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Schüsse an Flughafen Frankfurt-Terror alarmiert Bundespolizei

Der Frankfurter Flughafen-Anschlag auf US-Militär hat die Bundespolizei alarmiert. Der neue Bundesinnenminister will aber keine schärferen Sicherheitsmaßnahmen.
Update: 03.03.2011 - 12:54 Uhr 1 Kommentar
Gegen schärfere Sicherheitsmaßnahmen: Neuer Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU). Quelle: Reuters

Gegen schärfere Sicherheitsmaßnahmen: Neuer Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU).

(Foto: Reuters)

Frankfurt/KarlsruheBundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hält nach dem tödlichen Anschlag auf US-Soldaten am Frankfurter Flughafen eine Anhebung der bundesweiten Sicherheitsstufe nicht für notwendig. Dies gelte nach dem jetzigen Erkenntnisstand der Ermittlungen, in die das Bundeskriminalamt eingebunden sei, sagte Friedrich bei seinem ersten Auftritt als Minister am Donnerstag in Berlin.

Die Bundespolizei erhöhte dennoch nach dem Anschlag ihre Präsenz am Frankfurter Flughafen. Das gelte für die sichtbare und unsichtbare Präsenz der Einsatzkräfte in den öffentlichen Bereichen der Terminals, sagte der Sprecher der Bundespolizei am Flughafen, Armin Thiel. Auch gingen die Sicherheitskräfte seit dem Vorfall vom Mittwoch mit Schutzweste und Maschinengewehr auf ihre Rundgänge. Konkrete Zahlen zum Umfang der Sicherheitskräfte nannte der Sprecher nicht. Auch die Frage nach besonderen Maßnahmen zum Schutz von US-Soldaten und anderen amerikanischen Staatsbürgern wollte er nicht beantworten.

Der Attentäter gestand inzwischen seine Tat. Er habe sich in den ersten Vernehmungen geäußert, sagte der hessische Innenminister Boris Rhein (CDU). Es handele sich demnach um einen radikalisierten Islamisten. Vermutlich habe er als Einzeltäter gehandelt. Zumindest sei derzeit kein Terror-Netzwerk hinter dem Mann zu erkennen.

Bundesanwaltschaft ermittelt nach Anschlag an Flughafen

Nach den Todesschüssen setzte sich sich Außenminister Guido Westerwelle (FDP) mit seiner Amtskollegin Hillary Clinton in Verbindung. In einem Telefongespräch habe Westerwelle eine rasche und vollständige Aufklärung des Anschlags zugesichert, teilte das Auswärtige Amt mit. Den Angaben zufolge hatten die beiden Minister bereits am Vortag miteinander telefoniert. In dem Gespräch habe Westerwelle auch betont, dass die amerikanischen Soldaten in Deutschland willkommen seien und die Bundesregierung alles für deren Sicherheit tun werde.

Unmittelbar nach dem Anschlag am größten deutschen Airport hatte bereits Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eine rasche Aufklärung zugesagt. Bei dem Angriff hatte ein 21 Jahre alter Kosovare am Mittwoch zwei US-Soldaten erschossen. Die in England stationierten Militärs waren auf dem Weg nach Ramstein, von wo aus sie in Kürze zu einem Einsatz nach Afghanistan oder in den Irak aufbrechen sollten.

Drehkreuz Frankfurt: Mehr Bundespolizisten für die Sicherheit. Quelle: Reuters

Drehkreuz Frankfurt: Mehr Bundespolizisten für die Sicherheit.

(Foto: Reuters)

Der Täter ist den deutschen Sicherheitsbehörden nicht als potenziell gefährlicher Islamist bekannt gewesen. Beim Bundeskriminalamt und dem Verfassungsschutz habe es keine Erkenntnisse zu dem Mann gegeben, hieß es am Donnerstag aus Sicherheitskreisen.

Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe übernahm die Ermittlungen. Dies gilt auch als Signal an die Amerikaner, dass die deutschen Behörden den Fall ernst nehmen. Der Anschlag hat möglicherweise einen islamistischen Hintergrund. Aufgrund der Tatumstände bestehe der Verdacht, dass es sich bei dem Attentat um eine islamistisch motivierte Tat handele, teilte die Bundesanwaltschaft mit. Der Schütze soll noch am Donnerstag dem Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof vorgeführt werden. Für Freitagvormittag kündigte die Bundesanwaltschaft eine Pressekonferenz an, bei der weitere Details bekanntgegeben werden sollen.

Aus Sicherheitskreisen hießt es, am wahrscheinlichsten sei, dass es sich um einen fanatisierten Einzeltäter handele. Der Todesschütze hielt sich bereits seit 1991 in Deutschland auf, er soll ersten Ermittlungen zufolge Kontakt zu Islamisten haben. Nach einem Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ soll er seinen Anschlag auf den US-Militärbus präzise vorbereitet haben. Spekulationen, nach denen Arid U. vor dem Blutbad auf Arabisch „Gott ist groß“ (Allahu Akbar) gerufen haben soll, bestätigte die Polizei zunächst nicht.

Die beiden Schwerverletzten schwebten am Donnerstagmorgen noch in Lebensgefahr. Der hessische Landtag gedachte der Opfer. Am Frankfurter Flughafen wurde die Sicherheitslage wieder erhöht: Die Bundespolizei ging in den Terminals erneut mit Schutzwesten und Maschinenpistolen Streife und setzte verdeckte Ermittler ein.

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  • dapd
  • dpa
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1 Kommentar zu "Schüsse an Flughafen: Frankfurt-Terror alarmiert Bundespolizei"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Nun wird überlegt ob man nicht Gadaffis Söldner und Soldaten Asyl gewährt. Schon jetzt sind Polizisten mit Maschinenpistolen nur Makulatur denn dieser Attentäter hätte im Flughafengebäude sein Magazin leer schiessen und sich noch in die Luft sprengen können. Deutschland kann bei der Anhäufung von Islamisten nichts mehr für die Bevölkerung tun, ausser sie bei Bar Überweisungen auf die Nerven zu gehen. Warum ein Kosovare hier lebt wo doch ROT/GRÜN das Serbische Land mit Busch freigeschossen hat, ist mir unbegreiflich. Aber Deutschland war und ist immer noch Ruheraum für Terroristen die in ihren Kellern alles lagern was man bei weltweiten Einsätzen so braucht.