles herhalten die Amigos jetzt die Schwiegermutter erbärmlich !!.
    Grimms Märchen sind gegenwärtig.
    Hoffentlich fällt die Staatsanwaltschaft nicht auf diesen Bauerntrick rein.
    Sie muss wie bei allen anderen Bürgern auch mit der Finanzbehörde zusammen arbeiten und folgendes klären:

    Die Kosten für den Syltaufenthalt wird Herr Groenewold wahrscheinlich in seinen Steuererklärungen 2007 und 2008 " voll" als Bertiebsausgaben sowohl für ihn als auch für die heutigen "Wulffs" angegeben haben.
    Wenn dem nicht so sein sollte müssen doch bei den Bertriebsausgaben des Herrn Groenwold die Kosten um die "Bar" Erstattung des Herrn Wulff in 2007 in Höhe von 774,00€ und in 2008 um 1540,00€ entweder bei Herrn Groenewold nur "Netto" verbucht worden sein oder die erstatten Beträge des Herrn Wulf hätten als Einahmen bei Herrn Groenwold in den Steuererklärungen 2007 / 2008 erscheinen müssen.
    Das muss doch aus den Steuererklärungen 2007 / 2008 des Herrn Groenwold über die Finanzbehörde feststellbar sein,. Oder?.
    Passt doch alles nicht zusammen erst die Hotelleitung des Hotels Stadt Hamburg auffordern die Belege Herrn G. "sagen wir" auszuhändigen jetzt hat die Mutter von Frau Bettina plötzlich das Bargeld beschafft.
    Wenn nicht die Amigos dann greifen wir die Wulffs ungeniert auf die Mutter bzw. Schwiegermutter zurück.
    Ein Schmierentheater und ein Schlag für jeden Bürger dieser Bundespräsident sollte unser Land führen?



  • Ich und viele andere hoffen, daß die Staatsanwaltschaft von diesem Winkeladvokaten nicht ver....... lässt, und den Sumpf aushebt, bei Schwiegermutti müsste ja eine entsprechende Abbuchung zu finden sein, oder horten die in Niedersachsen das Geld in der Schublade. Wie kann die Bundesregierung es zulassen, daß dieser Lügner mit einem großen Zapfenstreich verabschiedet wird. Ein Tritt in den Hintern ist das dieser Kerl samt seiner Gattin verdient . Verschwindet einfach von der Bildfläche, aber bitteschön OHNE den Ehrensold. Das Wort Ehre kann der doch höchstens buchstabieren !

  • "Das mit dem Bezahlen vom Hotel, das hat mir dieser schöne Prinz geflüstert, wie hieß der gleich nochmal? War früher ein ganz Bekannter. Ist ja jetzt egal, der war mal Wirtschaftsminister, und Opel hat er gerettet, und so. Nicht wahr? Und Verteidigungsminister war er auch mal, glaub ich. Und, nicht wahr, auf einmal steht der vor mir und sagt, er ist jetzt der neue Berater von meinem Christian, nicht?"

  • Wie lange soll man noch von diesem Blödmann Zeilen vorgesetzt bekommen. Otto und Erna können nicht dümlicher handeln, als diese Pfeife. Der hat se doch nicht alle!
    Und sowas nennt sich Regierungschef (ehemals) von Niedersachsen? Und dann den Präsidenten spielen wollen in Berlin? Es ist doch wohl nicht zu fassen. Er sollte ganz schnell den Koffer packen und dieses Land verlassen. Man kann seine Handlungsweise nicht mehr nachvollziehen. Als Deutscher im Ausland muß man sich für diesen Heini pausenlos entschuldigen.

  • Vollste Zustimmung.
    Das Volk ist bequem geworden, "die da oben werden es schon richten" und noch etwas höre ich oft "wenn die das sagen, dann wird es schon stimmen"
    Man rennt bei uns auf die Straße wegen ACTA, obwohl das nur die Raukopien btrifft, also gar nicht Schnüffeln unserer Mails etc., man maht Theater um einen Juchtenkäfer, den noch nie einer gesehen hat, aber man geht nicht auf die Straße wegen wirklich wichtiger Dinge.
    Solche nebensächlichen Demos werden gesteuert, bin ich mittlerweile der Meinung, um eben genau zu verhindertn, dass das Volk für wirkliche Dinge auf die Straße gehen
    Und der verdummte deutshe Dödel ist leicht manipulierbar. Noch.

    Was also ist hier los?

  • Was ist denn die Mutter von Beruf? Also so mal eben 2.500 oder 1.000 € an die Tochter geben, das kann ja nicht jeder. Und bar?
    Das ist heutzutage auch unüblich.
    Mein Sohn schenkte mir zum letzten Geburtag auch Geld für was Besonderes,was ich schon längr haben wollte, aber das überwies er auf mein Konto

  • Ein totgerittenes Pferd kostet nichts mehr! Jedoch verursacht unser angeblich totgerittenes Pferd weiterhin hohe Kosten und es ist nicht ausgeschlossen, daß dieses, stehaufmännchenartig, demnächst ein gutdotiertes Pöstchen bekleidet. Irgendwie und irgendwo muß man als höheres Parteimitglied ja seinen Lebensunterhalt mehr oder weniger geschenkt bekommen. Schließlich hat das totgerittene Pferd ja freiwillig aufgehört zu galoppieren.

  • Warum erklärt der Lügenbold aus dem Bellevue dann über seinen Rechtsverdreher "Er hätte es bar bezahlt" mit einen Hinweis Schwiegermami hat mir den Urlaub gesponsert. Herr Wulf ist im höchsten Maße unglaubwürdig. Kein Ehrensold für einen Unehrenhaften. Pfui Teufel, Herr Wulf!!!!!!!!!!!!!!!!

  • Das Aburteilen ohne nachzudenken scheinen Sie systematisch zu betreiben. Wenn man solche Beiträge liest, lernt man Demokratie und Rechtsstaat erst richtig schätzen. Schauderhaft der Gedanke, von Ihrer Methode würde das Land beherrscht.

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