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Schröders Reaktion auf „Pegida“ Altkanzler fordert „Aufstand der Anständigen“

Ignorieren oder attackieren? Die Politik rätselt über den richtigen Umgang mit dem Anti-Islam-Bündnis „Pegida“. Während die einen den Dialog mit den Mitläufern suchen wollen, fordern andere endlich eine klare Kante.
22.12.2014 - 14:06 Uhr 81 Kommentare
Auch an diesem Montag trifft sich das Anti-Islam-Bündnis wieder in Dresden. Quelle: ap

Auch an diesem Montag trifft sich das Anti-Islam-Bündnis wieder in Dresden.

(Foto: ap)

Berlin Sie wollen wieder auf die Straße gehen, auch an diesem Montag, ab 18.30 Uhr. In Dresden versammelt sich das Anti-Isalm-Bündnis, das sich den Namen „Pegida“, Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes, gegeben hat. Die Veranstalter laden zu einem „gemeinsamen Weihnachtsliedersingen“ vor der Semperoper ein. Die „Pegida“-Gegner schließen sich dem „Bündnis Nazifrei“ an. Landesbischof Jochen Bohl lädt zu einem Friedensgebet in die Kreuzkirche.

Ignorieren oder attackieren? Politiker rätseln über den richtigen Umgang mit „Pegida“. Während die einen den Dialog suchen wollen mit den gemäßigten, frustrierten Mitläufern, fordern andere eine klare Kante. So ruft SPD-Altkanzler Gerhard Schröder in der Auseinandersetzung mit der anti-islamischen „Pegida“-Bewegung zu einem „Aufstand der Anständigen“ auf. Unter diesem Schlagwort hatte der damalige Kanzler nach einem Brandanschlag auf eine Düsseldorfer Synagoge im Jahr 2000 zum Protest gegen Rechts aufgerufen.

„In Berlin haben damals 200.000 Menschen gegen Ausländerfeindlichkeit und Antisemitismus protestiert, und selbstverständlich sind Bundespräsident und Bundeskanzler vorneweg marschiert. So eine öffentliche Reaktion brauchen wir auch jetzt“, sagte Schröder nun im Gespräch mit dem Magazin „Couragiert“. Es sei großartig, dass so viele Menschen in Dresden und anderswo „gegen diesen kruden Haufen, der sich „Pegida“ nennt, auf die Straße gehen“. Aber diese Bürger bräuchten mehr Unterstützung.

Auch der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir hat Forderungen nach einem Dialog mit dem nichtextremistischen Teil der „Pegida“-Demonstranten zurückgewiesen. Er halte nichts von „so einer weinerlichen Haltung im Umgang mit „Pegida““, sagte er im RBB-Sender Radio eins. „Klartext ist angesagt und nicht dieses Gesülze, was ich da zum Teil höre von manchen Kollegen von mir.“ Er verstehe, wenn jemand seine Sorgen zum Ausdruck bringen wolle. „Aber man hat schon auch die Aufgabe zu schauen, welche Parolen neben einem gerufen werden und was auf den Plakaten steht, neben denen man läuft“, sagte Özdemir.

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    Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hält Gespräche mit den Anführern der islamkritischen „Pegida“-Bewegung ebenfalls für unsinnig. „Mit Rassisten in Nadelstreifen haben wir nicht zu reden“, sagte Ramelow am Montag beim Besuch eines Flüchtlingsheims in Suhl. Allerdings sei es richtig, das Gespräch mit den Teilnehmern zu suchen, die befürchteten, dass Flüchtlinge ihnen Arbeitsplätze wegnehmen könnten. Ihnen müsse man erklären, dass solche Ängste unbegründet seien, sagte Ramelow. „Und die Sorgen der Flüchtlinge muss man genauso ernst nehmen.“

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    81 Kommentare zu "Schröders Reaktion auf „Pegida“ : Altkanzler fordert „Aufstand der Anständigen“ "

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Herr Schröder und anständig? Mit einer der größten Lügen. Er hat vorsätzlich die Kinderarbeit per Gesetz in Deutschland aus Kinderhass eingeführt! Er hat absichtlich die Armut in Deutschland gefördert und gewollt! Dies ist anständig? Vielleicht nur für die SPD!! Für mich menschenverachtend.

    • Wo konkret?

    • Die Zauderin Merkel und der Schönredner Gauck sind gefordert, diesen "Abendlandverteidigern" eine argumentativ klare Antwort zu geben. Dem von Gazprom korumpierten und Maschmeyer-Freund Schröder fehlt die charakterliche Kompetenz dafür.

    • Das, mein Guter ist eine Ente der BILD-Zeitung. Leider wurde sie auch von der FAZ verbreitet. Die sogenannten "Wintermärkte" in Berlin Kreuzberg übrigens auch. Mann o Mann glaubt ihr wirklich jeden Scheiss, den euch die Presse vorsetzt? Hauptsache wieder ein Argument gegen die Ausländer

    • Also, ich verstehe jetzt den Schröder-Aufruf nicht ganz. Die Anständigen gehen doch jetzt schon jeden Montag zur PEGIDA-Demo...!

    • Mann o Mann. Heist übrigens nicht argent sondern agent. Je mehr ich hier Kommentare zum Thema PEGIDA lese, desto mehr frage ich mich ob Deutschlands Bildungsniveau wirklich so tief gesunken ist. Ich hoffe, das die 17000 in Dresden kein repräsentativer Durchschnitt der politischen Intelligenz ist. Wenn ja, armes Deutschland.

    • Beim Aufstand der Anständigen kann Schröder sicher nicht teilnehmen. Der weiss ja nicht was Anstand bedeutet!

    • Wenn die Regierenden unverantwortlich den Mob aufwiegeln, dann eskaliert das früher oder später.
      So etwas hat schon zu Bürgerkriegen geführt.
      Wollen die vermeintlich "Anständigen" rundum Merkel, Gauck und Schröder nun die Rolle einer SA wie 1933 einnehmen, und für Merkel sind dann die linken maskierten Schlägertrupps das nützliche Beiwerk?

    • Jemand der H. Maschmeyer als persönlichen Freund bezeichnet kann unmöglich anständig sein und somit auch keinen Aufstand der Anständigen fordern.

    • Nun damals marschierten viele "Anständige" mit und wollten zeigen, daß sie nicht antisemitisch sind. Schade war: "Der Brandanschlag auf die Düsseldorfer Synagoge war nicht das Werk deutscher Rechtsextremisten, sondern die Tat zweier gebürtiger Araber. Die 19 und 20 Jahre alten in Düsseldorf lebenden Männer legten bei ihrer Vernehmung ein umfassendes Geständnis ab, wie Generalbundesanwalt Kay Nehm mitteilte. " http://www.tagesspiegel.de/politik/duesseldorfer-synagoge-der-brandanschlag-ist-aufgeklaert/184750.html
      Damals wurden die Menschen isntrumentalisiert, heute wollen das viele nicht mehr mit sich machen lassen. Ehe ich an einer Demo teilnehme, die von Regenten aus Berlin angeführt wird, buch ich ein Hotelzimmer in Dresden.

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